Wöchentlicher Bericht über die Entwicklung der
Aktienmärkte: 3. - 7. Dezember 2001
NUR FÜR PROFESSIONELLE ANLAGEBERATER
Alle genannten Erträge in lokalen Währungen
USA: Wirtschaftsdaten
verstärken Zuversicht
Die Kurse der US-Aktien wurden durch
weitere ermutigende Wirtschaftsdaten
nach oben getrieben. Der NASDAQ
stieg um 4,7% an, während der Dow
Jones und der S&P 500 um 2,0% bzw.
1,7% zulegten. Die Anzeichen dafür,
dass eine konjunkturelle Erholung
unmittelbar bevorstehen könnte,
wurden durch aktuelle
Wirtschaftsdaten gestützt. Diese
zeigten, dass die
Verbraucherausgaben im Oktober
einen Rekordanstieg um 2,9%
vorlegten, während sie im September
noch um 1,7% zurückgegangen waren.
Ursache dafür war, dass die
Verbraucher die Vielzahl der
Preisnachlässe nutzten. Verstärkt
wurde der Optimismus der Anleger
durch den NAPM Factory-Index, der
nach 39,8 im Oktober auf 44,5 im
November zulegte. Gleichzeitig stieg
der Non-Manufacturing-Index auf 51,3
an, nachdem er im Oktober auf ein
Rekordtief von 40,6 gesunken war. Die
Begeisterung über eine mögliche
konjunkturelle Erholung im Jahre 2002
wurde jedoch durch die
Arbeitslosenquote gedämpft. Diese
stieg im November auf ein 6-
Jahreshoch von 5,7% an. Darüber
hinaus kam es im nichtlandwirtschaftlichen
Bereich zu einem
Rückgang der Beschäftigtenzahlen um
331.000. Aufgrund der möglicherweise
negativen Auswirkungen von
Arbeitsplatzverlusten auf das
Verbrauchervertrauen sowie die
Konsumausgaben beobachtet man die
Lage am Arbeitsmarkt nach wie vor
sehr genau. Obwohl die kurzfristigen
Aussichten der Wall Street aufgrund
der Angst, dass die Märkte in den
letzten Monaten zu stark und zu
schnell angestiegen sein könnten,
etwas eingetrübt ist, sind die
längerfristigen Zukunftsaussichten
weniger heikel. Wir glauben, dass sich
die Senkung der Zinssätze in
Verbindung mit der umfangreichen
Zuführung von Liquidität als
ausreichend erweisen werden, um die
konjunkturelle Entwicklung wieder
anzukurbeln. Zu einer konjunkturellen
Erholung wird es vermutlich in der
ersten Hälfte des Jahres 2002
kommen. Deshalb sollten die
niedrigen Zinssätze und die hohen
Liquiditätsreserven dazu beitragen,
den Aktienmarkt zu stützen.
Gleichzeitig werden sich
Wachstumswerte angesichts der
derzeit hohen Bewertung vieler
zyklischer Value-Titel wahrscheinlich
besser entwickeln als Value-Werte.
Europa: EZB und Bank of
England behalten Zinsen
unverändert bei, SNB senkt
Zinsen um 0,50%
Beflügelt durch Hoffnungen auf eine
konjunkturelle Erholung im Jahre 2002
stiegen die europäischen Märkte im
Wochenverlauf an. Der deutsche DAX
und der französische CAC 40
tendierten mit einem Kursplus von
4,2% bzw. 3,7% besonders fest, da
sich Aktien aus dem
Technologieumfeld weiter
überdurchschnittlich entwickelten.
Auch der schweizerische SPI General
legte kräftig zu und notierte zum Ende
der Börsenwoche 3,2% höher, weil die
Anleger durch eine weitere 0,50%ige
Senkung der Zinsen durch die
Schweizerische Nationalbank ermutigt
wurden. Im Gegensatz dazu gelang
dem britischen FTSE 100 lediglich ein
Plus von 1,2%. Die britische Börse
wurde durch die Kursschwankungen
von Öltiteln und in bezug auf den
Zusammenbruch von Enron durch
Besorgnisse um das Engagement der
Banken sowie die argentinische
Finanzkrise belastet. Die britischen
Wirtschaftsdaten fielen uneinheitlich
aus. So stiegen die Immobilienpreise
und die Einzelhandelsumsätze weiter
an, wohingegen die
Industrieproduktion für den Oktober
sowie der Einkaufsmanager-Index für
den November weiter zurückgingen.
Die Wirtschaftsdaten in der Eurozone
fielen fester aus. Dies trifft
insbesondere auf den
Einkaufsmanager-Index für den
November zu, der erste Anzeichen für
eine Erholung im weiterverarbeitenden
Sektor Europas auswies. Obwohl
sowohl die Europäische Zentralbank
als auch die Bank of England ihre
Zinsen bei ihren jeweiligen Sitzungen
im Wochenverlauf unverändert
beibehielten, sind die Anleger nach
wie vor zuversichtlich, dass eine
sinkende inflationäre Entwicklung in
den nächsten Monaten weitere
Zinssenkungen ermöglichen wird. Dies
erwartet man insbesondere von der
EZB, da das Konsumverhalten in der
Eurozone schwächer ausfiel als in
Großbritannien. Wir sind wirklich
hoffnungsvoll, dass die zusätzlichen
Zinssenkungen auf globaler Ebene, die
seit dem 11. September bereits erfolgt
sind, im nächsten Jahr weltweit eine
kräftige konjunkturelle Erholung
auslösen werden. Zu diesem Zeitpunkt
sollte der Vorteil Europas im Hinblick
auf das Bewertungsniveau eine
überdurchschnittliche
Wertentwicklung europäischer Aktien
zur Folge haben.
Pazifische Region: Japan
wieder in Rezession
Entmutigende Wirtschaftsdaten
drückten den breit gefassten
japanischen TOPIX in Verbindung mit
dem erneuten Zusammenbruch eines
renommierten Unternehmens im
Wochenverlauf mit 0,4% ins Minus.
Der Rückgang des BIP für das III.
Quartal von 0,5% bestätigte, dass
Japan wieder einmal in eine Rezession
abgerutscht ist. Gleichzeitig wirkten
sich die düsteren Wirtschaftaussichten
auf das Anlegervertrauen besonders
negativ aus, da die Regierung für das
Jahr 2001 ein BIP-Wachstum von
minus 0,9% vorhersagt. Auch die
Verbraucherausgaben fielen
besorgniserregend schwach aus und
gaben im III. Quartal um 1,7% nach.
Da die Arbeitslosenzahlen bereits auf
einem Rekordhoch von 5,4% liegen,
wird der Konsum der Privathaushalte
wahrscheinlich mindestens noch in
den nächsten zwei Quartalen sehr
niedrig ausfallen. Der einzige
Hoffnungsschimmer sind die
Investitionsausgaben der
Unternehmen, die im Quartalsverlauf
unerwartet deutlich um 1% anstiegen.
Eine für die zukünftigen japanischen
Unternehmensgewinne entscheidende
Frage ist die, ob sich die
Investitionsausgaben angesichts eines
negativen Umsatztrends weiter
behaupten können. Außerdem wurde
das Bauunternehmen Aoki das jüngste
Opfer der allgemein hohen
Verschuldung. Es war nämlich mit
einer Gesamtverschuldung von 522
Mrd. Yen gezwungen, um
Gläubigerschutz nachzusuchen. Was
die übrige Region anbetrifft, so
tendierten die Aktienmärkte sehr fest.
Angeführt wurde die Entwicklung von
einem 20,1%igen Anstieg des TWSI in
Taiwan, da der feste NASDAQ und eine
kräftige Rally nach den Wahlen dafür
sorgen, dass Technologietitel kräftig
anzogen. In Hongkong legte der Hang
Seng um 4,9% zu, weil er nach einer
erfolgreichen Versteigerung von
Immobilien in Staatsbesitz durch
Immobilienunternehmen nach oben
getrieben wurde. Der koreanische
KOSPI legte um 9,5% und der Straits
Times in Singapur um 10,1% zu. Die
Region hat in jüngster Zeit von der
globalen Liquiditätsrally profitiert, da
sich die Anleger in Erwartung des
nächsten Aufwärtstrends des globalen
Konjunkturzyklus in
wachstumsorientierte Aktienmärkte
einkauften. Falls sich die in der ersten
Hälfte des nächsten Jahres erwartete
konjunkturelle Erholung in den USA
verzögern sollte, so sind die jüngsten
Kursgewinne an den Aktienmärkten
durch Kurskorrekturen gefährdet. Die
asiatische Positionierung im Zentrum
der globalen Produktion hat jedoch
zur Folge, dass die starken asiatischen
Exportbranchen umgehend davon
profitieren werden, wenn es zu einer
konjunkturellen Erholung kommt.
Schwellenländer: Argentinien
zieht deutlich an, nachdem
Regierung Beschränkungen im
Bankensektor eingeführt hat
Die Schwellenländermärkte zogen im
Verlauf der letzten Woche deutlich an.
Angeführt wurden sie durch einen
enormen 21,9%igen Kursanstieg des
General-Index in Argentinien. Auslöser
dafür war, dass die Regierung
Einschränkungen bei der Abhebung
von Bankeinlagen eingeführt hat.
Diese zielen darauf ab, den
wachsenden Druck auf die Währung
abzufedern. Die Anleger kauften
argentinische Aktien, um sie gegen in
den USA gehandelte "American
Depository Receipts" umzutauschen
und diese nach den Maßnahmen der
Regierung dann gegen Dollar zu
verkaufen. Darüber hinaus stieg in
Lateinamerika der brasilianische
BOVESPA um 2,8% an, und der
mexikanische IPC legte um 5,3% zu,
weil die Stimmungslage der Anleger
durch den Kursanstieg an der USBörse
NASDAQ bestimmt wurde. In der
Anlageregion Emerging Europe setzte
der russische RTS seinen Kursanstieg
auf neue Jahreshochs fort und stieg im
Wochenverlauf um 5,3% an, da eine
Vereinbarung mit der OPEC zur
Drosselung der Ölförderung sowohl
den Ölpreis als auch die großen
russischen Ölaktien nach oben trieb.
Der türkische IMBK 100 legte 8,8% zu,
weil sich die Anleger durch die
wachsenden Spannungen im Mittleren
Osten nicht aus der Ruhe bringen
ließen und wieder an den Markt
zurückkehrten. Was die Märkte in
Zentraleuropa betrifft, so stieg der
ungarische BUX um 2,6%, der
tschechische PX 50 legtet um 1,0% zu,
und der polnische WIG kletterte um
1,9% nach oben. Darüber hinaus trug
der Aufwärtstrend bei zum Rand
währungsgesicherten Rohstofftiteln
dazu bei, dass der südafrikanische JSE
All Share 5,9% hinzugewann.
Gleichzeitig legte der indische BSE um
4,5% zu. Der TA 100 in Israel gab
jedoch 0,8% nach, da er durch die
zunehmende, politisch motivierte
Gewalt unter Druck geriet.
Schwellenländeraktien werden von der
in den letzten beiden Monaten
nachlassenden Risikoscheu weiter
profitieren, da die Anleger ihren Blick
weltweit in die Zukunft, auf den
nächsten Konjunkturzyklus richten.
Argentinien und die Türkei werden
wahrscheinlich weiter durch
Kursschwankungen bestimmt werden,
da die Märkte durch die positiven und
negativen Auffassungen der sie
besuchenden IWF-Vertreter dominiert
werden. Exportorientierte
Volkswirtschaften, die durch das
weiterverarbeitende Gewerbe
bestimmt werden (wie zum Beispiel
Mexiko), werden jedoch jede Erholung
der Nachfrage in den USA und auf
globaler Ebene sehr schnell spüren.
Dies wird ihre Volkswirtschaften
begünstigen und das
Bewertungsniveau der Aktienmärkte
stützen.
Der Kurs von Aktien und Gewinne daraus können sowohl fallen als auch steigen. Die Performance in der Vergangenheit ist nicht notwendigerweise ein Indikator für die zukünftige Entwicklung, und es besteht die
Möglichkeit, dass Anleger nicht den vollständigen von ihnen investierten Betrag zurückerhalten. Wechselkursveränderungen können ebenfalls dazu beitragen, dass der Wert zugrundeliegender internationaler
Investments fällt oder steigt. Investments in Emerging Markets können stärker schwanken, und das Risiko für das eingesetzte Kapital ist höher. Fleming Asset Management ist ein Handelsname der Save & Prosper
Group Ltd, die unter Aufsicht der Personal Investment Authority und der IMRO steht und Teil der Fleming Asset Management Marketing Group ist, die Investments, Lebensversicherungs- und Pensionsprodukte
anbietet.
Just for Info ...
Speculator: Über Argentinien steht auch einiges drin ...
MaMoe ...
Aktienmärkte: 3. - 7. Dezember 2001
NUR FÜR PROFESSIONELLE ANLAGEBERATER
Alle genannten Erträge in lokalen Währungen
USA: Wirtschaftsdaten
verstärken Zuversicht
Die Kurse der US-Aktien wurden durch
weitere ermutigende Wirtschaftsdaten
nach oben getrieben. Der NASDAQ
stieg um 4,7% an, während der Dow
Jones und der S&P 500 um 2,0% bzw.
1,7% zulegten. Die Anzeichen dafür,
dass eine konjunkturelle Erholung
unmittelbar bevorstehen könnte,
wurden durch aktuelle
Wirtschaftsdaten gestützt. Diese
zeigten, dass die
Verbraucherausgaben im Oktober
einen Rekordanstieg um 2,9%
vorlegten, während sie im September
noch um 1,7% zurückgegangen waren.
Ursache dafür war, dass die
Verbraucher die Vielzahl der
Preisnachlässe nutzten. Verstärkt
wurde der Optimismus der Anleger
durch den NAPM Factory-Index, der
nach 39,8 im Oktober auf 44,5 im
November zulegte. Gleichzeitig stieg
der Non-Manufacturing-Index auf 51,3
an, nachdem er im Oktober auf ein
Rekordtief von 40,6 gesunken war. Die
Begeisterung über eine mögliche
konjunkturelle Erholung im Jahre 2002
wurde jedoch durch die
Arbeitslosenquote gedämpft. Diese
stieg im November auf ein 6-
Jahreshoch von 5,7% an. Darüber
hinaus kam es im nichtlandwirtschaftlichen
Bereich zu einem
Rückgang der Beschäftigtenzahlen um
331.000. Aufgrund der möglicherweise
negativen Auswirkungen von
Arbeitsplatzverlusten auf das
Verbrauchervertrauen sowie die
Konsumausgaben beobachtet man die
Lage am Arbeitsmarkt nach wie vor
sehr genau. Obwohl die kurzfristigen
Aussichten der Wall Street aufgrund
der Angst, dass die Märkte in den
letzten Monaten zu stark und zu
schnell angestiegen sein könnten,
etwas eingetrübt ist, sind die
längerfristigen Zukunftsaussichten
weniger heikel. Wir glauben, dass sich
die Senkung der Zinssätze in
Verbindung mit der umfangreichen
Zuführung von Liquidität als
ausreichend erweisen werden, um die
konjunkturelle Entwicklung wieder
anzukurbeln. Zu einer konjunkturellen
Erholung wird es vermutlich in der
ersten Hälfte des Jahres 2002
kommen. Deshalb sollten die
niedrigen Zinssätze und die hohen
Liquiditätsreserven dazu beitragen,
den Aktienmarkt zu stützen.
Gleichzeitig werden sich
Wachstumswerte angesichts der
derzeit hohen Bewertung vieler
zyklischer Value-Titel wahrscheinlich
besser entwickeln als Value-Werte.
Europa: EZB und Bank of
England behalten Zinsen
unverändert bei, SNB senkt
Zinsen um 0,50%
Beflügelt durch Hoffnungen auf eine
konjunkturelle Erholung im Jahre 2002
stiegen die europäischen Märkte im
Wochenverlauf an. Der deutsche DAX
und der französische CAC 40
tendierten mit einem Kursplus von
4,2% bzw. 3,7% besonders fest, da
sich Aktien aus dem
Technologieumfeld weiter
überdurchschnittlich entwickelten.
Auch der schweizerische SPI General
legte kräftig zu und notierte zum Ende
der Börsenwoche 3,2% höher, weil die
Anleger durch eine weitere 0,50%ige
Senkung der Zinsen durch die
Schweizerische Nationalbank ermutigt
wurden. Im Gegensatz dazu gelang
dem britischen FTSE 100 lediglich ein
Plus von 1,2%. Die britische Börse
wurde durch die Kursschwankungen
von Öltiteln und in bezug auf den
Zusammenbruch von Enron durch
Besorgnisse um das Engagement der
Banken sowie die argentinische
Finanzkrise belastet. Die britischen
Wirtschaftsdaten fielen uneinheitlich
aus. So stiegen die Immobilienpreise
und die Einzelhandelsumsätze weiter
an, wohingegen die
Industrieproduktion für den Oktober
sowie der Einkaufsmanager-Index für
den November weiter zurückgingen.
Die Wirtschaftsdaten in der Eurozone
fielen fester aus. Dies trifft
insbesondere auf den
Einkaufsmanager-Index für den
November zu, der erste Anzeichen für
eine Erholung im weiterverarbeitenden
Sektor Europas auswies. Obwohl
sowohl die Europäische Zentralbank
als auch die Bank of England ihre
Zinsen bei ihren jeweiligen Sitzungen
im Wochenverlauf unverändert
beibehielten, sind die Anleger nach
wie vor zuversichtlich, dass eine
sinkende inflationäre Entwicklung in
den nächsten Monaten weitere
Zinssenkungen ermöglichen wird. Dies
erwartet man insbesondere von der
EZB, da das Konsumverhalten in der
Eurozone schwächer ausfiel als in
Großbritannien. Wir sind wirklich
hoffnungsvoll, dass die zusätzlichen
Zinssenkungen auf globaler Ebene, die
seit dem 11. September bereits erfolgt
sind, im nächsten Jahr weltweit eine
kräftige konjunkturelle Erholung
auslösen werden. Zu diesem Zeitpunkt
sollte der Vorteil Europas im Hinblick
auf das Bewertungsniveau eine
überdurchschnittliche
Wertentwicklung europäischer Aktien
zur Folge haben.
Pazifische Region: Japan
wieder in Rezession
Entmutigende Wirtschaftsdaten
drückten den breit gefassten
japanischen TOPIX in Verbindung mit
dem erneuten Zusammenbruch eines
renommierten Unternehmens im
Wochenverlauf mit 0,4% ins Minus.
Der Rückgang des BIP für das III.
Quartal von 0,5% bestätigte, dass
Japan wieder einmal in eine Rezession
abgerutscht ist. Gleichzeitig wirkten
sich die düsteren Wirtschaftaussichten
auf das Anlegervertrauen besonders
negativ aus, da die Regierung für das
Jahr 2001 ein BIP-Wachstum von
minus 0,9% vorhersagt. Auch die
Verbraucherausgaben fielen
besorgniserregend schwach aus und
gaben im III. Quartal um 1,7% nach.
Da die Arbeitslosenzahlen bereits auf
einem Rekordhoch von 5,4% liegen,
wird der Konsum der Privathaushalte
wahrscheinlich mindestens noch in
den nächsten zwei Quartalen sehr
niedrig ausfallen. Der einzige
Hoffnungsschimmer sind die
Investitionsausgaben der
Unternehmen, die im Quartalsverlauf
unerwartet deutlich um 1% anstiegen.
Eine für die zukünftigen japanischen
Unternehmensgewinne entscheidende
Frage ist die, ob sich die
Investitionsausgaben angesichts eines
negativen Umsatztrends weiter
behaupten können. Außerdem wurde
das Bauunternehmen Aoki das jüngste
Opfer der allgemein hohen
Verschuldung. Es war nämlich mit
einer Gesamtverschuldung von 522
Mrd. Yen gezwungen, um
Gläubigerschutz nachzusuchen. Was
die übrige Region anbetrifft, so
tendierten die Aktienmärkte sehr fest.
Angeführt wurde die Entwicklung von
einem 20,1%igen Anstieg des TWSI in
Taiwan, da der feste NASDAQ und eine
kräftige Rally nach den Wahlen dafür
sorgen, dass Technologietitel kräftig
anzogen. In Hongkong legte der Hang
Seng um 4,9% zu, weil er nach einer
erfolgreichen Versteigerung von
Immobilien in Staatsbesitz durch
Immobilienunternehmen nach oben
getrieben wurde. Der koreanische
KOSPI legte um 9,5% und der Straits
Times in Singapur um 10,1% zu. Die
Region hat in jüngster Zeit von der
globalen Liquiditätsrally profitiert, da
sich die Anleger in Erwartung des
nächsten Aufwärtstrends des globalen
Konjunkturzyklus in
wachstumsorientierte Aktienmärkte
einkauften. Falls sich die in der ersten
Hälfte des nächsten Jahres erwartete
konjunkturelle Erholung in den USA
verzögern sollte, so sind die jüngsten
Kursgewinne an den Aktienmärkten
durch Kurskorrekturen gefährdet. Die
asiatische Positionierung im Zentrum
der globalen Produktion hat jedoch
zur Folge, dass die starken asiatischen
Exportbranchen umgehend davon
profitieren werden, wenn es zu einer
konjunkturellen Erholung kommt.
Schwellenländer: Argentinien
zieht deutlich an, nachdem
Regierung Beschränkungen im
Bankensektor eingeführt hat
Die Schwellenländermärkte zogen im
Verlauf der letzten Woche deutlich an.
Angeführt wurden sie durch einen
enormen 21,9%igen Kursanstieg des
General-Index in Argentinien. Auslöser
dafür war, dass die Regierung
Einschränkungen bei der Abhebung
von Bankeinlagen eingeführt hat.
Diese zielen darauf ab, den
wachsenden Druck auf die Währung
abzufedern. Die Anleger kauften
argentinische Aktien, um sie gegen in
den USA gehandelte "American
Depository Receipts" umzutauschen
und diese nach den Maßnahmen der
Regierung dann gegen Dollar zu
verkaufen. Darüber hinaus stieg in
Lateinamerika der brasilianische
BOVESPA um 2,8% an, und der
mexikanische IPC legte um 5,3% zu,
weil die Stimmungslage der Anleger
durch den Kursanstieg an der USBörse
NASDAQ bestimmt wurde. In der
Anlageregion Emerging Europe setzte
der russische RTS seinen Kursanstieg
auf neue Jahreshochs fort und stieg im
Wochenverlauf um 5,3% an, da eine
Vereinbarung mit der OPEC zur
Drosselung der Ölförderung sowohl
den Ölpreis als auch die großen
russischen Ölaktien nach oben trieb.
Der türkische IMBK 100 legte 8,8% zu,
weil sich die Anleger durch die
wachsenden Spannungen im Mittleren
Osten nicht aus der Ruhe bringen
ließen und wieder an den Markt
zurückkehrten. Was die Märkte in
Zentraleuropa betrifft, so stieg der
ungarische BUX um 2,6%, der
tschechische PX 50 legtet um 1,0% zu,
und der polnische WIG kletterte um
1,9% nach oben. Darüber hinaus trug
der Aufwärtstrend bei zum Rand
währungsgesicherten Rohstofftiteln
dazu bei, dass der südafrikanische JSE
All Share 5,9% hinzugewann.
Gleichzeitig legte der indische BSE um
4,5% zu. Der TA 100 in Israel gab
jedoch 0,8% nach, da er durch die
zunehmende, politisch motivierte
Gewalt unter Druck geriet.
Schwellenländeraktien werden von der
in den letzten beiden Monaten
nachlassenden Risikoscheu weiter
profitieren, da die Anleger ihren Blick
weltweit in die Zukunft, auf den
nächsten Konjunkturzyklus richten.
Argentinien und die Türkei werden
wahrscheinlich weiter durch
Kursschwankungen bestimmt werden,
da die Märkte durch die positiven und
negativen Auffassungen der sie
besuchenden IWF-Vertreter dominiert
werden. Exportorientierte
Volkswirtschaften, die durch das
weiterverarbeitende Gewerbe
bestimmt werden (wie zum Beispiel
Mexiko), werden jedoch jede Erholung
der Nachfrage in den USA und auf
globaler Ebene sehr schnell spüren.
Dies wird ihre Volkswirtschaften
begünstigen und das
Bewertungsniveau der Aktienmärkte
stützen.
Der Kurs von Aktien und Gewinne daraus können sowohl fallen als auch steigen. Die Performance in der Vergangenheit ist nicht notwendigerweise ein Indikator für die zukünftige Entwicklung, und es besteht die
Möglichkeit, dass Anleger nicht den vollständigen von ihnen investierten Betrag zurückerhalten. Wechselkursveränderungen können ebenfalls dazu beitragen, dass der Wert zugrundeliegender internationaler
Investments fällt oder steigt. Investments in Emerging Markets können stärker schwanken, und das Risiko für das eingesetzte Kapital ist höher. Fleming Asset Management ist ein Handelsname der Save & Prosper
Group Ltd, die unter Aufsicht der Personal Investment Authority und der IMRO steht und Teil der Fleming Asset Management Marketing Group ist, die Investments, Lebensversicherungs- und Pensionsprodukte
anbietet.
Just for Info ...
Speculator: Über Argentinien steht auch einiges drin ...
MaMoe ...