Mal wieder reichlich fraglich dein Link (wie schon in anderen Threads). Im Artikel steht:
"Im Prinzip lässt sich das Problem auf diesen Nenner bringen: Die Chips von Nvidia sind das Maß aller Dinge im Bereich der Künstlichen Intelligenz – und Intel kommt einfach nicht hinterher, kann seinen geringen Marktanteil bislang nicht ausbauen. Zahlen lügen nicht, und an eben diesen wird das Problem allzu deutlich."Dein Autor (und Wall Street) haben noch nicht recht gepeilt, dass Künstliche Intelligenz im Wesentlichen
Software ist, und nur sehr eingeschränkt Hardware. Rechenzentren/Cloud-Zentren kaufen KI-Chips von Nvidia, weil sich mit denen KI-Programme effektiver trainieren lassen. (Es geht auch ohne, dauert dann aber länger.) Bislang wurde mit KI-
Anwendunge jedoch kaum Geld verdient. ChatGTP z. B. ist gratis, hat aber 100 Mio. $ an Programmierkosten verschlungen. ChatGPT stammt bezeichnernderweise von der Microsoft-Tochter
OpenAI (eben weil es Software ist).
Und diese Software läuft sogar auf Smartphones, die überhaupt keine KI-Chips enthalten!Beim KI-Hype läuft es mMn ähnlich wie im Gold Rush. Am Gold Rush verdienten am meisten und besten die Händler, die den Goldschürfern Schaufeln und Siebe verkauften. Nvidia verkauft die Schaufeln, die Software-Industrie wartet auf Gewinne, die bislang zu wünschen übrig lassen.
Ich halte KI für einen Hype ähnlich wie die Dot.com-Blase. Wenn sich der Hype legt, weil die Gewinne (der Chip-Käufer) kleiner als erwartet ausfallen, sinkt auch die Nachfrage nach KI-Chips. Die Lage ist dann ähnlich wie "After the Gold Rush" (Neil Young), wenn sich unter den zahllosen Goldschürfern, die kaum Gold gefunden hatten, rumspricht, dass das Business nicht wirklich lohnt. Irgendwann verkaufen dann auch die "Hardware"-Lieferanten kaum noch neue Schaufeln.
Hinzu kommt die Kartellklage, die jetzt gegen Nvidia losgelassen wurde: www.n-tv.de/wirtschaft/...gen-Nvidia-ein-article25132072.html
Intel-Hardware hingegen läuft weltweit zig-millionenfach bei den Anwendern, in PCs und Notebooks. Deshalb kann Intel auch immer noch ansehnliche 13 Mrd. $ Umsatz erzielen. Hardware beim Anwender lässt sich nämlich nicht ersetzen. Software schon.