Anleger meiden Aktien mit geringer Liquidität
Frankfurt/Main - Die weltweite Aktienmarktschwäche und rückläufige Unternehmensgewinne führen nach Beobachtung von Aktienmarktexperten zu einer Art Kapitalflucht am Neuen Markt, was weitere Börsengänge in diesem Jahr unwahrscheinlich werden lasse. Anleger machten derzeit Fondsanteile zu Geld, was Fondsmanager zwinge, Positionen auch aus dem Auswahlindex Nemax-50 des Neuen Marktes aufzulösen. "Wir beobachten massive Rückgaben von Fondsanteilen besonders bei auf den Neuen Markt spezialisierten Fonds", sagte der Chef des Deutschen Aktiengeschäfts einer US-Bank. Fondsmanager würden dabei recht wahllos verkaufen und sich nicht nach der Qualität der Unternehmen richten, da sie schlicht Barmittel bräuchten.
Experten sagten, die deutschen Investoren hätten trotz des Börsensturzes noch nicht völlig das Vertrauen in Aktien verloren. Aber der geringere Geldfluss konzentriere sich auf sicherere Zufluchtsorte wie größere Aktien mit höherer Liquidität. Eine Analyse von Schröder Salamon Smith Barney zeigt, dass der Nettogeldfluss in deutsche Aktienfonds in den ersten fünf Monaten 2001 mit 6,7 Mrd. Euro weiter positiv gewesen ist. In der Vorjahresperiode lag der Wert allerdings noch bei 28,3 Mrd. Euro. Keines der elf Unternehmen, die trotz des Abwärtstrends in diesem Jahr am Neuen Markt neu gelistet wurden - im Vorjahr waren es 133 Unternehmen -, notiert derzeit über seinem Ausgabepreis.
"Viele Börsengänge der kleineren Unternehmen im ersten halben Jahr waren schwierig durchzuziehen", sagte Tim Albrecht, Manager der Fondsgesellschaft DWS. Ohne eine deutliche Besserung der weltweiten Stimmung an den Aktienmärkten seien Unternehmen mit Börsengangsplänen gut beraten, bis zum nächsten Jahr zu warten, sagten Banker und Fondsmanager. Innerhalb des nächsten halben Jahres gebe es kaum Hoffnungen auf ein besseres Klima für Börsengänge. Auch Anfang nächsten Jahres werde es schwierig sein, hieß es. "Wir brauchen wirklich deutliche Anzeichen für einen wirtschaftlichen Aufschwung, damit sich das Klima für Börsengänge verbessert", sagte Albrecht weiter.
Banker sagten, internationale Institute hätten bei einigen großen Werten des Neuen Marktes ihre Investitionen so dramatisch schrumpfen gesehen, dass sie einfach entschieden hätten, ihre Verluste abzuschreiben und den Rest zu verkaufen. raf
Gruß Kostolmoney
Frankfurt/Main - Die weltweite Aktienmarktschwäche und rückläufige Unternehmensgewinne führen nach Beobachtung von Aktienmarktexperten zu einer Art Kapitalflucht am Neuen Markt, was weitere Börsengänge in diesem Jahr unwahrscheinlich werden lasse. Anleger machten derzeit Fondsanteile zu Geld, was Fondsmanager zwinge, Positionen auch aus dem Auswahlindex Nemax-50 des Neuen Marktes aufzulösen. "Wir beobachten massive Rückgaben von Fondsanteilen besonders bei auf den Neuen Markt spezialisierten Fonds", sagte der Chef des Deutschen Aktiengeschäfts einer US-Bank. Fondsmanager würden dabei recht wahllos verkaufen und sich nicht nach der Qualität der Unternehmen richten, da sie schlicht Barmittel bräuchten.
Experten sagten, die deutschen Investoren hätten trotz des Börsensturzes noch nicht völlig das Vertrauen in Aktien verloren. Aber der geringere Geldfluss konzentriere sich auf sicherere Zufluchtsorte wie größere Aktien mit höherer Liquidität. Eine Analyse von Schröder Salamon Smith Barney zeigt, dass der Nettogeldfluss in deutsche Aktienfonds in den ersten fünf Monaten 2001 mit 6,7 Mrd. Euro weiter positiv gewesen ist. In der Vorjahresperiode lag der Wert allerdings noch bei 28,3 Mrd. Euro. Keines der elf Unternehmen, die trotz des Abwärtstrends in diesem Jahr am Neuen Markt neu gelistet wurden - im Vorjahr waren es 133 Unternehmen -, notiert derzeit über seinem Ausgabepreis.
"Viele Börsengänge der kleineren Unternehmen im ersten halben Jahr waren schwierig durchzuziehen", sagte Tim Albrecht, Manager der Fondsgesellschaft DWS. Ohne eine deutliche Besserung der weltweiten Stimmung an den Aktienmärkten seien Unternehmen mit Börsengangsplänen gut beraten, bis zum nächsten Jahr zu warten, sagten Banker und Fondsmanager. Innerhalb des nächsten halben Jahres gebe es kaum Hoffnungen auf ein besseres Klima für Börsengänge. Auch Anfang nächsten Jahres werde es schwierig sein, hieß es. "Wir brauchen wirklich deutliche Anzeichen für einen wirtschaftlichen Aufschwung, damit sich das Klima für Börsengänge verbessert", sagte Albrecht weiter.
Banker sagten, internationale Institute hätten bei einigen großen Werten des Neuen Marktes ihre Investitionen so dramatisch schrumpfen gesehen, dass sie einfach entschieden hätten, ihre Verluste abzuschreiben und den Rest zu verkaufen. raf
Gruß Kostolmoney
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