Japan steht finanziell vor Katastrophe

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Japan steht finanziell vor Katastrophe soulsurfer
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Japan steht finanziell vor Katastrophe

 
08.03.01 15:09
#1
Rezessionssorgen

TOKIO (dpa-AFX) - Die Hiobsbotschaften aus Japan reißen nicht ab. Japans Staatsfinanzen stehen nach Ansicht von Finanzminister Kiichi Miyazawa kurz vor dem Zusammenbruch. Finanziell stehe der Staat "nahe an einer Katastrophe", sagte Miyazawa am Donnerstag vor dem Haushaltsauschuss des Parlaments und sprach sich zugleich für grundlegende Reformen aus. Miyazawas Äußerungen sorgten für erheblichen Wirbel: Die japanische Währung sackte im Vergleich zum US-Dollar bis auf 120,43 Yen und damit den tiefsten Stand seit 20 Monaten. Später erholte sich der Kurs des Yen jedoch wieder etwas. HÖCHSTER SCHULDENBERG DER INDUSTRIESTAATEN

Japan hat inzwischen den höchsten Schuldenberg unter den Industriestaaten angehäuft. Um die schwache Konjunktur anzukurbeln, pumpt die Regierung seit nunmehr rund zehn Jahren Hunderte von Milliarden in den Bau von Straßen, Brücken und andere Bauprojekte. Dies hat dazu geführt, dass sich die Staatsverschuldung zum Ende des nächsten Finanzjahres (März 2002) auf gigantische 666 Billionen Yen (11,6 Billionen DM/5,9 Billionen Euro) belaufen wird. Das entspricht rund 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dennoch driftet die japanische Wirtschaft erneut auf eine Rezession zu.

So sanken die Kernaufträge für Maschinen im Januar stärker als von Experten erwartet um drastische 11,8 Prozent zum Vormonat, wie die Regierung am Donnerstag bekannt gab. Vize-Finanzminister Toshiro Muto zeigte jedoch Zuversicht. Die Erholung der Wirtschaft schwäche sich zwar ab, doch der Trend der Kapitalausgaben der Firmen bleibe solide. Im Quartal Oktober-Dezember stiegen sie zum Vorjahr um 7,1 Prozent. NOT-PAKET DER REGIERUNG

An der Tokioter Börse gab der Nikkei-Index für 225 führende Werte am Donnerstag um 0,58 Prozent auf 12 650,56 Punkte nach. Mit Spannung wird an diesem Freitag ein Not-Paket der Regierungskoalition zur Stützung der japanischen Börse und Wirtschaft erwartet. In der vergangenen Woche war der Nikkei auf den tiefsten Stand seit mehr als 15 Jahren gestürzt. Nach Ansicht von Finanzminister Miyazawa befindet sich Japans Wirtschaft in schlechter Verfassung. Dennoch könne das von seiner Regierung prognostizierte Wachstumsziel von 1,2 Prozent für das noch bis Monatsende laufende Fiskaljahr erreicht werden.

Es wäre aber akzeptabel, wenn sich der Yen auf natürlichem Wege abschwächen würde, hatte Miyazawa am Mittwoch gesagt und damit bereits für starken Druck auf den Yen gesorgt. Interventionen zur Abschwächung des Yen würden jedoch nicht erwogen. Auch der Gouverneur der Zentralbank, Masaru Hayami, hatte am selben Tag mit Aussagen zu möglichen Interventionen Spekulationen über massive Yen-Verkäufe angeheizt. Interventionen und eine daraus resultierende Abschwächung des Yen seien eine weitere geldpolitische Möglichkeit, sagte Hayami. JAPANER LEGEN IHR GELD DOCH LIEBER AUFS SPARBUCH

Am kommenden Montag werden mit Spannung die BIP-Daten für das Quartal Oktober-Dezember erwartet. Besonders gut dürften sie selbst nach Ansicht von Finanzminister Miyazawa nicht ausfallen. Als Grund nannte er die Abkühlung der US-Konjunktur sowie den schwachen Privatkonsum in Japan. Aus Sorge um Job und die ungewisse Alterssicherung legen die Japaner ihr Geld weiterhin aufs Sparbuch. Der Konsum trägt 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei. Für nächstes Jahr rechnet die Regierung dennoch mit einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent, was einige Ökonomen jedoch für unrealistisch halten./DP/aa/ -- Von Lars Nicolaysen, dpa --

Japan steht finanziell vor Katastrophe PRÜFER
PRÜFER:

Ich weiß,

 
08.03.01 15:17
#2
hoffentlich explodiert dieses Faß nicht bald!
Japan steht finanziell vor Katastrophe Bronco

Japan steckt ganz einfach in der Zinsfalle, in die

 
#3
die USA nun ebenfalls hinein zu schlittern drohen. "Stagflation" heißt das neue Schreckgespenst am Wirtschaftshimmel.


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