@Reiz: Du hast mit deinen Ausführungen (Endlagermöglichkeit, Nahrungsversorgung, etc.) völlig recht, allerdings würde das dann eine anders geartete Initiative der Regierung nötig machen und die Kompetenz des Karellamtes völlig übersteigen. Aus diesen Gründen dürfte das Karellamt hier nicht mitmischen (Das Deutsche eh nicht wenn dann das Europäische)
Ich sehe aktuell keine relevanten kartellrechtlichen Hürden falls Potash eine ausreichende Arbeitsplatzgarantie abgibt. Letztere ist jedoch auch von K+S nicht gegeben, denn wenn es einem Unternehmen schlecht geht, dann ist eben nun mal der wesentliche Kostensparer eine betriebsbedingte Kündigung.
Da sich in Europa Potash und K+S so gut wie nicht berühren, kann von einem Wegfall von Wettbewerb eh nicht ausgegangen werden (Europäische Brille). Anders z.B. in Südamerika, aber was sollen deren Wettbewerbshüter schon ausrichten.
@all:
UND: Bisher sind die Botschaften von K+S Richtung Potash sehr freundlich. Meine Einschätzung ist, dass K+S grundsätzlich und unter gewissen Voraussetzungen nicht abgeneigt ist. Ich für meinen Teil sehe (betrachtet man sinnvollerweise rein die Meldungen der beiden Unternehmen) den aktuellen Prozess als klassisches Rollenspiel der Beteiligten.
Meine einzeige Frage ist, ob sich Potash ein höheres Angebot überhaupt leisten kann. Docs Einschätzung ist, dass diese enge Grenzen hat. Ich für meinen Teil habe hier keine Erfahrung welche unternehmerischen Rahmenbedingungen für solch ein Invest eine Rolle spielen. Generell würde ich jedoch sagen, dass die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen äußerst gut sind. Die Zinsen sind niedrig, der Euro schwach, Banken und auch Investoren suchen nach potenten Schuldnern, Potash ist risikoarm, gut kalkulierbar und mit dem Salzgeschäft nochmlas risikoärmer. Dadurch auch bei längerfristigen Laufzeiten der ideale Schuldner. Deshalb: Wo sollte das Problem sein eine Milliarde mehr aufzutreiben? Die Banken werden Potash (und vermutlich auch K+S) dazu treiben hier nicht aufzugeben.