die frage beantworten, kann ich nicht.
aber die Möglichkeit und den sinn, falls sich yara in das tunier mit einbringt könnte hier sicher zu einer interessanten Diskussion führen.
hierzu möchte ich einmal in die Historie zurückblicken.
vor ein paar wenigen jahren hat die "leibliche mutter" von k+s, BASF das gemeinsame Betätigungsfeld FERTIVA überraschend (und vermutlich nicht zum Wohlgefallen von k+s) an Eurochem veräussert und somit k+s ebenfalls "genötigt" ihren part an eurochem abzutreten. der markt ging damals davon aus, dass der deal zwischen yara und BASF stattfindet.
man muss wissen, dass beide, eurochem, als auch Yara Kalidünger als Grundsubstanz benötigen -und beide!!! gute kunden von k+s sind. nachdem sich eurochem in kürze selbst mit dem Grundstoff kali versorgen kann, werden sie einen Wettbewerbsvorteil gegenüber yara haben. im Gegenzug hat sich yara in Südamerika förderrechte für eine kalimine gesichert. die mine wird, soweit ersichtlich derzeit nicht zeitlich forciert (niedriger potashpreis).
würde mit k+s eine verlässlicher Lieferant ganz in der Nachbarschaft wegfallen, wäre man mehr oder weniger auf die canpotex angewiesen.
-und hier könnten dann schon in kürze kartellrechtliche bedenken bestehen. zumindest ist es nicht im sinne von yara. es dürfte sehr klar sein, dass eurochem mit dem gleichen Eigentümer(mr. Putin) nicht im Wettbewerb mit uralkali auftretzen wird. dies ist auch die verdeckte aussage aus der Botschaft von redenius.
hier sehe ich die vorab schon diskutierte Situation schon etwas kritischer. eurochem wird sicher einen teil seiner Produktion für seinen Eigenbedarf verwenden. davon wird k+s schon deutlich betroffen sein. die menge wird dann k+s fehlen, und somit6 wäre der markt auch wieder direkt betroffen.
natürlich, und da schliesse ich mich doc an, ist die Studie von pers. subjektiven Motiven geprägt. sicher sind die Förderkosten in Russland und auch in Canada auf den ersten blick niedriger. allerdings kostet eine "abgesoffene" mine auch Geld!:)
zudem liegt die wette für mich ganz klar bei den wechselkursrisiken.
um es mal grob zu formulieren:
bei einem usd vs. euro kurs von
-1,50 wird k+s grösste Schwierigkeiten, bei
-1,00 wird PCS in nöten kommen.
das ganze schlägt sich auch bei der für PCS dann wichtigen Kalkulation für den nicht optimal liegenden empfangsort Europa nieder. da die frachtkosten(ca. 60 usd/t) eben in usd fakturiert werden, werden sich die Lieferungen nach Europa für den Empfänger verteuern, oder das Ergebnis für den Lieferanten verringern.
die für k+s in Sichtweite gekommene Produktion auf 2 Kontinenten erweist sich nunmehr deutlich als genialer Vorteil. legacy war für PCS (canpotex) im wahrsten sinne ein stich ins herz. für mich erstaunlich der sehr späte Zeitpunkt der Erkenntnis
man hat den fehler gemacht und hat unterschätzt, mit welcher Professionalität k+s das "Bauwerk" erstellt. immerhin ist es seit 40 jahren die erste kalimine in Canada.
dutzende haben eine Fertigstellung angekündig, manche versprechen es ihren Aktionären auch heute noch:) Resultat 0
aber nun wieder zurück zur eigentlichen frage:
wenn yara die nötige finanzstärke aufbringen kann (das traue ich dem unternehmen zu, auch in hinblick auf dem europäischen einheitsgedanken:)), dann wäre dies sicherlich nicht die schlechteste variante -für die meisten beteiligten zumindest.
wie nervös die düngemittelmärkte agieren kann man derzeit gut erkennen.
wir werden hier weiter nach dem hl. Gral suchen, es wird spannend bleiben, mit -oder ohne weißen ritter.:)
glück auf!
umbrellagirl