Ich sehe das ähnlich wie du.
Intels Core Technology wird zwar den bisherigen AMD64/Opteron Prozessoren überlegen sein. Aber,
- ob das beim breiten Markt ankommt,
- ob der breite Markt deswegen zu Intel umschwenkt,
- und wann das der Fall sein wird,
kann wohl niemand genau prognostizieren.
Ich beobachte die Intel Aktie seit Februar und frage mich jeden Tag erneut, warum der Kurs weiter nach gibt, bei den vielen guten Zukunftsaussichten (Apple Deal, NAND Deal, WIMAX, Core Technology, Viiv Standart für Wohnzimmer Pcs, Vista, Billig-Pc für Emerging Markets umd auch dort eine Marke aufzubauen, 65 bzw. bald 45 nm Fertigungsprozess, weiterhin wachsender Notebookmarkt, indem AMD Intel nichts entgegenzusetzen hat, fantastische Rahmenbedingungen Weltwirtschaft, Wirtschaft USA, ja sogar good old Europe, sowie die Emerging Markets).
Wenn die Börse gute Geschäftsergebnisse wirklich 6 - 12 Monate vorwegnimmt, dann sollte der Kurs spätestens im Juni anziehen, denn jedenfalls
- Viiv
-Core
-Vista
-45 nm
- Apple Deal
werden spätestens zum 1. Quartal 2007 in den Geschäftszahlen zu erkennen sein. Möglicherweise bringt auch das 4. Quartal 2006 inkl. Weihnachtsgeschäft schon ein schönes Umsatzplus.
@ DrCox
Ich denke, du hast nur teilweise recht.
Die technologischen Grundskenntnisse sind einfach erforderlich, um die Geschäftszahlen bzw. die Geschäftsentwicklung für das konkrete Unternehmen abschätzen zu können. Die Kenntnis der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hilft dann, abzuschätzen, ob sich der Kauf der Aktie tatsächlich lohnt, d.h., ob das Unternehmen an der Börse überbewertet bzw. unterbewertet ist, ob der Zeitpunkt der richtige ist, wie sich die Gesamtwirtschaft entwickeln wird, usw.
Du sagst: "Technologisches Wissen bringt dir so gut wie nichts, weil nach dem richtet sich auch nicht der Verbraucher."
Du pauschalisierst, und kommst deswegen zu einem falschen Ergebnis. Verbraucher ist nicht gleich Verbraucher. Es stimmt, dass eine andere Online Handelsplattform als Ebay kaum die Chance hätte, vom breiten Markt angenommen zu werden. Weil sich der Wechsel aus hundert Gründen einfach nicht lohnt (für mich wäre allein die Zahl der potentiellen Käufer entscheidend).
Dass ist im PC Markt völlig anders. Man muss doch schon beim "Verbraucherbegriff" differenzieren. "Verbraucher" von PC-Produkten sind doch nicht nur der Bürger, der einen Office PC möchte, sondern auch große Unternehmen, die
- Server
- Notebooks
- und Office Pcs ordern.
Hättest du mit deiner Annahme recht, hätte Intel nie Geschäftsanteile verloren. Das Gegenteil ist aber der Fall. Und das liegt jedenfalls im Server Markt nicht nur am Preisleistungsverhältnis. Nicht umsonst hat AMD kürzlich den Klimaschutz im Server-Schrank als Motto ausgerufen (oder so ähnlich). Entscheidend sind, wie sonst auch, die laufenden Kosten bei gleicher Leistung. Und die sind bei AMD DERZEIT einfach niedriger.
Ich glaube also schon, dass Verbraucher, jedenfalls im geschäftlichen Bereich, mittlerweile sehr auf die verbaute Technik achten.
Der Notebookmarkt zeigt, dass das aber auch im Privatanwendermarkt der Fall ist. Wie sonst ließe sich erklären, dass es kaum Turion Notebooks gibt, während Intel 70 % des Marktes hält. Im Desktop Bereich hat AMD es doch auch geschafft. Klar, Intel Pentium M ist technisch überlegen gewesen.
Sobald Intel damit beginnt, massive Werbung zu machen, sollte der Umschwung gelingen.