Intel fiel Freitag auf 21,75 USD. Das KGV von Intel sank damit auf 15. Der Kursverfall um fast 5 Dollar (von 26,50 USD) scheint mir ziemlich übertrieben, zumal auch Konkurrent AMD schlechter als erwartete Zahlen lieferte. Intels prognostizierter Umsatz für das 4 Q. lag bei 10,4 bis 10,6 Mrd., erreicht wurden 10,2. Das ist gerade mal 200 Mio. weniger als der untere Grenzwert der Prognose - und immer noch 6,3 % mehr als im Vorjahr.
Ich gehe davon aus, dass sich spätestens bei 20 USD ein Boden bilden wird, und werde dann wieder erste Positionen kaufen.
Bis zum Sommer dürfte Intel seinen Vorsprung in der 65-Nanometer-Technik weiter ausbauen, in der Intel ca. zwei Jahre Entwicklungsvorsprung vor AMD hat (siehe unten). Damit dürften die 3 %, die Intel an AMD im Desktop-Sektor verloren hat, wieder reingeholt werden. Ein weiterer Wachstumstreiber dürfte Intels neuer Yonah-Prozessor (Doppelkern-Prozessor für Notebooks in 65 nm) sein.
In zwei Wochen kommen neue Notebooks mit diesem Doppelkernprozessor raus. Ich werde mir dann einen kaufen, und zwar das Sony-Modell VAIO VGN-FE11Mwww.notebooksguenstiger.de/catalog/...1_32_36&products_id=4330(bitte betrachtet das nicht als Werbung, ich hab keine andere Vorankündigung gefunden - und die zeigt immerhin nachvollziehbar, dass Yonah bereits in die Vermarktung geht)
Unten ein Artikel aus der Zeitschrift C't zu Intels neuen 65-nm-Prozessoren. Yonah-Notebooks hat C't ebenfalls getestet. Fazit: Doppelte Leistung, obwohl die Verlustleistung der CPU nur minimal von 25 Watt (alte Pentium-M) auf 29 Watt (Yonah) steigt. AMDs "Mobile Sempron" und "Turion" sind dagegen ineffektive Stromfresser, die an der Batterie saugen und die Oberschenkel "anbraten", wenn das Notebook darauf liegt. Ohne 65-nm-Technik wird AMD keine zum Yonah konkurrenzfähigen Notebook-CPUs bauen können.
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28.12.2005 10:34
Intel stellt ersten Prozessor in 65-nm-Technik vorMit dem mit 3,46 GHz getakteten Doppelkernprozessor Pentium Extreme Edition 955 stellt Intels seinen
ersten im 65-Nanometer-Prozess gefertigten Großserien-Prozessor vor. Der unter dem Codenamen Presler entwickelte Kern verfügt über insgesamt 4 MByte-L2-Cache, unterstützt Hyper-Threading (HT) und die vor Kurzem eingeführte Virtualisierungstechnik Vanderpool. Wie fast alle neueren Intel-Desktop-Prozessoren beherrscht er auch 64-Bit-Befehle (EM64T) und den NX-Speicherschutz (XD für Execute Disable).
Mit einer Thermal Design Power (TDP) von 130 Watt nimmt der Pentium Extreme Edition 955 maximal genausoviel Leistung wie dessen 90-nm-Vorgängermodell Pentium Extreme Edition 840 auf -- in ersten Tests der c't-Redaktion schluckten komplette Systeme mit diesen CPUs ohne sonderliche Last etwa 150 Watt; unter Vollast genehmigte sich das System mit dem neuen Prozessor jedoch satte 277 Watt. Das sind zwar 53 Watt weniger als bei Bestückung mit dem 840EE, wo insgesamt sogar 330 Watt zu Buche schlagen. Aber ein vergleichbarer Athlon 64 X2 begnügt sich im System mit knapp 99 Watt (Idle) und "nur" 204 Watt unter Vollast.
Der Presler-Kern des Pentium Extreme Edition 955 besteht nicht wie dessen Vorgänger Smithfield (Pentium Extreme Edition/Pentium D 8xx) aus einem Die mit zwei Kernen, sondern aus zwei einzelnen Dies, die zu einem Dual-Core-Prozessor verschaltet sind. Mit nur wenigen Änderungen lasst sich eines der Dies auch separat betreiben, etwa in demnächst erwarteten Pentium-4 und Celeron mit dem dann Cedar Mill genannten Kern.
Mit einem Preis von um die 1000 Euro dürfte die Extreme Edition jedoch eher ein seltener Paradiesvogel für High-End-Systeme sein. Einen größeren Marktanteil erreichen vermutlich die auf demselben Kern aufbauenden Pentium-D-Nachfolger. Intel will sie angeblich schon sehr bald in den Ausführungen 920, 930, 940 und 950 mit 2,8 bis 3,4 GHz Taktfrequenz vorstellen; sie dürften im Unterschied zum Extreme-Verwandten günstiger sein, arbeiten aber mit FSB800 statt mit FSB1066 und beherrschen kein Hyper-Threading.
Nach Intels Plänen sollte ursprünglich der unter dem Codenamen
Yonah entwickelte Pentium-M-Nachfolger Intels erster 65-Nanometer-Prozessor im Handel sein -- der wird nun mit neuen Namen voraussichtlich Anfang Januar erscheinen.
Die Nachfolger von Yonah und Presler werfen bereits ihre Schatten voraus:
Merom (Mobile), Conroe (Desktop-PC) und Woodcrest (Server) sollen vermutlich ab Mitte 2006 mit einer deutlich überarbeiten Prozessorarchitektur aufwarten, die effizienter als das Netburst-Design des Pentium 4 und Xeon arbeiten soll: Woodcrest etwa soll die dreifache Rechen-Performance pro Watt elektrischer Leistung bieten wie ein Irwindale-Xeon mit rund 3,2 GHz Taktfrequenz.------
Noch ein paar solcher (verspäteten) Verkaufsempfehlungen, und der Boden für einen Wiedereinstieg ist bereitet:Intel Corp.: verkaufen (National-Bank AG)Steffen Manske, Analyst der National-Bank AG, stuft die Aktie von Intel (Nachrichten/Aktienkurs) (ISIN
US4581401001/ WKN
855681) von "halten" auf "verkaufen" herab.
Mit den vorgelegten Daten zum vierten Quartal habe Intel zum Jahresende an Fahrt verloren und die Erwartungen nicht erfüllen können. Der Umsatz habe 10,2 Mrd. USD betragen (Konsens: 10,6 Mrd. USD). Dies bedeute einen Anstieg von 6,3% gegenüber dem Vorjahreswert. Somit habe Intel den erst Mitte Dezember selbst gesteckten Zielkorridor von 10,4 bis 10,6 Mrd. USD nicht erreicht. Nachdem in den ersten drei Quartalen deutlich zweistellige prozentuale Zuwächse zu verzeichnen gewesen seien, müsse dieser Anstieg als Enttäuschung gewertet werden. Einer der Gründe sei in dem sich weiter abschwächenden Desktop PC-Geschäft zu sehen, wo für das letzte Quartal sogar ein deutlicher Umsatzrückgang vermeldet worden sei.
Die Bruttomarge von 61,8% habe ebenfalls unter der zuvor vom Unternehmen erwarteten Marge von 63,0% gelegen.
Insgesamt sei jedoch sowohl im letzten Quartal als auch im Gesamtjahr eine Margenverbesserung erfolgt. Demzufolge sei das operative Ergebnis im vierten Quartal um 14,1% auf 3,31 Mrd. USD gestiegen.[Wieso das JETZT, nach dem Absturz um 15 %, noch ein Grund zum Verkaufen sein soll, ist mir schleierhaft - A.L.]
Insgesamt seien die Marktprognosen verfehlt worden, was sich auch letztendlich im Ergebnis je Aktie von 0,40 USD gegenüber dem Konsens von 0,43 USD widerspiegele.
Intel habe die erst im Dezember veröffentlichten Ziele nicht erreichen können. Gleichfalls stehe der schwache Ausblick für das laufende Jahr 2006 eines nur einstelligen prozentualen Umsatzwachstums und einer Margenverschlechterung im Gegensatz zu den bestehenden Marktprognosen. Da Intel bereits im ersten Quartal keine Steigerungen im Umsatz erkenne, erachte man das Kurspotenzial für die Aktie des Unternehmens als begrenzt.
Die Analysten der National-Bank AG ändern daher ihr bisheriges Votum für die Aktie von Intel von "halten" auf "verkaufen".