Ich glaubte mich schwach zu erinnern, dass in den Q1 Präsentation oder im nachgelagerten Conference Call über das Salzgeschäft und hier über den Ausbau der Vertriebswege nach Afrika diskutiert wurde. Fall sich mich irre dann sorry.
> K+S wird von allen Seiten bestens beraten.
Sicher und wer sich in Unternehmen und auf dieser Ebene auskennt weiß, dass hier, gerade deshalb leider nicht immer die Interessen des Unternehmens im Vordergrund stehen!
> Was soll man deiner Meinung nach machen ?
> Den 41 Euro zustimmen ? Oder für die Konkurrenz die Bücher öffnen?
Natürlich nicht!, ich meinte der Einladung folgen, sondieren und den Wert und damit den Preis besprechen. Das hat nichts mit "Basar" zu tun. Was genau spricht hier dagegen?
> Sie verstehen es nur auch eine intelligente taktische Position einzunehmen.
> Wer taktisch handelt plaudert nicht, sondern tastet sich voran.
Taktisch oder überheblich, das ist die Frage. Sicher ist, dass Potash es lieber freundlich über die Bühne bringen will. Es ist aber ein Frage des Preises, des Verhaltes des "Opfers" und der Hürden.
> Hürden bei feindlicher Übernahme:
> - ungeklärte Rechtslage seitens der Kartellbehörden
Wo ist der unterscheid zwischen feindlich und freundliche (ich unterstelle dem EU-Kartellamt mal neutralität)
> - große Probleme mit Arbeitnehmervertretungen
die sehe ich in beiden Fällen, wenn den Arbeitnehmern nicht genügend Rechenschaft getragen wird.
> - explosive Lage innerhalb der Belegschaft
siehe Punkt vorher, allerdings klingt das Erfahrungsgemäß recht schnell ab da diese der Angst um den Arbeitsplatz weicht (Konkurrenzdenken). Und: Es in beiden Fällen (feindlich und freundlich) die gleichen gesetzlichen Arbeitnehmerregelungen gibt.
> - keinerlei Feedback wieviel Aktien man zu welchem Preis wirklich bekommt
> -> Sitzenbleiben auf einem großen Betrag.
Wenn man selber aufkauft für Betrag X dann weiß man wie viel man entweder gekauft hat oder/und vertraglich angedient wurden. Da man die Anzahl der gesamten Aktien kennt sollte man das berechnen können. Oder meinst du damit dass es im schlimmstenfalls Leute gibt die spät oder gar nicht verkaufen wollen und hier der Preis zu teuer bzw unkalkulierbar wird. Sehe ich aber auch nicht, da ich glaube, dass die Masse zu 41 verkauft und der Rest, im Summe, verhältnismäßig nicht mehr ins Gewicht fällt. Außerdem: Selbst wenn der Vorstand die Annahme empfehlen würde, kann das obige genau so passieren.
> Umweltauflagen, z.b. dahingehend Einfluss nehmen das die Pflichten des
> Unternehmens für den Umweltausgleich an die Produktion gekoppelt werden.
Letzteres würde nur einer betriebsbedingten Schießung /Abbau von Abeitsplatzen die Tür öffnen. Umweltauflagen, ja, ist ja nichts Neues, man versucht doch bisher schon K+S möglichst viele Prügel in den Weg zu werfen. Man erinnere sich an die Worte von Steiner bezüglich Aktivisten als er sich über die Demonstrationen und "Puppen an Galgen" aufgeregt hat. Wenn Potash übernimmt, dann wird die Politik wohl so schlau sein und mit den Umweltauflagen etwas umsichtiger agieren, es stehen so oder so Arbeitsplätze auf dem Spiel.