Mit Turbos, Wave-Calls und anderen Hebelpapieren, die ausgeknockt werden können, habe ich mich bislang kaum beschäftigt. Hab mal testweise im "Hedge 2006" einen Turbo (Dollar-Long) gekauft und bin prompt ausgeknockt worden. In der Realität würde ich nie auf so etwas setzen. Damit macht man sich ja zum Sklaven. Lieber nehme ich den Zeitwertverlust von Optionen in Kauf (was man durch lange Laufzeiten mildern kann). Ich kann Niraznaz in diesem Punkt nur zustimmen. Mit den Euro-Put-Optionsscheinen, die ich jetzt in "Hedge 2006"-Depot (rechts) habe, konnte ich den gestrigen Euro-Anstieg auf 1,2830 in Ruhe aussitzen. (Seit gestern sprang das Depot von 208. an die 44. Stelle).
Früher hab ich öfter auch in der Realität mit OptionsSCHEINEN gehandelt. Die sind im Prinzip o. k. Mich hat aber geärgert, dass die Emissionsbanken oft gerade dann "Systemausfälle" hatten, wenn der Kurs zum Verkaufen gut stand. Das schien mir geradezu planmäßig abzulaufen. Im Grunde ist das Betrug.
Seit 2002 handel ich lieber mit richtigen Optionen (vor allem an der CBOE.com). Gerade in USA ist der Optionshandel ziemlich transparent, und es gibt beim Kauf/Verkauf immer mehrere Marketmaker zur Auswahl (darunter die relativ neue "Boston Option Exchange" - BOX - , die auch Mittelkurse zwischen den Spreads stellt, dafür aber mehr für die Orderausführung nimmt). Bei "richtigen" Optionen hat man zudem den Vorteil, dass man sie mit Aktien kombinieren kann (z. B. long Aktien, short Call-Option - ein sogenannter "Covered Call"). Man kann auch langlaufende In-the-Money-Calls kaufen und kurzlaufende out-of-the-Money-Calls short dagegen verkaufen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten. Die Zertis haben einige dieser Kombinationen "fest eingebaut". Ich persönlich finde angenehmer, wenn man sich das "selber baut" und die einzelnen Komponenten separat traden kann.
Besonders interessant sind solche Kombinationen bei möglichen Pleitekandidaten. American Airlines (AMR) stand Anfang 2003 Jahren bei 1,50 USD - heute bei 27 USD. Kauft man zu 1,30 die Aktien und sichert sich mit Puts komplett gegen Totalverlust ab (bei Pleite fängt der Put die gesamte Long-Investition auf), kann man damit eine risikoarme Turnaround-Spekulation fahren. Das Risiko besteht darin, dass die Aktie (wie z. B. Nortel) sehr lange zu Tiefstkursen seitswärts läuft und der Put vom Zeitwertverlust "aufgefressen" wird. Bei AMR aber hätte es wunderbar geklappt. Ich hatte damals allerdings mit der PLEITE gerechnet und hab einen Aktien-Short mit Call-Optionen (gegen Anstieg) abgesichert. So bin ich beim Anstieg zumindest ohne größere Verluste davongekommen.
5-Jahres-Chart von American Airlines
Früher hab ich öfter auch in der Realität mit OptionsSCHEINEN gehandelt. Die sind im Prinzip o. k. Mich hat aber geärgert, dass die Emissionsbanken oft gerade dann "Systemausfälle" hatten, wenn der Kurs zum Verkaufen gut stand. Das schien mir geradezu planmäßig abzulaufen. Im Grunde ist das Betrug.
Seit 2002 handel ich lieber mit richtigen Optionen (vor allem an der CBOE.com). Gerade in USA ist der Optionshandel ziemlich transparent, und es gibt beim Kauf/Verkauf immer mehrere Marketmaker zur Auswahl (darunter die relativ neue "Boston Option Exchange" - BOX - , die auch Mittelkurse zwischen den Spreads stellt, dafür aber mehr für die Orderausführung nimmt). Bei "richtigen" Optionen hat man zudem den Vorteil, dass man sie mit Aktien kombinieren kann (z. B. long Aktien, short Call-Option - ein sogenannter "Covered Call"). Man kann auch langlaufende In-the-Money-Calls kaufen und kurzlaufende out-of-the-Money-Calls short dagegen verkaufen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten. Die Zertis haben einige dieser Kombinationen "fest eingebaut". Ich persönlich finde angenehmer, wenn man sich das "selber baut" und die einzelnen Komponenten separat traden kann.
Besonders interessant sind solche Kombinationen bei möglichen Pleitekandidaten. American Airlines (AMR) stand Anfang 2003 Jahren bei 1,50 USD - heute bei 27 USD. Kauft man zu 1,30 die Aktien und sichert sich mit Puts komplett gegen Totalverlust ab (bei Pleite fängt der Put die gesamte Long-Investition auf), kann man damit eine risikoarme Turnaround-Spekulation fahren. Das Risiko besteht darin, dass die Aktie (wie z. B. Nortel) sehr lange zu Tiefstkursen seitswärts läuft und der Put vom Zeitwertverlust "aufgefressen" wird. Bei AMR aber hätte es wunderbar geklappt. Ich hatte damals allerdings mit der PLEITE gerechnet und hab einen Aktien-Short mit Call-Optionen (gegen Anstieg) abgesichert. So bin ich beim Anstieg zumindest ohne größere Verluste davongekommen.
5-Jahres-Chart von American Airlines
