Interview mit R. Gatzka: Geschäftsführer Cancom

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Interview mit R. Gatzka: Geschäftsführer Cancom fosca
fosca:

Interview mit R. Gatzka: Geschäftsführer Cancom

 
04.03.02 08:13
#1
MacGadget:
Herr Gatzka, Cancom hat sich in den vergangenen Jahren von einem
reinen Mac-Systemhaus zu einem IT-Konzern mit mehreren Tochtergesellschaften
und einem Jahresumsatz von einer halben Milliarde Mark entwickelt.
Welches Geheimnis steckt hinter Ihrem Erfolg?

Reinhold Gatzka:
Durch eine konsequente Diversifizierung in andere
Geschäftsfelder innerhalb des letzten  Geschäftsjahres
ist es uns gelungen, unser Systemhausgeschäft auf eine breite
Basis zu stellen. So liegt unser Anteil im klassischen Apple-Umfeld
(Apple-Hardware plus komplementäre Produkte) deutlich unter
50 Prozent. Apple als Lieferant trägt noch 20 Prozent zu
unserem Einkaufsvolumen bei. Ein Teil des Erfolgsgeheimnisses
ist mit Sicherheit die konsequente Umsetzung einmal gesteckter
Ziele. Dies ist im momentan sehr schwierigen Marktumfeld wichtiger
denn je. Über zusätzliche Dienste, wie zum Beispiel On-Site-36, bundesweite Informationsveranstaltungen, konsequente
Lagerhaltung wichtiger Produkte und der kundenfreundlichen Abwicklung von Sonderaktionen (zum Beispiel "PowerBook Trade-In")
versuchen wir den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden.

MacGadget:
Der Mac-Markt - insbesondere das Geschäftsfeld DTP - ist
einer der wichtigsten Standpfeiler von Cancom. Welche Rolle wird dieses Segment in Zukunft für Cancom spielen?

Reinhold Gatzka:
Der Mac-Markt wird selbstverständlich weiterhin in unserem
Unternehmen eine strategische Bedeutung einnehmen. Aus diesem
Markt kommen wir und mit diesem Markt sind wir groß geworden.
Selbstverständlich werden Entscheidungen in unserem Konzern
nicht aus dem Bauch getroffen, sondern haben eine betriebswirtschaftliche

Entscheidungsgrundlage. Somit wird jeder Unternehmensbereich anhand seiner betriebswirtschaftlichen Daten beurteilt und entsprechende
Investitionsentscheidungen getroffen.

MacGadget:
Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesteckt? Kann
man auch im nächsten Jahr trotz der Wirtschaftskrise ein
zweistelliges Wachstum von Cancom erwarten?

ReinholdGatzka:
Für das Jahr 2002 haben wir wieder sehr ehrgeizige
Ziele. Vielleicht trotz oder gerade wegen  der schwierigen wirtschaftlichen
Lage. Wir glauben, daß wir im Vergleich zu vielen Mitbewerbern
besser aufgestellt sind. Jetzt zu den nackten Zahlen. Ein Umsatz
von 299 Mio Euro bei einem Ebit von 7,6 Mio Euro sind für
das Jahr 2002 für den Gesamtkonzern geplant. Dies bedeutet
ein Wachstum von knapp 20 Prozent.

MacGadget:
Wie beurteilen Sie die gegenwärtige Lage Apples? Was erwarten
Sie von Apple für das Jahr 2002?

Reinhold Gatzka:
Nach unserer Meinung steht Apple so gut da wie noch nie. Die finanzielle
Situation des Konzerns ist sehr gut. Das Produktportfolio ist
so gut wie seit zehn Jahren nicht mehr. Es wurde eine Betriebssystembasis
geschaffen, mit der es möglich sein sollte, neue Kundenkreise
für die Plattform zu gewinnen. Alles in allem eine gute Basis,
um in Zeiten einer sich belebenden Konjunktur "angreifen"
zu können. Im Jahr 2002 erwarten wir Produktinitiativen im
professionellen Marktsegment; mit dem Power Mac G5 einen Leistungssprung
im professionellen Segment; eine komplette Neuausrichtung im Server-Geschäft.

MacGadget:
Der hiesige Mac-Markt ist nach wie vor ein Sorgenkind. Im vergangenen
Jahr ist der Marktanteil auf 1,8 Prozent gesunken. Was müßte
Ihrer Meinung nach anders laufen, um eine Verbesserung der Situation
zu erzielen?

Reinhold Gatzka:
Die Fehler im deutschen Markt sind bereits vor Jahren gemacht
worden und nur schwer zu korrigieren. Wir werden es auch in Zukunft
im Consumerumfeld und in der klassischen Büroumgebung schwer
haben. Hier fehlt es Apple an den Maschinen mit den richtigen Preispunkten, um diese Klientel in Massen zu gewinnen. Apple sollte
sich außerhalb des klassischen "Media-Umfeldes"
Märkte suchen, die bereit und in der Lage sind, mehr Geld
für die Hardware zu bezahlen. Hier wäre zum Beispiel
der Bereich Architektur zu nennen. Initiativen im Schulbereich
könnten hier langfristig ebenfalls zu einer Erhöhung
des Marktanteils beitragen.
Alle Maßnahmen sind von Seiten des
Herstellers mit einer umfassenden Investition verbunden und sollten
von Apple-Seite mit Partnern vollzogen werden, die ebenfalls bereit
sind zu investieren und somit die Investitionen des Herstellers
zu rechtfertigen.
Weiterhin wäre eine klare Vertriebsstrategie
Apples in Europa wünschenswert. Apple macht Direktvertrieb,
Vertrieb an den Fachhandel, Vertrieb an Reseller und Vertrieb
über die Distribution. Dieser weitverzweigte Vertriebsbereich
führt zu extremen Konflikten zwischen den einzelnen Vertriebskanälen
und mindert die Investitionsbereitschaft des Handels.
Vielleicht kann es Apple noch gelingen,
die intensive Beschäftigung des Handels mit sich selbst und
dem Apple-Händler von Nebenan in eine aktive Auseinandersetzung
mit den Kunden umzusetzen.

MacGadget:
Welches Produkt fehlt nach Ihrer Ansicht in Apples Angebot?

Reinhold Gatzka:
Für mich wäre ein extrem günstiges System exklusiv
für Schulen sehr wichtig. Bei den iBooks gibt es von Apple
das mobile Klassenzimmer. Dieses Paket sollte im Preis für
Schulen deutlich günstiger werden. Gleichzeitig sollte ein
ähnliches Paket mit den neuen iMacs geschaffen werden. AirPort
und MacOS X sind gewichtige Argumente für Apple. Über
diesen Weg könnte Apple in Deutschland die Märkte der nächsten Jahre aufbauen und den Marktanteil steigern.
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Informationstag Digital Video von Cancom

 
#2
Streaming und DVD-Brennen in Hannover
München/Macwelt- Einen Informationstag zum Thema Digitalvideo veranstaltet der Apple-Händler Cancom am 22. März in Hannover. Im Parkhotel Welfenhof in der Prüßentritt 85-87 steht zwischen 9.00 und 17.00 Uhr unter anderem ein Final Cut Pro Workflow auf dem Programm. Neben Schnitt und Bearbeitung in Final Cut Pro wollen die Veranstalter zeigen, wie man mit Cleaner 5 die erstellten Daten in unterschiedliche Videoformate umwandelt, und mit Steinbergs Nuendo in Verbindung mit dem Houston Controller  den Film   in Dolby Digital nachträglich vertont. Zum Abschluss wollen die Referneten zeigen, wie man das fertige Werk auf DVD-R bannt.  


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