Trina Solar und mit Abstrichen Yingli gehen heute richtig ab, weil die Deutsche Bank Trina wie auch Yingli zum Kaufen einschätzen. Die Deutsche Bank gibt bei Trina eine 2014er EPS-Gewinnschätzung von 1,10 $ aus mit einem Kursziel von 18 $. Bei Yingli wird ein 2014er EPS von 0,50 $ prognostiziert bei einem Kursziel von 8 $. Damit bewertet die Deutsche Bank Trina Solar mit einem 2014er KGV von 16,5 (2015er KGV bei 8,6) und Yingli mit 16 (2015: 8,9).
Nimmt man jetzt mal das Rating der Credite Suisse zu Jinko her, dann wird Jinko beim aktuellen Kurs von 22 $ gerade mal mit einem 2014er KGV von 8,1 bewertet. Sicher haben Trina und Yingli bei weitem den besseren Brandname wie Jinko, aber dass eine Jinko fundamental um 50% geringer bewertet wird wie eine völlig überschuldete Yingli, das kann es letztendlich auch nicht sein. Will damit sagen, Jinko hat durchaus noch Luft nach oben und nicht zu wenig wenn man die Einschätzungen der Deutschen Bank zu Trina und Yingli als Grundlage hernehmen wurde.
Die Deutsche Bank ist generell sehr bullish für den chinesischen Solarmarkt, weil der Markt getrieben wird vom profitablen Projektgeschäft (da ist Jinko derzeit die Nr. 1 in China von den produzierenden Solarunternehmen !!) durch niedrige Projektkosten (z.B. Land) und durch günstige Finanzierungen, die von der Zentralregierung bereit gestellt werden (niedrige Zinsen für EE-Projekte). Zudem erwartet die Deutsche Bank zusätzlich zu den von der Zentralregierung ausgegebenen Anreize (z.B. sehr attraktive Einspeisevergütungen, Mehrwertsteuer um 50% reduziert), dass die Mehrheit der 31 chinesischen Provinzen selbst lokale Einspeisevergütungen einführen werden und/oder steuerliche Anreize für Solar. Das sieht die Deutsche Bank als einen weiteren Katalysator für das chinesische Solarwachstum. Außerdem rechnet die Deutsche Bank, dass in China demnächst auch Solar-Leasing angeboten wird von den Unternehmen wie auch von der Politik bzw. deren Banken. Solar-Leasing ist den USA der Wachstumsmarkt schlechthin und mittlerweile sind fast 70% aller kleinen, privaten Dachanlagen in den USA über Leasing finanziert.
Die Solarunternehmen stehen in China ganz offenbar ganz goldene Zeiten bevor.
Hier der Link zu den Aussagen der Deutschen Bank inkl. den Ratings zu Trina und Yingli:
www.streetinsider.com/Analyst+Comments/...+Demand/8726599.html
Offenbar sind die Herren Analysten mittlerweile aufgewacht, dass die Solarbranche ganz kurz vor dem Turn Around steht und ich kann mir ganz gut vorstellen, dass nicht nur die Deutsche Bank bullish ist für Solarunternehmen bzw. für den ganzen Solar-Sektor. Deshalb könnte der Newsflow seitens der Analysten durchaus für weitere Kurssprünge sorgen.
Sehe es ganz ähnlich wie Eskimoo: Sobald die Wachstums- und Gewinnphantasie nachlassen werden, dann gehen die Kurse gen Süden. Solange aber Solarunternehmen wie Trina oder Jinko mit KGVs von unter 20 bzw. unter 10 bewertet werden, solange wird es alleine schon aus fundamentalen Gründen heraus keine allzu große Rücksetzer geben. Wobei aber die Vola sicher sehr hoch bleiben wird. Ist ja auch kein Wunder, dass immer mal wieder Anleger raus gehen werden um ihre brillanten Kursgewinne zu realisieren.