wobei schon ne Menge positives eingepreist scheint vor den Zahlen
und die Überraschung somit eher auf der Down Seite liegen dürfte
wenn die Zahlen "nur" OK sind.
Intel-Tag - Aufatmen oder Depression?
Der Chiphersteller AMD hat vergangene Woche erste Hinweise auf den Geschäftsverlauf in der Technologiebranche gegeben. Die waren wenig berauschend. Entsprechend gespannt sind Börsianer nun auf den Rivalen Intel.
Intel und AMD liefern sich seit Jahren einen erbitterten Preiskampf und versuchen sich gegenseitig Marktanteile abzuluchsen. Mit neuen Chips hatte AMD den Branchenprimus immer wieder unter Druck gesetzt. Doch das hatte seinen Preis, wie die AMD-Zahlen Ende vergangener Woche offenbart hatten. Auch Intel dürfte im Schlussquartal unter dem harten Wettbewerb Federn gelassen haben. Experten erwarten einen deutlichen Gewinneinbruch bei dem Chiphersteller Nummer eins.
Laut einer Umfrage des Finanzdienstleisters Thomson First Call rechnen Analysten im Schnitt mit einem Gewinn pro Aktie in Höhe von 0,25 US-Dollar. Im gleichen Vorjahresquartal verdiente Intel noch 0,40 Dollar.
Auch auf der Erlösseite dürfte sich der Druck bei den Chippreisen negativ bemerkbar gemacht haben. Beim Umsatz erwarten die Branchenexperten einen Rückgang von 10,2 auf 9,45 Milliarden Dollar.
Wird es noch schlimmmer?
"Wir denken, dass der Preisdruck stärker war, als wir zuvor erwartet hatten", schreibt Prudential-Analyst Mark Lipacis. Besorgt zeigt er sich wegen der Produktionskapazität, der Preisentwicklung für Mikroprozessoren und der Gefahr, dass das Unternehmen Marktanteile an den Mitbewerber AMD verliert.
Für das vierte Quartal 2006 erwartet Lipcis wie der Durchschnitt einen Gewinn von 25 Cent pro Aktie. Allerdings bestehe die Gefahr, dass die Zahlen niedriger ausfielen. Werden Börsianer enttäuscht, könnte das erhebliche Folgen für den Aktienkurs haben. Die jüngste Gewinn- und Umsatzwarnung von AMD schickte die Aktie zehn Prozent in den Keller.
Harte Einschnitte
Immerhin wappnet sich Intel bereits für den harten Wettbewerb. Anfang September hatte der Konzern angekündigt, 10.500 Arbeitsplätze und damit rund zehn Prozent aller Stellen abzubauen. Mit dieser Maßnahme sollen im Jahr 2007 zwei Milliarden und 2008 drei Milliarden Dollar eingespart werden.
Intel wird seine Zahlen heute Abend nach US-Börsenschluss veröffentlichen. An den Aktienmärkten herrscht im Vorfeld insgesamt Unentschlossenheit. "Vor den Intel-Zahlen ist Vorsicht geboten", sagte ein Händler.
In dieser Woche kommt die Berichtssaison in den USA richtig in Schwung. Außer Intel stehen in dieser Woche noch unter anderem die Bilanzen von Apple am Mittwoch, Merrill Lynch am Donnerstag, General Electric und Motorola am Freitag.
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