12:25 Uhr: Meinung von Steffen Christ
IWF-Prognosen alarmieren Notenbanken
Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert zusätzliche Aufbauhilfen für die Weltwirtschaft. In seiner Abschlusserklärung hat der Fonds die Notenbanken der führenden Industrienationen dazu aufgefordert, die Leitzinsen weiter zu senken. Diese Unterstützung hat die Weltwirtschaft auch bitter nötig: der IWF rechnet in diesem und im kommenden Jahr mit einer weltweiten Rezession. Steffen Christ
Die jüngsten Wachstumsprognosen des IWF zeichnen ein pessimistisches Bild. In diesem und im kommenden Jahr soll die Weltwirtschaft nur noch um 2,4 Prozent wachsen. Das lässt nicht nur bei den Notenbankern die Alarmglocken schrillen, denn Analysten gehen bei einem weltweitem Wachstum von unter 2,5 Prozent von einer Rezession aus. Erstmals spricht der IWF auch davon, dass sich die USA in einer milden Rezession befinden. Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer. Die US-Konjunkturdaten der vergangen Woche sind besser als erwartet ausgefallen. Damit sind die Chancen für eine Erholung der US-Wirtschaft im kommenden Jahr günstig.
Die Forderung des IWF wird bei den internationalen Notenbankern nicht auf taube Ohren stoßen. Bei einem Treffen am vergangenen Mittwoch hatten sie bereits die Bereitschaft zu weiteren Zinssenkungen signalisiert. Doch auch davon sind keine Wunder zu erwarten. Zwar ist das schlechte Investitionsklima einer der Hauptgründe für die schlechte Wirtschaftslage. Doch das ist nicht auf das Zinsniveau, sondern auf die pessimistischen Zukunftserwartungen der Industrie zurückzuführen. Daran wird auch eine Lockerung der Zinspolitik nur wenig ändern.
Die internationalen Notenbanken sehen die Wirtschaftslage ähnlich alarmierend wie der IWF. Den Forderungen nach Zinssenkungen werden sie sich deshalb kaum verschließen. Das könnte den Finanzmärkten zwar kurzfristig Auftrieb geben. Eine schnelle Erholung der Konjunktur werden aber auch diese Aufbauhilfen nicht bringen.
Schmuggler
IWF-Prognosen alarmieren Notenbanken
Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert zusätzliche Aufbauhilfen für die Weltwirtschaft. In seiner Abschlusserklärung hat der Fonds die Notenbanken der führenden Industrienationen dazu aufgefordert, die Leitzinsen weiter zu senken. Diese Unterstützung hat die Weltwirtschaft auch bitter nötig: der IWF rechnet in diesem und im kommenden Jahr mit einer weltweiten Rezession. Steffen Christ
Die jüngsten Wachstumsprognosen des IWF zeichnen ein pessimistisches Bild. In diesem und im kommenden Jahr soll die Weltwirtschaft nur noch um 2,4 Prozent wachsen. Das lässt nicht nur bei den Notenbankern die Alarmglocken schrillen, denn Analysten gehen bei einem weltweitem Wachstum von unter 2,5 Prozent von einer Rezession aus. Erstmals spricht der IWF auch davon, dass sich die USA in einer milden Rezession befinden. Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer. Die US-Konjunkturdaten der vergangen Woche sind besser als erwartet ausgefallen. Damit sind die Chancen für eine Erholung der US-Wirtschaft im kommenden Jahr günstig.
Die Forderung des IWF wird bei den internationalen Notenbankern nicht auf taube Ohren stoßen. Bei einem Treffen am vergangenen Mittwoch hatten sie bereits die Bereitschaft zu weiteren Zinssenkungen signalisiert. Doch auch davon sind keine Wunder zu erwarten. Zwar ist das schlechte Investitionsklima einer der Hauptgründe für die schlechte Wirtschaftslage. Doch das ist nicht auf das Zinsniveau, sondern auf die pessimistischen Zukunftserwartungen der Industrie zurückzuführen. Daran wird auch eine Lockerung der Zinspolitik nur wenig ändern.
Die internationalen Notenbanken sehen die Wirtschaftslage ähnlich alarmierend wie der IWF. Den Forderungen nach Zinssenkungen werden sie sich deshalb kaum verschließen. Das könnte den Finanzmärkten zwar kurzfristig Auftrieb geben. Eine schnelle Erholung der Konjunktur werden aber auch diese Aufbauhilfen nicht bringen.
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