Keine weiteren Einbrüche bei Nasdaq & Co.
Für Kim Asger Olsen, Head of Investments bei Nordea, haben Investoren das Schlimmste hinter sich - Bilanzbetrügereien, wie bei Worldcom, kann er sogar etwas Gutes abgewinnen
Stimmung und Realität divergieren weiterhin
Olsen sieht die Weltwirtschaft, ausgehend von der Entwicklung in den USA, auf einem starken Erholungskurs. Die aktuelle Stimmung an den Aktienmärkten ist aber weiterhin von Panik dominiert - das passt mit der konjunkturellen Realität nicht zusammen. Deshalb sieht Nordea auch Potential bei der Erholung der Unternehmensgewinne, die aber nicht mehr das Ausmaß von 1995-99 erreichen werden. 2003 rechnet der Investmentprofi wieder mit Aktienkursanstiegen von etwa 8-12 Prozent, bei einem durchschnittlichen Gewinnwachstum der Unternehmen von 15-20 Prozent.
Olsen: „Bilanzbetrügereien sind gesund“
Die derzeitige Panik an den Märkten stammt seiner Meinung nach vor allem aus den Bilanzbetrügereien rund um Enron, Worldcom, etc. Diese sieht er aber auch als eine gesunde Entwicklung an, vor allem für Value Investoren wie Nordea. Olsen rechnet noch mit weiteren Betrugsfällen, die Auswirkungen sollten sich aber in Grenzen halten. Worldcom sieht er etwa als ein Zeichen für eine endgültigen Konsolidierung in der Telekom Branche – die letzte Phase eine Bärenmarktes.
Keine weiteren Einbrüche bei Nasdaq & Co.
Obwohl die Stimmung denkbar schlecht ist, rechnet Olsen nicht mehr mit einem weiteren Einbruch der Kurse and Nasdaq & Co. „Das Aktienkursniveau sollte sich auf einem Niveau zwischen dem 24. September 2001 und Oktober 1998 bewegen“, so der Head of Investment weiter. „Letzte Woche hat Nordea sehr viele Marktindikatoren analysiert und ist zu folgendem Ergebnis gekommen: Diese Woche sollten wir eine Kapitulation der Marktteilnehmer sehen, die gesund ist. Dann erst wird die Panik seiner Meinung nach zu Ende sein.“
Dollarschwäche sollte weitergehen
Der Abrutsch des US-Dollar war laut Olsen nur der erste Teil einer weiteren Korrektur, die noch 10-15 Prozent nach unten ausmachen könnte. „Die kurzfristige Gegenbewegung bei 0,98 Euro ist eine Bear-Market-Rally, die wir aber um die Parität erwartet haben“. Die amerikanische Regierung unterstützt den starken Dollar nicht mehr und akzeptiert die Konsequenzen, so Olsen weiter. Der Markt habe diesen Wink verstanden und das aktuelle Außenhandelsdefizit der USA verstärkt diesen Trend noch. In den nächsten 4-5 Jahren sollten die Amerikaner dieses enorme Defizit aufheben, wie das geschehen soll weiß Olsen aber selbst nicht. Ein schwächerer Dollar kann aber für viele Unternehmen, vor allem in Japan, sogar ein Plus sein. Die Schulden, die diese Firmen in Dollar halten, verringern sich dadurch und so ist die aktuelle Entwicklung für Olsen kein Grund zur Panik.
Auswirkungen auf Nordea Fonds
Für seine Value Fonds findet Olsen jetzt viele neue Kaufideen, da die Märkte stark korrigiert haben: Speziell Titel aus dem Bereich TMT, welche sehr in Mitleidenschaft gezogen wurden - wie z.B. Vodafone - sieht sich Olsen nun genauer an. Weiters stockt er aktuell bestehende Positionen auf.
Das gesamte Meeting mit Kim-Asger Olsen finden Sie als Windows Media Audio auf www.e-fundresearch.at/cgi-bin/show_article/1742
Keine weiteren Einbrüche bei Nasdaq & Co.
Für Kim Asger Olsen, Head of Investments bei Nordea, haben Investoren das Schlimmste hinter sich - Bilanzbetrügereien, wie bei Worldcom, kann er sogar etwas Gutes abgewinnen
Stimmung und Realität divergieren weiterhin
Olsen sieht die Weltwirtschaft, ausgehend von der Entwicklung in den USA, auf einem starken Erholungskurs. Die aktuelle Stimmung an den Aktienmärkten ist aber weiterhin von Panik dominiert - das passt mit der konjunkturellen Realität nicht zusammen. Deshalb sieht Nordea auch Potential bei der Erholung der Unternehmensgewinne, die aber nicht mehr das Ausmaß von 1995-99 erreichen werden. 2003 rechnet der Investmentprofi wieder mit Aktienkursanstiegen von etwa 8-12 Prozent, bei einem durchschnittlichen Gewinnwachstum der Unternehmen von 15-20 Prozent.
Olsen: „Bilanzbetrügereien sind gesund“
Die derzeitige Panik an den Märkten stammt seiner Meinung nach vor allem aus den Bilanzbetrügereien rund um Enron, Worldcom, etc. Diese sieht er aber auch als eine gesunde Entwicklung an, vor allem für Value Investoren wie Nordea. Olsen rechnet noch mit weiteren Betrugsfällen, die Auswirkungen sollten sich aber in Grenzen halten. Worldcom sieht er etwa als ein Zeichen für eine endgültigen Konsolidierung in der Telekom Branche – die letzte Phase eine Bärenmarktes.
Keine weiteren Einbrüche bei Nasdaq & Co.
Obwohl die Stimmung denkbar schlecht ist, rechnet Olsen nicht mehr mit einem weiteren Einbruch der Kurse and Nasdaq & Co. „Das Aktienkursniveau sollte sich auf einem Niveau zwischen dem 24. September 2001 und Oktober 1998 bewegen“, so der Head of Investment weiter. „Letzte Woche hat Nordea sehr viele Marktindikatoren analysiert und ist zu folgendem Ergebnis gekommen: Diese Woche sollten wir eine Kapitulation der Marktteilnehmer sehen, die gesund ist. Dann erst wird die Panik seiner Meinung nach zu Ende sein.“
Dollarschwäche sollte weitergehen
Der Abrutsch des US-Dollar war laut Olsen nur der erste Teil einer weiteren Korrektur, die noch 10-15 Prozent nach unten ausmachen könnte. „Die kurzfristige Gegenbewegung bei 0,98 Euro ist eine Bear-Market-Rally, die wir aber um die Parität erwartet haben“. Die amerikanische Regierung unterstützt den starken Dollar nicht mehr und akzeptiert die Konsequenzen, so Olsen weiter. Der Markt habe diesen Wink verstanden und das aktuelle Außenhandelsdefizit der USA verstärkt diesen Trend noch. In den nächsten 4-5 Jahren sollten die Amerikaner dieses enorme Defizit aufheben, wie das geschehen soll weiß Olsen aber selbst nicht. Ein schwächerer Dollar kann aber für viele Unternehmen, vor allem in Japan, sogar ein Plus sein. Die Schulden, die diese Firmen in Dollar halten, verringern sich dadurch und so ist die aktuelle Entwicklung für Olsen kein Grund zur Panik.
Auswirkungen auf Nordea Fonds
Für seine Value Fonds findet Olsen jetzt viele neue Kaufideen, da die Märkte stark korrigiert haben: Speziell Titel aus dem Bereich TMT, welche sehr in Mitleidenschaft gezogen wurden - wie z.B. Vodafone - sieht sich Olsen nun genauer an. Weiters stockt er aktuell bestehende Positionen auf.
Das gesamte Meeting mit Kim-Asger Olsen finden Sie als Windows Media Audio auf www.e-fundresearch.at/cgi-bin/show_article/1742
Keine weiteren Einbrüche bei Nasdaq & Co.