7. Jahrgang - Ausgabe #328 (07.07.2006) - DEUTSCHE BIBLIOTHEK ISSN 1439-9369
1. EDITORIAL / Börsenausblick, Konjunktur, Strategie
Liebe Leserinnen und Leser,
steckt der DAX schon im Sommerloch? Schaut man sich den deutschen Blue Chip-Index im Wochenverlauf etwas genauer an, könnte dieser Eindruck fast entstehen. Eine klare Richtung gibt es derzeit nicht. Es mangelt schlichtweg an der Orientierung. Mal überwiegt der Optimismus und die Kurse steigen, und mal gewinnen die Pessimisten die Oberhand, und die Anleger sehen ihre Gewinne schwinden. Dabei ist es derzeit keine Seltenheit, wenn die Stimmung vom einen auf den anderen Tag umschlägt. Kurz vor dem Wochenende notiert der deutsche Leitindex bei 5.630 Punkten.
Angesichts der aktuellen Schaukelbörse wundert es nicht, dass viele Anleger schon jetzt die Quartalssaison in der Hoffnung herbeisehnen, dass es hier endlich richtungweisende Impulse geben könnte. Schließlich überwiegt in dieser Hinsicht derzeit die Zuversicht. Die Unternehmen haben ihre Hausaufgaben zur Zufriedenheit der Analysten erledigt. Aus diesem Grund sollte es sicher die eine oder andere positive Überraschung geben können. Deshalb stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Indizes im Zusammenhang mit der günstigen Bewertung den Vorwärtsgang einlegen werden.
6.000 Punkte - wann ist es wieder soweit?
Manche Börsenexperten trauen dem DAX sogar wieder zu, dass er bald schon wieder Anlauf nimmt, um die 6.000 Punkte-Hürde zu überwinden. Wann es ihm gelingen wird, hängt dabei jedoch nicht nur von den Unternehmenszahlen ab, die Anleger in den nächsten Wochen zu wälzen haben. Wie immer spielen auch Konjunkturdaten, der Ölpreis und die Zinsentwicklung eine gewichtige Rolle.
Wie stark wird an der Zinsschraube gedreht?
Vor wenigen Tagen haben zum Beispiel gute Konjunkturdaten neue Spekulationen über möglicherweise doch stärkere Zinsanhebungen der Notenbanken angeheizt. Tatsächlich hat EZB-Präsident Trichet den Tonfall auf seiner Pressekonferenz am Donnerstag dieser Woche verschärft. Das hat Beobachter zu der Interpretation gebracht, dass der nächste Zinsschritt schon Anfang August kommen könnte oder die Notenbanker die Zinsen stärker straffen könnten als bislang angenommen. Fakt ist: Wenn die europäische Notenbank das Intervall der Zinsstraffung von bisher drei Monaten auf zwei Monate verkürzt, wird der Leitzins Ende des Jahres bei 3,5% liegen. Warum die Notenbanker jetzt aufs Tempo drücken? Offenbar haben die Sorgen zugenommen, mit der Konjunkturerholung nicht Schritt halten zu können. Es besteht so gut wie kein Zweifel mehr daran, dass der Aufschwung in der Eurozone da ist. Dafür spricht jedenfalls eine Reihe von Signalen.
Ölpreis klettert wieder
Neben der Zinsentwicklung in der Eurozone sorgte in den vergangenen Tagen auch der Ölpreis für Schlagzeilen. Doch während Autofahrer für die Tankfüllung immer tiefer in die Tasche greifen müssen, ist die Stimmung an der Börse relativ gelassen. Vermutlich hat man sich an die hohen Preise längst gewöhnt. Warum sich die Preisspirale in den letzten Tagen wieder nach oben drehte, liegt auf der Hand: In den USA wie auch in Europa hat die Ferienzeit begonnen. Eine Zeit, in der der Benzinbedarf erfahrungsgemäß steigt. Experten rechnen damit, dass die Vorräte an Benzin so stark abnehmen könnten, dass Raffinerien der Nachfrage nicht standhalten können.
Abwarten ist die Devise
Lassen sich die Anleger auch in den kommenden Tagen nicht vom hohen Ölpreis irritieren, könnte der Weg nach vorn schon bald wieder frei sein. Vorsichtige Anleger warten dagegen ab, bis sich eine klarere Tendenz herausgebildet hat. Schließlich ist es gut möglich, dass die Schaukelbörse noch eine Weile anhält. Zumindest so lange, bis es eindeutige Signale gibt - vielleicht ja schon mit dem Startschuss in die Berichtssaison zum 2. Quartal.
Herzlichst,
Ihre aktienservice.de-Redaktion
2. INDIZES / Entwicklung der weltweit wichtigsten Indizes
Index 07.07.06 % Vorwoche 52weekHigh % 52week
DJ IND 11225,30 +0,67% 11670,19 +9,01%
NASDAQ 2155,09 -0,78% 2375,54 +4,08%
DAX 5635,36 -0,84% 6162,37 +21,89%
TecDAX 649,58 -0,39% 769,41 +17,93%
EUROSTOXX 50 3631,44 -0,48% 3897,40 +12,93%
Stand: Freitag, 11:00 Uhr
3. MLIIF Global Dynamic Equity Fund - 3-mal A!
Eins, zwei oder drei? Das ist die große Frage, die sich Anleger stellen, wenn sie nicht genau wissen, für welchen Fonds sie sich denn nun entscheiden sollen. Gemeint ist damit die Frage nach der Anzahl der A's, die von der renommierten Londoner Rating-Agentur Standard & Poor's vergeben werden. Deren Notenskala reicht von A bis AAA. Bislang gab es nur fünf global anlegende Aktienfonds, die mit der Höchstnote ausgezeichnet wurden. Mit dem Merrill Lynch International Investment Funds (MLIIF) Global Dynamic Equity Fund ist jetzt der sechste hinzugekommen. Was das bedeutet? Die Rating-Agentur bescheinigt dem Fonds damit höchste Qualität.
Für diesen Schritt gab es von Standard & Poor's selbstverständlich auch eine Begründung. Verwiesen wird darin auf die Erfolgsbilanz von Fondsmanager Dennis Stattman, der mit seinem globalen Mischfonds MLIIF Global Allocation Fund bereits seit vielen Jahren beeindruckende Erträge erzielt. Was das mit dem MLIIF Global Dynamic Equity Fund zu tun hat? Nun, dieser entspricht exakt dem Aktienanteil des MLIIF Global Allocation Fund.
Frühe Lorbeeren
Jetzt werden sich einige Beobachter wundern, dass S&P für einen neuen Fonds, wie den Ende Februar 2006 aufgelegten MLIIF Global Dynamic Equity Fund, die Höchstbewertung "AAA" vergibt. Normalerweise werden Fonds überhaupt erst durch den Rating-Prozess geschleust, wenn sie mindestens über den Zeitraum von drei Jahren zu den besten 20 Prozent aller Fonds innerhalb eines Sektors gehören. Warum es diesmal flotter ging, erläutern Standard & Poor's in ihrer Begründung: "Unsere hohe Wertschätzung für Dennis Stattman und sein Team sowie die beeindruckende Erfolgsbilanz ihres Aktienportfolios ermöglichen in diesem Fall die Vergabe des "AAA"-Status." Das Rating beruhe auf der hohen Anerkennung, die Fondsmanager Stattman und seine Mannschaft bereits im Markt genießen.
Und noch mehr AAA
Der ebenfalls von Stattman betreute MLIIF Global Allocation Fund erhielt das "AAA"-Rating bereits im Februar 2004. Das Aktienportfolio dieses 1997 aufgelegten Fonds übertraf per Ende April auf Jahressicht mit einer Wertentwicklung von rund 38 Prozent den MSCI World-Index um rund 13 Prozent. Gegenüber dem S&P-500-Index lag der Vorsprung sogar bei rund 22 Prozent. Auch die Erfolgsbilanz über drei und fünf Jahre kann sich sehen lassen: Hier konnte Fondsmanager Stattman den MSCI-Weltindex um jeweils mehr als zehn Prozent schlagen.
Weltumspannendes Portfolio
Die Frage danach, wo Stattman Titel nach interessanten Kandidaten sucht, ist einfach beantwortet: Sein Anlageuniversum umfasst den ganzen Globus - hier geht er auf die Suche nach Aktien unterschiedlichster Größe und den verschiedensten Branchen. Dabei hat er sowohl die Industrienationen als auch die im letzten Jahr zu den Top-Performern zählenden Schwellenländer im Blick.
Schritt für Schritt zum Ziel
Im ersten Schritt des wertorientierten Anlageprozesses filtert er anhand makroökonomischer Erwägungen besonders aussichtsreiche Sektoren heraus. Innerhalb dieser Top-Down-Vorgaben filtert das Management-Team anschließend mittels intensiver Fundamentalanalyse unterbewertete Titel heraus. Am Ende des Investmentprozesses steht ein mit Blick auf Marktkapitalisierung und Herkunftsländer breit gestreutes Portfolio zwischen 300 und 400 Aktien. Die maximale Rendite wird durch eine strenge Verkaufsdisziplin abgesichert: Wenn Aktien ihre Kursziele erreichen, Fundamentaldaten sich verschlechtern oder Bewertungen über dem historischen Durchschnitt liegen, wird bei den entsprechenden Titeln umgehend Kasse gemacht.
Flexibilität ist Trumpf
Bei der Auswahl der Aktien für das Portfolio muss sich das Management nicht strikt an seine Benchmark halten. Ganz im Gegenteil: Damit die Marktchancen in vollem Umfang genutzt werden können, kann der MLIIF Global Dynamic Equity Fund deutlich von seinem Vergleichsindex abweichen, der sich zu 60 Prozent aus dem S&P 500-Index und zu 40 Prozent aus dem FTSE World (ex US) All Cap-Index zusammensetzt. Darüber hinaus sind dem Management hinsichtlich der Gewichtung einzelner Länder oder Branchen keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist, was gefällt: So ist der Fonds noch nicht mal auf Aktien festgelegt: Auch Wandelanleihen, Vorzugsaktien und andere Instrumente sind erlaubt. Die Währungsexposition wird flexibel verwaltet.
Und das Ziel?
Unter normalen Marktbedingungen strebt der Fonds stets eine Investitionsquote von 100 Prozent an. "Mit der breit gestreuten Anlage in eine Vielzahl von Ländern, Sektoren und Unternehmensgrößen bieten wir dem Anleger ein diversifiziertes globales Aktienportfolio mit reduzierter Volatilität", hält Fondsmanager Stattman fest. "Zwischen 1995 und 2004 erbrachten Aktienmärkte aus acht verschiedenen Ländern die jeweils höchsten Jahresrenditen. Dies verdeutlicht, wie wichtig flexible, aktiv verwaltete Anlagen in verschiedensten Märkten sind".
Schwerpunkt Nordamerika
Zum 31. Mai 2006 war der Fonds rund zur Hälfte in Nordamerika investiert, und rund ein Fünftel des Fonds war in Europa angelegt. An dritter Stelle der größten Länderpositionen stand Japan mit einem Anteil von rund 15 Prozent. Größtes Gewicht bei den Branchen nahmen die Finanzwerte ein, in die Ende des Wonnemonats genau 21 Prozent des Fondsvermögens geparkt waren. Dass das Portfolio relativ breit gestreut ist, erkennt man unter anderem daran, dass unter den zehn größten Positionen kein Wert mehr als zwei Prozent des Portfolios ausmacht. An erster Stelle steht General Electric mit einem Anteil von 1,6 Prozent. Auch Microsoft und Cisco Systems sind jeweils mit einem Anteil von rund einem Prozent unter der Top-Ten zu finden.
Eckdaten des MLIIF Global Dynamic Equity Fund
Fondsmanager: Dennis Stattman
Auflegung: 28.02.2006
Fondswährung: US$
Zusätzl. Handelswährungen: €
Ausgabeaufschlag (Anteilsklasse A): fünf Prozent
Verwaltungsgebühr (Anteilsklasse A): 1,50
ISIN: LU0238689110
WKN: A0H1ET
4. Zwei Jahre "VCH Expert Natural Resources"
Am 5. Juli 2006 feierte der VCH Expert Natural Resources, der von der der VCH Investment Group AG in Zusammenarbeit mit der Wolfgang Mayr Vermögensverwaltung initiiert wurde, seinen zweiten Geburtstag. Seit Auflegung belegt der Fonds laut VCH-Presseaussendung kontinuierlich die Spitzenplätze seiner Vergleichsgruppe mit einer Performance von 117,4 Prozent und einer Outperformance zum Index von mehr als 64 Prozent (Stand: 05.07.2006).
Der VCH Expert Natural Resources ist breit diversifiziert und investiert in alle Arten von Aktien von Primär-Rohstoff-Produzenten, also in Gold und andere Edel- und Nichtedelmetalle, in Erdöl und Gas sowie in Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft sowie Nahrungsmittel. Dadurch besteht die Möglichkeit, Schwächen in einem Sektor durch ein Umschichten in die anderen beiden Bereiche auszugleichen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Als Partner konnte die Münchener Gesellschaft Wolfgang Mayr Vermögensverwaltung GmbH gewonnen werden. Auf Basis eines quantitativen Analysemodells selektieren die Anlageexperten Einzeltitel aus dem globalen Anlageuniversum und entscheiden über die optimale Gewichtung der einzelnen Rohstoff-Klassen.
5. Lupus Alpha: Neuer Absolute-Return-Fonds
Lupus alpha hat am 7. Juni 2006 einen neuen Absolute-Return-Fonds für internationale Aktien aufgelegt. Mit dem "Lupus alpha Structure International" ergänzt der Frankfurter Asset Manager seine seit über drei Jahren erfolgreichen Absolute-Return-Konzepte für europäische Aktien um eine internationale Variante. Damit reagiere Lupus alpha auf die steigende Nachfrage von Anlegern nach asymmetrischen, derivatebasierten Investmentkonzepten, um risikokontrolliert in die Asset- Klasse Aktien investieren zu können, heißt es von Seiten der Gesellschaft.
Immer mehr Investoren versuchen, ihre Aktienanlagen weiter international zu diversifizieren, um die Renditen in ihren Portfolios zu stabilisieren - bei gleichzeitiger Einhaltung definierter Risikogrenzen. Angesichts volatiler Aktienmärkte, steigender Zinsen und knapper Risikobudgets setzen Anleger dabei zunehmend auf Investmentkonzepte mit asymmetrischen Rendite-Risiko-Profilen. "Gesucht werden intelligente Ansätze, mit denen Investoren in internationale Aktien investieren können, ohne dabei das volle Aktienrisiko tragen zu müssen", begründet Ralf Lochmüller, Sprecher bei Lupus alpha, die Erweiterung der Produktpalette.
Anlageziel des Lupus alpha Structure International ist es, risikokontrolliert und flexibel an der Entwicklung der Aktienmärkte in den Kernregionen Europa, Asien und USA zu profitieren. Der Fonds setzt dabei auf eine optionsbasierte Absolute-Return-Strategie, um eine jährlich positive Rendite zu erwirtschaften, bei einem Verlustpotenzial von maximal fünf Prozent pro Jahr. Hierzu investiert der Fonds in aktuell sechs regional verschiedene Aktienmärkte (Japan, Hongkong, Schweiz, USA, Großbritannien, Australien), die untereinander gut diversifizierend wirken.
Das asymmetrische Rendite-Risiko-Profil des Fonds (Chancen nach oben, Sicherung nach unten) wird erreicht durch den gleichzeitigen Kauf und Verkauf von börsengehandelten Index-Call-Optionen auf die jeweiligen Aktienmärkte. Dadurch bewegt sich das Portfolio in einer definierten Bandbreite wie ein reines Aktieninvestment (Collar-Struktur). Durch diese Bull-Call-Spread-Strategie partizipieren Investoren an steigenden Aktienmärkten bei gleichzeitiger Begrenzung des Verlustpotenzials. Daneben werden kurz laufende europäische Renten bester Bonität gekauft. Über einen dynamischen Value-at-Risk-gesteuerten Ansatz von Futures profitiert der Fonds zusätzlich von steigenden Aktienmärkten, indem die Aktienquote und damit die Ertragschancen des Anlegers erhöht werden. Zur Steuerung der Volatilitäten setzt das Fondskonzept auf Volatilitäts-Index-Futures (VSTOXX).
Das langfristige Renditeziel liegt bei jährlich sechs bis neun Prozent, bei einer durchschnittlichen Volatilität von vier bis sieben Prozent p.a.. Währungsrisiken spielen bei dem gewählten Fondskonzept keine Rolle, da durch den Einsatz von Derivaten der Kapitaleinsatz und damit das Fremdwährungsexposure gering ist.
Das Rendite-Risiko-Profil des "Lupus alpha Structure International" liegt auf Basis einer Zehn-Jahres-Simulation bei einer durchschnittlichen Rendite nach Kosten von jährlich 6,9 Prozent und einer Volatilität von 4,8 Prozent. Damit wurde fast das Renditeergebnis eines internationalen Indexbaskets erreicht (7,4 Prozent p.a.), jedoch bei einer wesentlich niedrigeren Volatilität (Index: 17,5 Prozent p.a.). Mitentscheidend für diese geringe Schwankungsbreite des Portfolios ist für den Fondsmanager Richard Luu (33) die geringe Korrelation der einzelnen Märkte. Luu besitzt langjährige Erfahrungen im Management von Derivatestrategien für institutionelle Anleger und managt bei Lupus alpha seit 2004 benchmarkfreie Absolute-Return-Konzepte.
Fondsdaten
ISIN: DE000A0HHGD9
WKN: A0HHGD
Fondsmanager: Richard Luu
6. Metzler-Fonds: Total Return mit Wertsicherungskonzept
Der am 3. Juli 2006 aufgelegte Publikumsfonds "Metzler Torero MultiAsset" verbindet den Total-Return-Gedanken mit einem Wertsicherungskonzept. Das Ziel: Marktchancen optimal durch eine Multi-Asset-Strategie zu nutzen, mit der immer dort investiert wird, wo aktuell die Ertragschancen am höchsten sind, und gleichzeitig die Verlustrisiken durch das Halten einer gewünschten Wertuntergrenze zu begrenzen.
Ein Wunsch ist allen Anlegern gemeinsam: Sie wollen für ihr Vermögen einen angemessenen Wertzuwachs erreichen und dafür möglichst geringe Risiken eingehen. Für die meisten Anleger ist es unerheblich, mit welcher Vermögenszusammenstellung sie dieses Ziel erreichen. Dementsprechend liegt dem "Metzler Torero MultiAsset" ein scheinbar einfaches Konzept zugrunde: Er investiert in Aktienanlagen, wenn der Aktienmarkt läuft, legt in Rentenwerte an, wenn der Rentenmarkt läuft, und schichtet systematisch in Geldmarktpapiere um, wenn weder Aktien- noch Rentenwerte ertragreich sind. Um gleichzeitig das Risiko weitestgehend zu begrenzen und das individuelle Verlustrisiko für den Anleger besser kalkulierbar zu machen, strebt das Fondsmanagement an, eine Wertuntergrenze von 94 Prozent des Portfoliowertes per Kalenderjahresende zu halten.
Optimaler Anlagemix
Das hinter dem Fondskonzept stehende mathematische System setzt Metzler bereits seit fünf Jahren für institutionelle Kunden ein. Mit dem System lässt sich an jedem Börsentag errechnen, welche Asset-Klassen aktuell ertragreich sind und in welchem Verhältnis die Anlagemittel auf diese Klassen aufgeteilt sein sollten, um die Wertuntergrenze nicht zu unterschreiten. Der so ermittelte Anlagemix wird exakt im Portfolio umgesetzt. Das System basiert ausschließlich auf fest definierten, quantifizierbaren und nachvollziehbaren Regeln: Marktprognosen bleiben darin ebenso unberücksichtigt wie individuelle Handlungsspielräume für das Portfoliomanagement. "Prognosen sind mit Unsicherheiten behaftet - manchmal treffen sie ein und manchmal nicht", erklärt Nader Purschaker, Geschäftsführer der Metzler Investment GmbH. "Wer jedoch Risiken kalkulierbar machen will, muss diese Unsicherheiten bei der Fondssteuerung ausschalten", so Purschaker weiter.
Kein Garantiefonds
Der "Metzler Torero MultiAsset" ist kein Garantiefonds - die Einhaltung der Wertuntergrenze kann deshalb nicht garantiert werden. "Eine echte Garantie im Fonds umzusetzen ist meist teuer und geht damit zulasten der Rendite", sagt Purschaker. Die Ergebnisse eines Backtests hätten gleichwohl gezeigt, dass der Fonds in den vergangenen 20 Jahren seine Wertuntergrenze stets gehalten hätte. Außerdem erzielte der Fonds in diesem Testverfahren mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 10,8 Prozent ein weitaus besseres Ergebnis als die Einzelmärkte (Aktien 7,4% p. a., Renten 6,6% p. a.). Das Erfolgsgeheimnis laut Purschaker: "Für den Vermögensaufbau ist es wichtiger, schlechte Börsenjahre unbeschadet zu überstehen, als in guten Aktienjahren immer zu 100 Prozent dabei zu sein."
Fondsdaten
WKN: A0JLWU
Auflegung: 3. Juli 2006
Ertragsverwendung: Thesaurierung
Ausgabeaufschlag: 3,5%
Verwaltungsvergütung: 1,6% p. a.
Fondswährung: Euro
Einmalzahlung: Ab 2.500 Euro
Sparplan: Ab 50 Euro pro Monat
7. 29 Prozent der deutschen Haushalte besitzen
Investmentfonds
Gute Nachrichten: Bereits 29,1 Prozent der deutschen Haushalte besitzen Investmentfonds. Damit hat sich die Zahl der Haushalte mit Investmentfonds in den vergangenen sechs Jahren nahezu verdoppelt, teilt der BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. auf Basis einer GfK-Umfrage unter 20.000 Haushalten mit. Im ersten Halbjahr 1999 ermittelte die GfK noch einen Anteil von 14,9 Prozent. Investmentfonds zählen laut GfK-Umfrage zu den großen Gewinnern bei der Haushaltsausstattung mit Anlageformen. Mit einem Plus von 0,8 Prozentpunkten im zweiten Halbjahr 2005 lagen sie deutlich vor anderen Produkten wie zum Beispiel kurzfristigen Spareinlagen (plus 0,2 Prozentpunkte), Sparbuch (unverändert) oder Sparbriefen (plus 0,1 Prozentpunkte). Als Motiv für neue Fondsinvestments wird neben der reinen Vermögensanlage fast ein Drittel dem Anlagegrund Altersvorsorge zugeordnet. Dies belegt, dass Fonds auf Grund ihrer Vorzüge - wie zum Beispiel Flexibilität, Renditestärke, Insolvenzsicherheit und Transparenz - als effiziente Bausteine zum Aufbau von Altersvorsorge akzeptiert und genutzt werden.