Attica ist die krasseste Zockerbude der Welt. Eine Art Roulette.
Aber bei der Eurobank sind seriöse Langfristinvestoren am Werk, die Bank solide zu sanieren. EB ist eben eine potentielle Turnaroundaktie, da schläft es sich selbst mit 50% Minus gut, weil man immer die Hoffnung hat, sein Geld in ein paar Monaten wieder zu sehen. Man muss hart und zäh sein, wenn man überzeugt ist.
Folgende Phantasie ist gegeben, G. einigt sich mit Geldgebern, setzt Reformprogramm um und beendet Rezession.
Griechische Bürger zahlen ihr Geld wieder auf Konten ein.
Kampf gegen Steuerhinterziehung zeigt Wirkung.
G. Wirtschaft wächst.
Immobilienpreise ziehen wieder an. Arbeitslosigkeit sinkt.
Zinsen steigen. EB macht Gewinn.
Kostolany schreibt in seinem letzten Vermächtnis, Die Kunst über Geld nachzudenken:
"Es ist extrem schwierig, v.a. für einen relativ unerfahrenen Spekulanten, gegen den allgemeinen Konsens zu handeln und zu kaufen, wo die Kollegen, die Freunde, die Massenmedien und die Experten zum Verkaufen raten. Denn sogar jener, der diese Theorie kennt und ihr folgen möchte, ändert im letzten Moment unter dem Druck der Massenpsychose seine Meinung und sagt sich: Theoretisch müsste ich zwar jetzt einsteigen, doch ist die Situation diesmal anders. Es stellt sich erst später heraus, dass auch diesmal antizyklisches handeln das Beste gewesen wäre. Man muss sehr trainiert, kühl und sogar zynisch sein, um sich der Massenhysterie zu entziehen. Dies ist die Conditio sine qua non für den Erfolg. Deshalb gelingt es an der Börse auch nur einer Minderheit, erfolgreich zu spekulieren. Der Spekulant muss also mutig, engagiert und weise sein. Sogar eingebildet darf er sein. Man muss sich sagen: Ich weiss es und die anderen sind alle Dummköpfe.
Hat der Spekulant es geschafft, sich der Massenpsychose zu entziehen, und hat er in der übertriebenen Abwärtsbewegung gekauft, muss er danach allerdings auch die Nervenstärke aufbringen, die Papiere zu halten - auch wenn sie noch weiter zurückgehen. Hier besteht die grosse Gefahr, strapaziert durch die eigenen Verlsute den Kopf zu verlieren.
Ist auch diese Hürde überwunden und der Markt beginnt mit seiner Aufwärtsbewegung, wird er Spekulant mit den zwischenzeitliche Rückschlägen konfrontiert, die es während eine Hausse immer wieder gibt." (Econ Verlag S. 165 bis 166)
In diesem Sinne, ein Schönes Wochenende. Börse ist nicht alles. Kunst, Musik, Kultur, schöne Frauen und gutes Essen sind viel wichtiger