kann ich eigentlich nur zustimmen und das ist mE auch ein Schwachpunkt in der Verteidigung von Kali und Salz. Wenn man ausführt, dass die Aktie deutlich mehr als 41 Euro wert ist- und ich will das überhaupt nicht bezweifeln- dann sollte man das dem Kapitalmarkt eben auch deutlich kommunizieren und so belegen, dass es letztlich im Markt auch ankommt.
Wenn ich es richtig sehe, hat ja Kali und Salz zuletzt einige Investor Relations-Aktivitäten, sprich Road Shows und sicher eine Vielzahl von Gesprächen mit institutionellen Investoren und Analysten geführt.
Dennoch- und das ist eben letztlich auch eine Antwort des Kapitalmarktes, ist die Aktie trotz Potash bei einem unterestellten Ergebnis von ca 2,90 EPS mit weniger als 12 PER bewertet, für einen Spezialwert mit Wachstum, Diversifikation und Dividendenfantasie in einem NullZins-Umfeld eine überaus niedrige Bewertung.
Ganz ehrlich gesagt, dem Kurs sieht man aktuell ja nun wirklich nicht an, dass da ein Unternehmen Übernahmeinteresse signalisiert.
Sicher ist es aktuell so, dass die Börsen schwächeln und das auch den Kurs von Kali und Salz tangiert. Es ist aber nun mal so, dass bei niedriger Bewertung einer Aktie eben auch bei niedrigeren- wie man niedrig denn auch immer definieren will- Interesse bei den Investoren auslöst.
Eines ist klar, wäre die Kali und Salz-Aktie vom Markt zum Zeitpunkt der potash-Offerte- ich wähle mal das Worte Offerte, obwohl es ja genaugenommen keine richtig ist, bis dato- dann würden wir heute nicht über 41 E, vermutlich nachgebessert so um die 45 E- rumspekulieren.
Es ist nun mal so, dass die Marktbewertung eben auch die Grundlage für potentielle Übernahmepreise ist. Und leider schafft es die Gesellschaft bis dato offensichtlich nicht, dem Markt eine höhere Bewertung der Gesellschaft abzufordern.
Der niedrige Kurs und die bisher vergeblichen Bemühungen der Gesellschaften, die deutlich höheren Kurspotentiale dem Markt so zu kommunizieren, dass ein deutlich höherer Aktienkurs Potash stärker unter Druck setzt, ist mE wirklich ein Manko.
Im übrigen, bei aller Dankbarkeit und Anerkennung für die wirklich hervorragenden Informatonen von reitz, aber die Aktionärsbefragung würde ich deutlich niedriger in ihrer Bedeutung ansetzen. Und ich denke, das kann ich aus meinem beruflichen Hintergrund sehr gut bewerten.
Zum einen ist es so, dass bei einem Angebot - nehmen wir mal ruhig die 41 Euro- man als Investor nicht nur das Angebot isoliert sehen muss und sollte. Es kommt ganz entscheidend darauf an, in welchem Börsenumfeld ein solches Angebot kommt.
41 Euro für Kali und Salz sind aus Investorensicht völlig unterschiedlich zu beurteilen, ja nachdem wie der Markt insgesamt positoniert sind. Bei einem DAX von sagen wir 9500 würde ich das sofort annehmen, auch dann, wenn ich meine, dass die Gesellschaft damit mittelfristig zu tief bewertet ist. Einfach deswegen, weil ich bei dem Indexstand jede Menge unterbewerteter Topwerte finden kann.
Bei einem DAXstand von sagen mir mal 12 Tsd , wo der Markt ambitiös bewertet ist, käme es mir nicht in den Traum in den Sinn, das Angebot ernst zu nehmen.
Potash ist deswegen - und jetzt denken wir mal im Sinne von Potash- gut beraten, rechtzeitig ihre Interessen etwas dezidierter anzugehen, und das werden sie mE auch alsbald tun. Da stimme ich brokersteve zu. Ich erwarte auch, dass da alsbald konkreteres kommt ,und die ein paar Euro drauflegen werden.
Was die Aktionäre da in der Aktionärsbefragung gesagt habe, ist sicher von gewisser Aussagekraft, das soll gar nicht bestritten werden. Allerdings eben auch nur begrenzt.
ich habe zB gar nicht geantwortet, weil ic h so etwas nicht seriös beantworten kann.
Denn ich bin sowohl Langfristanleger wie auch Superkurzfristanleger in einem. Das eine schliesst mE das andere überhaupt nicht aus. Im übrigen ist es immer eine Sache, auf eine Befragung theoretischer Natur etwas zu antworten und eine andere Sache zu sehen , wie man verhält , wenn ein Angebot vorliegt, dass - sagen wir mal 1/3 über den letzten Marktpreisen liegt.
Und wie oben geschrieben, die Entscheidung wird sicher nicht nur für mich davon abhängen, was man am Markt für das Angebot neu einkaufen kann.