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der jetzt noch im Konzern verbliebenen profitablen Bereiche wird es m.E. nicht kommen.
Grundsätzlich halte ich es schon für möglich ohne Kapitalerhöhungen auszukommen. Das wird aber im wesentlichen davon abhängen was bei den laufenden Untersuchungen zu Kartellverstößen herauskommt und in welcher Höhe Schadenersatz gezahlt werden muss.
Wenn sich die Konjunktur merklich abschwächen sollte wird es natürlich auch nicht ohne Kapitalerhöhung o.ä. gehen.
Wenn Americas verkauft ist sieht es aber operativ bei TK gar nicht so schlecht aus. Wenn Steel in der Lage ist eine schwarze Null zu halten wird auch das Gesamtergebnis deutlich positiv sein.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass wenn es weiter schlecht läuft, Steel an die Börse gebracht wird.
Bilanziert werden kann im Normalfall nur tatsächlich vorhandene Sachwerte sowie Firmenwerte wenn dafür Geld geflossen ist.
Wenn ich nur schlecht laufende Betriebe verkaufe ist es kein Wunder, dass ich den Buchwert dafür nicht erziele.
Den Käufer interessiert der Buchwert (fast) nicht. Für ihn sind die Verdienstaussichten entscheidend.
Sparten die gut laufen und zuverlässig ordentliche Renditen erwirtschaften werden daher ja auch mit wesentlich mehr als dem Buchwert gehandelt.
Pensionsverpflichtungen bin ich nicht wirklich im Bilde, gebe Dir aber prinzipiell recht.
Was die Abschreibungen angeht, da bin ich etwas anderer Meinung.
Wenn ich im großen Stil Sonderabschreibungen tätigen möchte muss ich dies auch gut begründen können. Bei Americas ist ja auch genau das Geschehen, sonst hätte TK letztes Jahr ja nicht 5 Mrd. Verlust ausgewiesen.
Aber ich kann doch nicht willkürlich mein Anlagevermögen in schlechten Zeiten abschreiben und in guten Zeiten wieder zuschreiben.
Würde der Stahlmarkt heute wieder boomen wie 2006 könnten für Americas auch ganz andere Preise erzielt werden und es wäre nicht zu Abschreibungen (in dem Maße) gekommen.
abwarten für welchen Preis Americas weggeht.
Wenn ich mich recht entsinne hat CSN für beide Werke 3,8 Mrd. Dollar geboten.
Dafür werden sie es aber wohl kaum bekommen, denn für Alabama gibt es ja mehrere Interessenten.
Jede unplanmäßige Abschreibung muss nachvollziehbar begründet sein, also kann ich nicht beliebig ab- und später wieder zuschreiben. Die Gestaltungsfreiheit bei der Bilanzierung wird durch die IFRS eingeschränkt. Mag sein, dass noch Abschreibungen folgen müssen, aber ganz unrealistisch scheint der Buchwert von 3,9 Mrd. € nicht zu sein.
Hätte TK früher noch mehr abgeschrieben hätte das bestimmt auch nicht positiv zum Rating und der Finanzierung für die nächsten Jahre beigetragen.
Worin also hätte der Vorteil gelegen wenn noch mehr abgeschrieben worden wäre?
Das Ergebnis im letzten Jahr wäre noch negativer gewesen und nach dem Verkauf könnte man durch den höheren Verkaufspreis gegenüber den Buchwert einen Gewinn ausweisen- HURRA!
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