K1-Skandal gewinnt an Aufmerksamkeit


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Libuda:

K1-Skandal gewinnt an Aufmerksamkeit

 
30.10.09 19:28
www.n-tv.de/wirtschaft/...-groessere-Kreise-article570967.html
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Libuda:

Ich gehe einmal davon aus

 
03.11.09 20:24
dass nach der Wirtschaftskrise, die durch Zocken mitverursacht wurde, und nach den Gesehnissen, zu dem dieser Thread geschrieben wurde, niemand mehr auf Ideen kommt, wie sie noch im letzten Jahren in deutschen Zeitungen zu lesen waren:

www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/...utschen_aid_257227.html
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Libuda:

Den letzten Satz im vorstehenden Artikel

 
03.11.09 20:43
möchte ich etwas abändern. Dass man der Börse auch verlieren kann, wissen die meisten Leute und fordern da auch nicht, dass der Staat eingreifen soll. Das an der Börse manipuliert werden kann, ist aber auch erwiesen - und da sollte der Staat bzw. das sein Organ - das Bafin - energisch eingreifen. Man benötigt dazu kaum neue Gesetze, man muss die bestehenden, z.B. über Marktmanipulationen, nur anwenden.
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Libuda:

Madoffs Buchprüfer gesteht

 
04.11.09 09:41
www.n-tv.de/wirtschaft/...chpruefer-gesteht-article575201.html
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Libuda:

Auch für Börsenjournalisten gilt Kapitalmarktrecht

 
04.11.09 16:46
lautet heute eine Überschriften in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:

www.faz.net/s/...2E812580E4E2120768~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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Libuda:

Trotz unterschiedlicher Auffassungen gab es

 
04.11.09 16:51
zu einem Punkt Einigkeit, den ich aus dem Text in meinem obigen Posting zitiere:

"Wobei auch in der Fraktion der anwesenden Presserechtler Übereinstimmung herrschte, dass allein der Besitz eines Presseausweises nicht ausreichen könne, um Aktien, die ein Artikelschreiber womöglich selbst besitzt, ungestraft hochjubeln und dann schnell verkaufen zu können – ein Vorwurf, der unter dem Fachbegriff „Scalping“ schon einige prominente Betreiber von „Börsenbriefen“, Anlegermagazinen oder (auch öffentlich-rechtlichen) Börsensendungen getroffen hat."

Leider habe ich hier den Eindruck, dass das Bafin auf diesem Sektor fast nichts unternimmt - ob das schon Rechtsbeugung ist, kann ich als Nichtjurist nicht beurteilen.
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Libuda:

Ich stimme allerdings auch dieser These zu

 
04.11.09 18:10
die aus dem vorstehenden Artikel hier zitiere:

"Zugunsten redlicher Berichterstatter pochte der Verfassungsrechtler Christoph Ohler von der Universität Jena auf die Meinungs- und Pressefreiheit. Zwar sei es richtig, wenn Gerichte ebenso wie die Selbstverpflichtungen der meisten Verlagshäuser und auch das Arbeitsrecht eine sorgfältige Berichterstattung verlangten. „Doch der dabei aufgestellte Sorgfaltsmaßstab darf den Kommunikationsprozess nicht ersticken“, warnte der Lehrstuhlinhaber. Das „Rechtsgut der ungestörten Preisbildung an den Finanzmärkten“ müsse geschützt werden."

Aber die Meinungs- und Pressefreiheit und auch das Rechtsgut der ungestörten Preisbildung an den Finanzmärkten wird meines Erachtens nicht beschädigt, wenn der Autor aufgrund eines zu erlassenden Gesetzes erklären muss, ob er (und ihm verbundene Personen, soweit er von deren Aktivtäten informiert ist) entsprechende Aktien besitzt oder nicht. Meines Erachtens muss man dieses Gesetz gar nicht beschließen, sondern diese Pflicht  lässt sich auch aus dem Wertpapierhandesgesetz ableiten - aber sicher ist sicher, denn bekanntlich ist man nirgends so unsicher wie auf Hoher See und vor Gericht und daher sollte eine Gesetz her, dass den Richtern keine Ermessenspielräume in dem angesprochenen Punkt lässt.
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Libuda:

Auch wir sollten wie die Amis mehr Geld + Personal

 
04.11.09 18:46
in die Wertpapieraufsicht stecken:

finance.yahoo.com/news/...ries&pos=1&asset=&ccode=

Ein funktionierender Kapitalmarkt ist ein wesentlicher Nährboden für mehr Wachstum. Die Mögeleien am Neuen Markt haben z.B. für viele Jahre Ipo's beschädigt.
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Libuda:

Daher können die Amis auch so etwas durchziehen

 
05.11.09 20:08
finance.yahoo.com/news/...ries&pos=1&asset=&ccode=
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Libuda:

Und die Amis sind weiter auf einem guten Weg

 
06.11.09 22:53
www.faz.net/s/...05A49A29D9EA9DB6E6~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Während das Bafin und die zuständigen Staatsanwaltschaften offensichtlich den Schlaf der Ungerechten schlafen. Meint Ihr wirklich, dass in Deutschland alle Bängster treu zu ihrem Unternehmen gestanden haben und kein Börsenmagazin-Schreiben je eine Aktie gepusht hat und alle Moderatoren auf deutschen Internet-Boards Engel sind?
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Libuda:

Deckname Octopussy

 
06.11.09 23:12
www.faz.net/s/...39891497D3A0D40921~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Warum wendet die deutsche Justiz derartige Maßnahmen nur gegen den Raub von Banktresoren von Banden aus Osteuropa an und nicht gegen die sehr viel schädlicheren Weiße-Kragen-Täter unter uns?

Fragen über Fragen. Joe Sixpack wird hier immer besser geschützt, Lieschen Müller leider noch nicht.
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Libuda:

Fast keinerlei Schutz gibt es in Deutschland

 
07.11.09 13:30
vor Scalping.

Was darunter zu verstehen ist, wird hier unter Wikipedia erklärt:

de.wikipedia.org/wiki/Scalping
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Libuda:

Die entscheidenden Passagen zu dem Begriff

 
07.11.09 13:41
der Marktmanipulation findet Ihr in der Marktmanipulations-Konkretisierungsverordnung, die auf der Basis des § 20a des Wertpapierhandelsgesetzes erlassen wurde. Wenn sich die Bafin um deren Durchsetzung drückt, ist es Aufgabe der vorgesetzten Behörde des Bafins, des Finanzministeriums, das durchzusetzen. Da der neue Finanzminister Schäubele ja von der Juristerei kommt, sollte er sich damit schleunigst befassen. Wenn auch diese Marktmanipulations-Konkretisierungsverordnung und der § 20a des Wertpapierhandelsgesetzes zu viel Spielräume lassen, sollte Herr Schäubele schnellsten eine neue Gesetzesvorlage auf den Weg bringen oder die Verordnung, ändern - denn das letztere kann er selber.

Allerdings meine ich, dass auch die momentane Fassung der Marktmanipulations-Konkretisierungsverordnung schon genug Handhabe bietet, wie die folgenden Passagen zeigen:



§ 4 Sonstige Täuschungshandlungen
(1) Sonstige Täuschungshandlungen im Sinne des § 20a Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 des Wertpapierhandelsgesetzes sind Handlungen oder Unterlassungen, die geeignet sind, einen verständigen Anleger über die wahren wirtschaftlichen Verhältnisse, insbesondere Angebot und Nachfrage in Bezug auf ein Finanzinstrument, an einer Börse oder einem Markt in die Irre zu führen und den inländischen Börsen- oder Marktpreis eines Finanzinstruments oder den Preis eines Finanzinstruments an einem organisierten Markt in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum hoch- oder herunterzutreiben oder beizubehalten.

(2) Anzeichen für sonstige Täuschungshandlungen sind auch Geschäfte oder einzelne Kauf- oder Verkaufsaufträge, bei denen die Vertragspartner oder Auftraggeber oder mit diesen in enger Beziehung stehende Personen vorab oder im Nachhinein
1. unrichtige oder irreführende Informationen weitergeben oder
2. unrichtige, fehlerhafte, verzerrende oder von wirtschaftlichen Interessen beeinflusste Finanzanalysen oder Anlageempfehlungen erstellen oder weitergeben.
(3) Sonstige Täuschungshandlungen sind insbesondere auch
1. die Sicherung einer marktbeherrschenden Stellung über das Angebot von oder die Nachfrage nach Finanzinstrumenten durch eine Person oder mehrere in Absprache handelnde Personen mit der Folge, dass unmittelbar oder mittelbar Ankaufs- oder Verkaufspreise dieser Finanzinstrumente bestimmt oder nicht marktgerechte Handelsbedingungen geschaffen werden;
2. die Nutzung eines gelegentlichen oder regelmäßigen Zugangs zu traditionellen oder elektronischen Medien durch Kundgabe einer Stellungnahme oder eines Gerüchtes zu einem Finanzinstrument oder dessen Emittenten, nachdem Positionen über dieses Finanzinstrument eingegangen worden sind, ohne dass dieser Interessenkonflikt zugleich mit der Kundgabe in angemessener und wirksamer Weise offenbart wird.
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anjab:

was haste jetzt wieder für ein prob?

 
07.11.09 13:43
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Libuda:

Sehr präzise ist der einleitende Satz

 
07.11.09 16:08
bei Wikpedia in meinem Scalping-Posting in 39: "Scalping (englisch to scalp: „skalpieren, das Fell über die Ohren ziehen“) bezeichnet das Vorgehen mancher Fondsmanager, Herausgeber von Börsenbriefen, Wirtschaftsjournalisten und anderer umgangssprachlich bisweilen „Börsengurus“ genannter Personen, zu einem günstigen Kurs marktenge Aktien meist kleiner Unternehmen zu kaufen und anschließend gezielt positive Meldungen über das Wertpapier auszustreuen und es in der Öffentlichkeit zum Kauf zu empfehlen."

Allerdings würde ich Wikipedia noch folgende Ergänzung empfehlen: Besonders wirksam ist Scalping, wenn die oben genannten "Scalper", Fondsmanager, Herausgeber von Börsenbriefen, Wirtschaftsjournalisten und andere umgangssprachlich bisweilen "Börsengurus" genannten Personen, Aktionen zum Pushen einer Aktie simultan koordinieren und sich somit zu einer kriminellen Bande zusammenschließen."
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Libuda:

In Deutschland wäre das nie raugekommen

 
07.11.09 18:44
weil das Bafin und die zuständigen Staatsanwaltschaften derartige Machenschaften nach meiner Einschätzung tolerieren.

www.faz.net/s/...CAB9BA04E9837CD9F9~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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Astragalaxia:

mir fällt auf

 
07.11.09 19:46
dass du in allen deinen threads monologe schreibst...warum?
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Libuda:

Das war im Abacho-Thread

 
07.11.09 21:06
wo ich zuletzt geschrieben haben, sicher nicht der Fall.

In einigen anderen Threads sind sicher manche von mir angepackte Themen sehr kompliziert, sodass mancher dazu nichts schreiben kann.

Und schließe schreibe ich sehr viel zu im Hot-Stock-Bereich zu einer Aktie, nämlich Internet Capital, die eigentlich gar keine Hot-Stock-Aktie mehr ist, seit sie seit Jahren mit 100% Eigenkapital arbeit - aber ich will, weil dieser Thread nun fast vier Jahre besteht, den Board nicht wechseln. Bei dieser Aktie gab es früher recht lebhafte Diskussion, aber seit die mit 100% Eigenkapital arbeiten, ist die Zocker-Fantasie verschwunden. Trotzdem greifen da im Schnitt 100 Poster pro Tag zu. Allerdings ist der Nutzen da für mich sehr viel geringer als früher, denn eigentlich poste ich da, um auch etwas von anderen zu erfahren.
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Libuda:

Und viellicht noch ein Ergänzung

 
07.11.09 21:10
Postings von Ahnungslosen, die sich profilieren wollen, habe ich, aber nur wenn sie unverschämt sind, abgebürstet - denn für derartige Spielchen ist mir meine Zeit zu schade.
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Libuda:

In meinem Posting 42 hatte ich

 
07.11.09 22:20
Wikipedi ja folgende Einleitung empfohlen:

Allerdings würde ich Wikipedia noch folgende Ergänzung empfehlen: "Besonders wirksam ist Scalping, wenn die oben genannten "Scalper", Fondsmanager, Herausgeber von Börsenbriefen, Wirtschaftsjournalisten und andere umgangssprachlich bisweilen "Börsengurus" genannten Personen, Aktionen zum Pushen einer Aktie simultan koordinieren und sich somit zu einer kriminellen Bande zusammenschließen."

Ich könnte mir beim Scalping auch noch einige Steigerungen vorstellen.

Erste Steigerung: Das ganze würde durch von der kriminellen Bande installierten ID's auf Aktienboards unterstützt.  Solche ID's existieren nach meiner Wahrnehmung schon. Man erkennt sie meines Erachtens, dass sie im wesentlich nur während der üblichen Büroöffnungszeiten posten - also an Samstagen und Sonntagen eine Auszeit haben, denn die von diese Banden Angestellten sind eben auch nur Arbeitnehmer.

Zweite und ultimative Steigerung: Die Banden schleussen auf Aktienboards Moderatoren ein, die negative Postings zu einer Aktien löschen und der Verfasser sperren.
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Libuda:

Ob Ihr den zweiten Punkt in meinem

 
07.11.09 23:22
letzten Posting schon beobachtet habt, überlasse ich Euch.
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Libuda:

Auch in Europa soll es jetzt den Anlagebetrügern

 
08.11.09 19:09
härter an den Kragen gehen.

www.handelsblatt.com/finanzen/...anager-unter-beschuss;2480562
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Libuda:

Eine Passage aus dem Text in meinem

 
08.11.09 19:16
letzten Posting kann ich allerdings nicht nachvollziehen:

"Den Anlegern der K1-Fonds wird das allerdings wenig nützen. Sie zittern seit Ende Oktober um ihr Geld. Damals wurde K1-Gründer Helmut Kiener verhaftet. Die Staatsanwaltschaft Würzburg wirft dem 50-jährigen gelernten Psychologen vor, die Großbanken Barclays und BNP Paribas um rund 280 Mio. Dollar geprellt zu haben. Er soll rund um den in der Karibik registrierten Hedge-Fonds K1 Global Sub Trust ein verzweigtes Netz an Firmen aufgebaut und Geld für Luxusimmobilien in Florida, Flugzeuge und Helikopter abgezweigt haben. Doch selbst eine strengere Regulierung hätte die Anleger nicht schützen können. Denn die deutsche Finanzaufsicht BaFin untersagte Kiener bereits 2001 das Geschäft. Gestört hat ihn das nicht. Seitdem haben seine Fondsgesellschaften K1 Invest und K1 Global ihren Sitz auf den British Virgin Islands – und deren Aufsicht gilt als ausgesprochen lax."

Frage an das Bafin: Warum hat das Bafin nicht auch den Vertrieb in Deutschland untersagt? Sollte British Virgin Islands sich über Großbritannien aufgrund des Europarechts die Vertriebsmöglichkeiten erschlichen haben, gilt es den Briten den Pistole auf die Brust zu setzen. Aber untersagen hätte das Bafin den Vertrieb auf alle Fälle können und dann hätten die British Virgin Isalnds gegen ihre Diskriminierung als "Europäer" klagen können. Das hätte vermutlich soviel Staub aufgewirbelt, dass keiner die Papiere des Herrn Kiener vertrieben hätte.
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Libuda:

Wir Deutschen haben die besseren Madoffs

 
15.11.09 22:05
dank der "exzellenten" Arbeit des Bafins:

www.ftd.de/finanzen/alternativen/...ebertrumpfte/50037748.html


Da her mein Rat an alle Anlagebetrüger, wie z.B. Scalper und in Bilanzen wichtige Risiken verschweigende CEO's: Kommt alle nach Deutschland - da passiert Euch nichts.
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Libuda:

Und noch ein Rat als Schutz

 
15.11.09 22:08
vor den zuständigen Staatsanwaltschaften: Bescheisst nicht um kleine Summen, denn sonst seit ihr dran.
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xerxes29:

Kiener K1/VS Spanien

 
09.12.10 14:37

Es wird noch mal spannend. Frerichs - der genau wie Smolek, Mittendorf, Zündorf, Plath und wie sie alle heißen, nur Handlanger Kieners war - hatte sein Büro geräumt, bevor die spanische Polizei zugriff auf seine Unterlagen bekam.
Diese Unterlagen lagerten bei seinem Sohn auf Mallorca und sind Basis einer neuen Dokumentation, die jetzt paralell zur Prozesseröffnung fertig gestellt wurde.
Besonders interessant ist wohl, das aufgezeigt wird wie bereitwillig die Banken (Zürich Capital Markets, später BNP Parisbas, Bear Stearns , jetzt JPM und Barclays mitgespielt haben.
Vor allem ist auch spannend, wer denn am Anfang (August/September 2002)überhaupt bei der Schaffung des K1 Konstrukts mitgeholfen hat.
Jedenfalls wird hier gleich bei mehreren Beteiligten grob fahrlässiges Handel aufgezeigt. Auch von einem namhaften Wirtschaftsprüfer, der Vorgänger der Treukapital war.
Involvierte Anwälte bekommen wohl auch ihr Fett weg.
Es wird einige peinliche Fragen geben und die sog. Opfer werden sich hiernach weitere Krokodilstränen sparen können.
Mehr hier: www.vsspanien.info/

 

p.s. Das ausgerechnet obige Wertpapierhandelsbank in diesem Thread Werbung macht, ist an Komik nicht zu überbieten
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