Katastrophen-Rudy" für Merrill Lynch?


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sir charles:

Katastrophen-Rudy" für Merrill Lynch?

 
04.06.02 16:25
"Katastrophen-Rudy" für Merrill Lynch?

Das Brokerhaus Merrill Lynch erwägt, New Yorks Ex-Bürgermeister Rudolph Giuliani als Unternehmenssprecher einzusetzen.


Das größte Wertpapierhaus der Welt, Merrill Lynch, nahm schweren Imageschaden, als der New Yorker Staatsanwalt Eliot Spitzer beweisen konnte, daß die Analysten der Bank Aktien der Öffentlichkeit empfohlen hatten, die sie in internen E-Mails als "Mist" klassifiziert hatten. Seitdem ist der Aktienkurs von Merrill Lynch um 24 Prozent gefallen.


Nun läßt die Bank über ein Meinungsforschungsinstitut erheben, welchen Eindruck Rudolph Giuliani, New Yorker Bürgermeister zur Zeit des 11. September, als Unternehmenssprecher auf die Allgemeinheit machen würde. Giuliani, seit heuer Privatier, fungiert bereits als Berater der Bank.


Eine so außergewöhnliche Wahl wäre das nicht: Der Jurist Giuliani ist in der New Yorker Staatsanwaltschaft groß geworden und gilt seitdem als Kenner der Wall Street. Als Bürgermeister - seit 1994 - hatte sich der als "tough guy" geltende Giuliani zuerst mit erfolgreicher Verbrechensbekämpfung und Sozialpolitik ausgezeichnet, dann aber unter anderem wegen seines hitzigen Temperamentes und seines chaotischen Ehelebens an Beliebtheit verloren und wegen eines - mittlerweile überstandenen - Prostatakrebs nicht mehr der Wahl 2002 gestellt.


Mit dem 11. September 2001 kam dann Giulianis große Stunde. Das Magazin "Time" erklärte ihn zum "Mann des Jahres": "Als Ikone der Standfestigkeit inmitten des Chaos." Das könnte auch Merrill Lynch dringend brauchen. bloomberg


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