Infineon profitiert von Qimonda-Spekulationen, Elpida-Meldung und Nokia-Kooperation
Die Aktie des Halbleiterkonzerns Infineon erhält zur Wochenmitte neuen Auftrieb. Zum einen bemüht sich Sachsen in Russland um eine Rettung der insolventen Infineon-Tochter Qimonda. Zum anderen hat der größte japanische DRAM-Hersteller Elpida Memory Preiserhöhungen um bis zu 50 Prozent angekündigt. Darüber hinaus gab Infineon eine Vertiefung der Kooperation mit Nokia bekannt.
Am Dienstag wurde bekannt, dass sich Sachsen in Russland um eine Rettung des insolventen Speicherchip-Herstellers Qimonda bemüht. Nach Angaben vom Dresdner Regierungschef Stanislaw Tillich im Anschluss an ein Gespräch mit Russlands Regierungschef Wladimir Putin in Moskau geht es dabei um „einen strategischen Investor". Das Interesse in Russland an dem Dresdner Werk sei groß, sagte Tillich. Im Vorfeld allerdings müsste noch eine Reihe rechtlicher Bedingungen geprüft werden.
Elpida kündigt Preiserhöhungen an
Darüber hinaus mehren sich die Zeichen auf eine baldige Erholung der Chipindustrie. Der größte japanische DRAM-Hersteller Elpida Memory hat Preiserhöhungen um bis zu 50 Prozent in den kommenden Monaten angekündigt. Ziel sei es, die Preise mit den Produktionskosten auf Augenhöhe zu bringen, da das Überangebot abgebaut werden konnte. Händler verwiesen als Reaktion auf die Elpida-Meldung, die Hoffnungen auf eine Erholung der Industrie würden größer.
Kooperation mit Nokia.Am Mittwochmorgen meldete Infineon, dass die Kooperation mit Nokia erweitert wird. Infineons Mobilfunk-Plattform ermöglicht es Nokia, preisgünstige Mobiltelefone anzubieten, die den Anwendern einen einfachen Zugang zum Internet ermöglichen. „Wir sind froh, dass wir die erfolgreiche Kooperation mit Nokia im Bereich der Ultra-Low-Cost Produkte XMM(TM)1010 und XMM(TM)1100 jetzt auf unsere EDGE-Produkte ausdehnen können", sagte Peter Bauer, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG.
Positiver Nachrichtenfluss
Der positive Nachrichtenfluss, der das Infineon-Papier bereits in den zurückliegenden Wochen gestützt hat, setzt sich nun fort und dürfte der Aktie des Halbleiterkonzerns zusätzlichen Auftrieb verleihen. DER AKTIONÄR sieht das kurzfristige Kursziel für die Infineon-Aktie weiterhin bei 2,00 Euro.