ermöglichen Ennocon die faktische Beherrschung von Kontron in der Hauptversammlung.
Man sollte nicht vergessen, dass es sich um ein gesetzliches Pflichtübernahmeangebot handelte und Ennocon zu keiner Zeit eine Übernahme von Kontron aktiv anstrebte.
Dass entgegen der Empfehlung des Managements dennoch fast 20% der Aktien zu 23,50 angedient wurden, ist definitiv kein Vertrauensbeweis des Kapitalmarkts an das Konzron Management.
Wann hat Kontron zuletzt eine Quartalsmitteilung publiziert, die nicht intraday zu einem prozentual zweistelligen Kursverlust führte?
Für buy and hold Aktionäre ist diese Aktie ob ihrer unfassbar hohen Vola ein Trauerspiel.
Wer wäre ernsthaft überrascht, wenn Kontron am 6.8. einmal mehr einen Flashcrash erlebt?
Selbst wenn es intraday sofort wieder hoch ginge, hätte man eine weitere Chance auf schnelle Tradinggewinne verspielt, wenn man etwaig sich bietende Kaufkurse ungenutzt lässt.
Die Kommunikation ist einfach so miserabel, dass Shortspezialisten immer wieder ein Haar in der Suppe finden, um den Kurs unvermittelt abstürzen zu lassen.
Ich habe meine Aktien komplett angedient in der Hoffnung, am 6.8. erneut deutlich günstigere Kaufkurse, bestenfalls nochmal sub 20 EUR Kurse präsentiert zu bekommen.
Das Unternehmen sehe ich in seiner Substanz stark unterbewertet an, das Management indes sehe ich ob seiner absolut intransparenten Kommunikationspolitik sehr kritisch und maßgeblich für die extreme Vola verantwortlich.
Mit den Q1 Zahlen wurde die Umsatzguidance geradezu brachial gekürzt und man hielt es nicht einmal für angezeigt, diese krasse Prognosefehlleistung offen einzugestehen oder überhaupt als solche zu kennzeichnen.
Egal wie stark und häufig man die eigenen Prognosen über die letzten Jahre systematisch verfehlt, es läuft immer erwartungsgemäß... kein kritisches Wort zu Managementversagen bei der Prognoseerstellung und Marktkommunikation.
Die Güte / Verlässlichkeit von Prognosen des Managements ist einer der wesentlichen, wenn nicht der wichtigste Pfeiler für nachhaltiges Anlegervertrauen und damit eine absolut entscheidende Determinante der Vola.
Ein CEO, der sich selbst unfassbar geil findet, obwohl der Chart über Jahre das Gegenteil sagt, ist einfach eine grandiose Fehlbesetzung.
Wenn man im langfristigen Bild einen LuRo Chart wie Amazon, Apple oder Meta hätte, könnte man es nachvollziehen. Aber bei Kontron ist seit Jahren das krasse Gegenteil der Fall.
Für buy and hold Aktionäre hieß es bisher immer wieder, wie gewonnen so zerronnen.
Die rationale Antwort darauf heisst aktives Trading. Sell high, buy low!
Offen gesagt schade für ein Unternehmen, dessen Produkte in vielen Bereichen absolut Weltklasse sind!
Solange der Vorstand aber nur Kreisklasse spielt...