Im Sog der Emotionen - SELLLLLLLLLLLLLLLL !!!!!!

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Im Sog der Emotionen - SELLLLLLLLLLLLLLLL !!!!!! Abzieher
Abzieher:

Im Sog der Emotionen - SELLLLLLLLLLLLLLLL !!!!!!

 
06.08.02 19:59
#1
Im Sog der Emotionen

Es war ein Tag für die Börsengeschichte: Am Mittwoch, den 24. Juli brach der deutsche Leitindex Dax so tief ein wie seit 1997 nicht mehr. Die Händler waren sich einig: Dieser Ausverkauf war ein handfester Crash. Nachdem die Aktionäre bereits zu Wochenbeginn das Handtuch geworfen und wahllos Traditionsaktien verkauft hatten, machte sich am Mittwoch so etwas wie Endzeitstimmung breit. Der Dax brach immer weiter ein und verlor bis zum absoluten Tiefpunkt gegen Mittag bei 3265 Punkten mehr als sieben Prozent - die alten Tiefstände vom September vergangenen Jahres im Nachhall der Terrorattacken wurden nachhaltig durchstoßen.
Erstaunlicherweise endete der Sell-off jedoch mehr als glimpflich. Alt gediente Aktionäre, die die Crashs der Asien- und Russlandkrise - und vor allem das Gemetzel von 1987 - miterleben mussten, konnten das Licht am Ende des Tunnels antizipieren. Panikverkäufe folgen nämlich meist einem bestimmten Muster: Wenn auf dem Börsenparkett die Angst umgeht, wenn Börsianer vom Ende der Aktienkultur sprechen, schlägt die Stunde der Schnäppchenjäger. Noch während des Handelstages vollzog sich ein bemerkenswerter Trendwechsel: Der Dax stabilisierte sich, unterstützt von den besser als erwarteten Vorgaben der Wall Street und setzte in den letzten Handelsstunden zu einer furiosen Aufholjagd an. Gegen 20 Uhr hatte der Deutsche Aktienindex nicht nur die Tagesverluste von über 250 Punkten wettgemacht, sondern war gar noch ins Plus gedreht - ein klassisches Intraday-Reversal.

Die konsternierten Aktionäre erlebten innerhalb weniger Stunden jenes dramatische Wechselbad der Gefühle, für das die Börse so berühmt ist - verteilt über den ganzen Handelstag wies der DAX eine Schwankungsbreite von über zehn Prozent oder 350 Punkten auf! Nur ein einziges Mal in seiner 14-jährigen Geschichte, nämlich am 2. Oktober 1998 auf dem Höhepunkt der Russland-Krise, waren die Ausschläge der dreißig deutschen Traditionswerte stärker ausgefallen. Doch damit nicht genug: In den nächsten Handelstagen setzte sich die Erholungsrallye an den Weltbörsen fort - der Dow Jones gewann fast 1000 Punkte innerhalb von vier Handelstagen, ehe die Skeptiker wieder das Ruder übernahmen und die Aktienkurse fast ebenso schnell wieder auf Talfahrt schickten.

Volatile Zeiten bestimmen die Aktienmärkte
Keine Frage: In diesen volatilen Tagen sind die Aktienmärkte fest in der Hand irrationaler Kräfte. Während Bullen und Bären in seltener Einigkeit seit Monaten von Einstiegskursen sprechen und sich die Börsengazetten mit Tipps von "einmaligen Kaufchancen" überschlagen, kennen die Aktien seit über zwei Jahren nur eine Richtung - steil südwärts. Die alten Börsenweisheiten greifen längst nicht mehr: Spätestens sechs Monate nach den ersten Zinssenkungen sollten die Aktienmärkte deutlich anziehen, so ein weit verbreitetes Bonmot.

Schlimmer noch: Auch die Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung im ersten Quartal dieses Jahres wurden von den Anlegern geflissentlich ignoriert. Im Zeitalter der Bilanzierungsskandale der Enrons, Worldcoms und Co. ist den Investoren das Vertrauen in die Anlageform komplett abhanden gekommen. Was bleibt, ist ein unbestimmtes Gefühl von Unbehagen und Skepsis, das sich in den letzten Wochen zur schieren Börsenhysterie verselbstständigte. Historisch betrachtet, befinden sich die heutigen Anleger damit in bester Gesellschaft - auch in der großen Depression verkam die Aktie vom Ticket zum Reichtum der zwanziger zum Synonym für die Geldvernichtung der dreißiger Jahre.

Es liegt offenbar in der Natur des Menschen, Entscheidungen in Krisenzeiten weniger nach dem Verstand als vielmehr nach dem Gefühl zu treffen: Da erscheint es nur allzu verständlich, dass viele Anleger angesichts des immer rapideren Kursverfalls nicht mehr dem Leidensdruck standhalten konnten und kapitulierten. Die Börsen sind letztlich also nichts anderes als ein Spiegelbild der menschlichen Seele: Wenn der Schmerz - oder im umgekehrten Fall die Euphorie - am größten ist, sind die heftigsten Kursschwankungen vorprogrammiert. Zu diesen Erkenntnissen kommt zumindest der Analysezweig der "Behavioral Finance", der das Auf und Ab an den Aktienmärkten unter psychologischen Gesichtspunkten betrachtet und der Irrationalität der Anlageentscheidung höchste Bedeutung beimisst. Nach dieser Analyseschule spiegelt der Kurs einer Aktie nie den fairen Wert des Unternehmens wider - sondern lediglich den Gemütszustand der Marktteilnehmer. Grundlegende Gefühlsregungen wie Gier oder Zorn sind für die Behavioral Finance die wahren Triebkräfte einer Anlageentscheidung - und nicht das eventuell günstige Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Von "Zittrigen" und "Hartgesottenen": Die Wiederkehr des Gleichen an der Börse
So treffend sich die derzeit so pessimistische Stimmung an den Weltbörsen mit Hilfe der Behavioral Finance beschreiben lässt ? wirklich neu ist dieser psychologisch orientierte Analyseansatz, der in letzten zehn bis zwanzig Jahren enorm an Popularität gewonnen hat, indes nicht. Der Börsenaltmeister André Kostolany hat in seinen zahlreichen Schriften zur Börse und Aktienkultur auf den Zyklus von Auf- und Abwärtsbewegungen bedingt durch die Stimmungswechsel der Anleger immer wieder hingewiesen.

Das Treiben an den Märkten folgt gemäß der ungarischen Börsenlegende einem immer wiederkehrenden Muster, das sich durch die psychologisch motivierten Übertreibungen der Akteure auszeichnet. Der ewige Widerstreit wird zwischen den "Zittrigen", die schnell von ihren Emotionen übermannt werden, und den "Hartgesottenen" ausgefochten, die der vorherrschenden Stimmungslage trotzen und stets rational agieren. Je nachdem, welcher Anlegertyp an den Märkten in der Überzahl ist, wird die Richtung der Börse in der in Zukunft bestimmt - das würde auch die These von Yale-Professor Robert J. Shiller bestätigen, nach der "eine lange Baisse an der Börse unvermeidlich ist".

Langfristig orientierte Investoren müssten sich nach Kostolany dennoch keine Sorgen machen: Je größer der psychologische Indikator der Panikverkäufe, desto interessanter das Einstiegsniveau - schließlich kommt der nächste Bullenmarkt bestimmt. Die Frage ist nur, wie viel Prozent die Märkte - und vor allem wie viel Nerven die Anleger - dafür noch verlieren müssen.


Von Nils Jacobsen  

t-finance.t-online.de/zone/fina/aktu/mana/...tionen,p=web.html
Im Sog der Emotionen - SELLLLLLLLLLLLLLLL !!!!!! Seth Gecko
Seth Gecko:

schöner artikel. Leider zu pessimsitisch, sonst

 
06.08.02 21:18
#2
gäb's dafür mindestens 3 grüne Sterne.
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Abzieher:

und ein Stück Seife

 
07.08.02 09:03
#3
zum BÜCKEN!!!!!!!!
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lucy:

Bis auf den letzten Absatz OK !

 
07.08.02 09:30
#4
Kostolany lag im Irrtum. Nach seinen Grundsätzen hätte er aus heutiger Sicht sein totales Vermögen verloren. Wie oft glaubten wir alle, der Boden sei erreicht. jeder Einstieg bracht noch mehr Verlust. Langfristig orientierte Anleger sind out. Zocker IN. Anleger, welche vor 7 Jahren in die besten DAX Werte investierten, haben nichts gewonnen außer Depot- Spesen an die Bank.
Zum Einstieg an der Börse wird nicht geläutet.
Es wird auf lange Sicht keine positive Börse geben.
Bei einer Umfrage in USA glauben über 60% der Amis, daß der DOW unter 6000 gehen wird.Wo liegt dann der DAX ?
Aus den 7 NULL-Jahren werden dann 15 Jahre ohne Gewinn für Langfristanleger.
Kostolany hätte auch da sicher nicht zugeschaut.
Es gibt kein "kaufen und dann ruhig schlafen gehen"- wie Kostolany einst sagte.  
Im Sog der Emotionen - SELLLLLLLLLLLLLLLL !!!!!! calexa
calexa:

So so, Kostolany irrte also

 
07.08.02 09:40
#5
Dann schau DIr mal den Dax vor 10 JAhren an, und sage mir noch mal, daß Kostolany irrte. Er hat immer gesagt, daß man

1. Qualitätsaktien kaufen sollte (von Neuer-Markt-Aktien hat er nie viel gehalten) und

2. einen langen Anlagehorizont haben sollte.

3. Kaufe niemals auf Kredit.

Da Kostolany alle diese Regeln befolgt hätte, wäre er nicht Pleite, im Gegenteil, er hätte sich an den Dividenden eine goldene Nase verdient.

Merke: Wer meint, der Erfolg an der Börse käme nur von Kursgewinnen, der hat keine Ahnung!

SO long,
Calexa
www.carstenlexa.de
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flutsch

 
07.08.02 22:54
#6
Seife ist glatt Mädels, was?!

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Fragen?

 
08.08.02 22:12
#7
Kernseife!
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Duschen!

 
09.08.02 14:10
#8
lecker :-)
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saunieren!!!!

 
09.08.02 14:18
#9
cool water!!!
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festhalten Mädels!!!!

 
09.08.02 15:57
#10
glatt heute was? :-)
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Die besten Luxus-Camps

 
09.08.02 20:26
#11
Europaweit im 5-Sterne-Himmel

Bücken Mädels!!!!!



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Abzieher:

der neue Kurvenstar!!!!!

 
11.08.02 10:47
#12
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Abzieher:

Frechheit siegt :-)

 
12.08.02 13:15
#13
Waschbären auf Beutezug


karriere.t-online.de/karr/wiss/biol/ar/CP/ar-waschbaeren.html

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Frechheit siegt :-)

 
#14
Waschbären auf Beutezug!!!!!


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