OPENPICTURES AG bleibt bei der Stange
Intertainment weiter im Ungewissen: Prozesstermin erst 2004?
"Äußerst enttäuscht" zeigt sich Intertainment-AG-Chef Rüdiger Baeres über die Verschiebung der für den 5. August anberaumten Hauptverfahrens-Eröffnung zwischen seiner Firma und Franchise Pictures.
Der einstige Liebling des Neuen Markts, der im ersten Quartal 2003 einen Umsatz von 700.000 Euro einfuhr, ist seit Dezember 2000 zum dritten Mal an einer gerichtlichen Bereinigung in der Auseinandersetzung mit dem US-Produzenten Elie Samaha gescheitert. Intertainment hat dessen Firma Franchise wegen betrügerisch überhöhter Budgets auf Schadenersatz "in Höhe von mindestens 100 Mio. Dollar" verklagt. Beide Parteien wurden von der zuständigen Richterin in Los Angeles aufgefordert, sich bis 21. Juli "auf einen neuen Gerichtstermin im März, April, Mai oder August 2004 zu einigen". Der Rechtsstreit und die ausgefallene Filmauswertung haben laut Baeres "ein Loch" ins operative Geschäft gerissen, das aber mit der neuen Kopelson/Paramount-Produktion "Blackout" gestopft werden könne. Weitere Projekte stünden in der Pipeline, darunter ein Development-Deal mit Disney.
Auch der neue Partner Openpictures AG steht weiterhin zur neuen Firmenkooperation (BF 29/03). "Für uns bleibt Intertainment ein solider Partner, während wir den Gerichtsprozess als notwendiges Übel betrachten", so Openpictures-Vorstand Matthias Batthyany. Neben der Zusammenarbeit im Filmbereich planen beide auch den Vertrieb von Video-Jukeboxen.
Quelle : Blickpunktfilm