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Hypoport - Kurschancen mit dem Finanzvertrieb 2.0


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Hypoport SE 79,85 € +1,46% Perf. seit Threadbeginn:   +840,52%
 
Scansoft:

Hypoport - Kurschancen mit dem Finanzvertrieb 2.0

117
26.07.13 11:40
Ich habe mich in den letzten Monaten substantiell an Hypoport beteiligt. M.E. bietet die Aktie auf dem derzeitigen Niveau die reelle Chancen von nennenswerten Überrenditen in den nächsten 2-3 Jahren. Die Gründe für die Einschätzung stelle ich anschließend kurz dar und erläutere sie kurz:

1) Antizyklisches Investitionsmöglichkeit in der Finanzdienstleistungswirtschaft
Die Finanzdienstleistungswirtschaft in Deutschland befindet sich aktuell in der Krise, was man auch an den Aktienkursentwicklungen der Peers von Hypoport MLP, OVB und Aragon ersehen kann. Entsprechend sind die Bewertungen der dort operierenden Unternehmen allgemein depressiv mit teils einstelligen KGV´s. Da der Finanzdienstleistungsmarkt eher zyklisch verläuft deutet sich hier ein zyklischer Tiefpunkt an. Weiterer Vorteil von depressiven Marktstimmungen ist bekanntlich, dass nicht mehr zwischen guten und schlechten Unternehmen unterschieden wird (ähnlich wie in einer euphorischen Marktstimmung). Strukturell ist der Finanzdienstleistungsmarkt weiterhin ein Wachstumsmarkt, da die Marktmacht der Banken tendenziell sinkt und der Bedarf zur Altersvorsorge weiterhin hoch bleibt, da der Staat zunehmend seine Leistungsversprechen nicht mehr finanzieren kann. Im Vergleich zu Banken haben die Finanzdienstleistungsunternehmen den Vorteil im Hinblick auf die Assets deutlich transparenter zu sein und somit weniger unkalkulierbare Bilanzrisiken aufzuweisen. Für ein antizyklisches Investment insoweit ein interessantes Marktsegment.

2) Strukturell überlegendes Geschäftsmodell
Hypoport hat m.E. ein im Vergleich zum Wettbewerb strukturell überlegendes Geschäftsmodell, was dem Unternehmen ermöglichen wird auch in einem stagnierenden bzw. rezessiven Marktumfeld zweistellig organisch zu wachsen.

a) Allfinanzvertrieb Dr.Klein
Hypoport besitzt einen "normalen" Finanzvertrieb wie ähnlich z.B. AWD, OVB, Bonnfinanz, DVAG und MLP. Der Unterschied ist, dass dieser Vertrieb vollständig internetfokussiert und nachfrageorientiert ist. Dr. Klein berät, wenn eine Nachfragesituation beim Kunden vorhanden ist und "drückt"( in der Regel) keine ungewollten Produkte auf. Folge ist eine höhere Beratungsqualität und einhergehend eine relativ gute Markenreputation. Die notwendigen Leads werden sehr effizient über eigene Seiten (v.a. vergleich.de) im Internet generiert, wobei einfache Produkte über den Telefonvertrieb und komplexe Produkte über den Filialvertrieb verkauft werden. Im Unterschied zu reinen Onlinevertrieben wie Check24 und finanzen.de verfügt Dr.Klein auch über ein "Offline" Filialvertrieb der als Franchisemodell betrieben wird, was dem Unternehmen eine kapitalschonende Expansion in diesem Bereich ermöglicht. Dies zeigt, dass Dr.Klein im Gegensatz zu den vorgenannten Strukurvertrieben bei entscheidenen Elementen anders (m.E. besser) organisiert ist. Dieses "neue" Geschäftsmodell des Vertriebs scheint sich auch verstärkt in der Branche durchzusetzen, da Dr.Klein für sein Modell seit Jahren neue Berater gewinnen konnte, während bei fast allen Vertrieben diese Kennziffer rückgängig ist. Mit steigender Beraterzahl steigt bekanntlich auch die Vertriebsmacht und damit einhergehend der Wert des Vertriebes.

b) Europace
Das interessanteste Asset von Hypoport ein Europace. Ein Marktplatz für Finanzprodukte, der als Cloudsoftwarelösung bei Vertrieben und Produktgebern platziert wird. Dieser Marktplatz ist in seiner Konzeption einzigartig in Deutschland und wird über Finmas und Genopace aktuell auch im Sparkassen und Genossenschaftsbankensektor platziert. Der Marktplatz ermöglicht einen sehr effizienten Vertrieb bzw. die Abwicklung von Finanzierungsprodukten und scheint ein Marktbedürfnis zu befriedigen. Jedenfalls steigen die Umsätze auf dieser Plattform kontinuierlich an und haben zuletzt 2012 ein Volumen von 28 Mrd. erreicht. Insofern kann man nunmehr feststellen, dass sich diese Geschäftsidee bzw. dieses Geschäftsmodell in Deutschland durchgesetzt hat. Gerade bei neuartigen Geschäftsmodellen besteht regelmäßig die Gefahr, dass diese scheitern. Dies sehe ich bei Europace nicht mehr, da der erreichte Track Record eine beeindruckende Sprache spricht. Sobald sich eine Plattformlösung durchsetzt, proftiert der Inhaber dieser Plattform von zwei positiven Effekten. Dem Marktplatzeffekt und den hohe Grad an Skalierbarkeit( vgl. Ebay). Beide Effekte werden in den nächsten Jahren immer deutlicher hervortreten, da bislang die Investitionen in dem Plattformaufbau im Vordergrund standen, die bis dato schon über 50 Mill. EUR (mehr als die aktuelle Marktkapitalisierung) betragen haben (aufgrund der Höhe der bislang geleisteten Investitionen sehe ich auch das Replacementrisiko durch Wettbewerber als gering an). Die "Erntezeit" bei Europace beginnt also erst langsam.
c) Maklertätigkeit für die Wohnungswirtschaft
In seinem dritten Geschäftsbereich ist Hypoport als Makler in der Wohnungswirtschaft tätig. Nach eigenen Angaben ist man hier Marktführer. Dies kann ich nicht verifizieren, allerdings generiert Hypoport hier seit Jahren kontinuierlich Ebitmargen von 30%, so dass hier offenbar ein Wettbewerbsvorteil gegeben ist.

Zu der zugegeben schwierigen und strittigen Frage der Bewertung des Unternehmens nehme ich im Verlauf der kommenden Tage nochmal gesondert Stellung.
Aktienmarkt ist halt kein Ponyhof
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Scansoft:

Am Ende wird

 
15.10.26 09:57
sich auch in Deutschland- gezwungermaßen - die Eigentumsquote deutlich erhöhen. Ist in anderen Ländern mit disfunktionalen Mietmarkt auch passiert.

The vision to see, the courage to buy and the patience to hold
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Drilledopp:

da warten

 
15.10.26 10:06
”Man gewinnt weiter Marktanteile,
Dass der Baufi Markt bald wieder anziehen wird ist ja fast unvermeidbar, da halt der Mietmarkt als Konkurrenz für Familien nicht mehr existiert. Sieht man ja jetzt schon beim Neubau.
Scansoft, 15.10.26 08:09
wir jetzt schon seit 5 Jahren drauf, ebenso das sich die Eigentümerquote erhöht, leider bisher Fehlanzeige.
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Scansoft:

Ja, aber der

 
15.10.26 12:23
Druck steigt ja weiterhin jedes Jahr. Familien finden z.B. geeigenete Wohnungen nur noch im Kaufmarkt. Zudem steigen immer mehr Kleinvermieter aus, inbesondere wenn jetzt die 10 Jahresfrist bei der Steuerfreiheit fallen wird, dann wirds nochmal eine Angebotsschwemme geben.
The vision to see, the courage to buy and the patience to hold
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könig:

Kapitalterhöung/Rückkäufe

 
15.10.26 15:16
Möglicherweise beweist Ronald auch in dieser Disziplin rückwirkend immer ein gutes Händchen
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tommster:

Diesmal

5
15.10.26 15:53
ist auch die Kursreaktion angemessen. Hypoport hat m.E. das Bestmöglichste aus  dem Markt herausgeholt.
Wowiport war in Q3 mit + 70 TE Einheiten sehr stark.
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Juliette:

Aufwärtstrend bei neuen Wohngebäuden hält an

 
16.10.26 08:22
www.destatis.de/DE/Presse/...ungen/2026/10/PD26_370_3111.html
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Scansoft:

Wenn man so die Meldungen

2
16.10.26 08:40
verfolgt, kommt Corify auch ganz gut voran. Ist natürlich alles auf niedirgen Niveau, aber es ist nicht alles schlecht und mies bei Hypo:-)
The vision to see, the courage to buy and the patience to hold
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unbiassed:

Welche Meldungen

 
16.10.26 11:05
meinst du? Habe jetzt nur diese vor 3 Tagen gefunden

www.asscompact.de/nachrichten/...flottenverwaltung-mit-corify
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Scansoft:

Ja, die meinte

 
16.10.26 11:36
ich. Ich glaube man hat hier gute Chancen eine marktführende Plattform zu platzieren. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es zuvor auch schon von anderen Anbietern vergeblich veruscht wurde. Aber Smart Insure zeit ja, dass Hypo einen langen Atem hat.
The vision to see, the courage to buy and the patience to hold
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Obelisk:

Mist, habe es

 
16.10.26 11:51
verpasst hier rechtzeitig einzusteigen. War bei unter 70 ein klarer Kauf mit deutlichem Potential.
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Drilledopp:

Na, geht doch

 
16.10.26 12:03
da muss ich nur mal ein wenig blöd rumunken und schon geht es wieder aufwärts  -)
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pinktrainer:

Macht sich jemand Sorgen

 
16.10.26 12:46
wegen des Gaps bei 73,15 ?
Antworten
unbiassed:

Mach mir eher um Berlin sorgen

 
17.10.26 15:40
wobei ich es innerlich bereits abgeschrieben habe. Vielleicht wacht Deutschland jetzt auf, dann hätte sich das Opfer gelohnt
Antworten
unbiassed:

Rot-Grün-Rot in Berlin

 
17.10.26 16:46
einigt sich in Sondierungen auf Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne ab 10.000 Wohnungen. Zudem soll es das größte Wohnungsbauprogramm seit Wiedervereinigung geben: 100.000 neue Wohnungen bis 2031.
Antworten
chase:

im Wortlaut:

 
17.10.26 17:30
Vergesellschaftung
Die drei Parteien sind sich einig, dass die Anwendung von Artikel 15 Grundgesetz
ein Beitrag zum Ausbau des kommunalen Wohnungsbestands und zur
Überwindung der Krise auf dem Wohnungsmarkt ist.
Mitte 2028 wird auf Basis eines 2027 festgelegten Finanzierungskonzeptes ein
Gesetz zur Überführung von Wohnimmobilien in Gemeineigentum dem
Abgeordnetenhaus zur Verabschiedung vorgelegt. Das Gesetz tritt in Bezug auf
die Überführung der Bestände erst ein Jahr nach Verkündung in Kraft.
Wir werden bei der Umsetzung des Volksentscheids die Vorarbeiten einbeziehen.
Die Anwendung gilt bei privaten Unternehmen ab 10.000 Wohnungen. Es gilt ein
Selbstbehalt von 10.000 Wohnungen. Genossenschaften und
gemeinwohlorientierte Akteure werden ausgenommen. Wohnungen, die nach
dem 1.1.2021 errichtet worden sind oder errichtet werden, sind ebenfalls
ausgenommen. Eine Enteignung nach Artikel 14 GG wird ausgeschlossen.
Der Träger der Vergesellschaftung stellt die gemeinwirtschaftliche
Bewirtschaftung und umfassende Mitbestimmung der Mieterinnen und Mieter
sicher. Für den Aufbau der Organisation erhält der Träger eine
Eigenkapitalzuführung. Die Entschädigungssumme wird bei 16 Mrd. Euro unter
der Maßgabe gedeckelt, dass die fiskalische Tragfähigkeit gewährleistet wird.
Dies muss auch für den Fall der Verschlechterung der
Finanzierungsbedingungen im Zeitverlauf gewährleistet werden.
Die durchschnittliche Eingangsmiete für die überführten Mietwohnungen wird
nicht höher liegen als die durchschnittliche Miete in der bisherigen
Eigentümergesellschaft zum Zeitpunkt der Eigentumsübertragung. Die Mieten in
den Beständen richten sich grundsätzlich nach den Vorgaben der
Kooperationsvereinbarung des Landes Berlin mit seinen landeseigenen
Wohnungsunternehmen.
Im Rahmen der Gesetzesformulierung sind fiskalische Risiken für den Haushalt
des Landes Berlin sowie rechtliche Risiken zu minimieren bzw. auszuschließen.
Neben der Vergesellschaftung wollen wir weitere Instrumente ausloten, um
schnell und rechtssicher den kommunalen Wohnungsbestand zu erhöhen.
Antworten
Katjuscha:

Wieso übertreibt man bei dem Thema immer so?

 
17.10.26 20:14
Die Wohnungen wurden unter Sarazin vom Land Berlin an die Konzerne verkauft. Nun kauft man sie halt wieder zurück. Ganz normaler Vorgang.

Ich fände es als Steuerzahler eher blöd, Weil man mal wieder viel teurer zurückkauft als man verkauft hat. Aber gut, damals brauchte man halt erstens das Geld dringend und zweitens Expertise bei der Sanierung. Heute geht’s ja um ganz andere Fragen in Berlin. Damals gab’s noch Leerstand, heute zu wenig Sozialwohnungen.
the harder we fight the higher the wall
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unbiassed:

Ein zurück kaufen

4
18.10.26 07:52
würde bedeuten das mein Marktpreis bezahlt den man auch ablehnen kann. Alles andere, vor allem mit Zwang, ist Enteignung. Erst Recht wenn es von einem Bieter kommt der, der nicht mal das Geld dafür hat. Aber das dieses allein schon unglaubliche Vorhaben ein absolutes Randthema bei dieser Regierungsbildung ist, zeigt schon wie abgestumpft man in Deutschland ist. Von der Bewirtschaftung und Instandhaltung will ich gar nichts erst anfangen zu reden. Unglaublich alles.
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Katjuscha:

Man bezahlt ja den Marktpreis

2
18.10.26 12:41
Anders geht es gesetzlich gar nicht.

Der Rückkauf steht in der Gesetzgebung, inklusive Verfassung, egal ob das bei Immobilien ist oder bei Grundstücken, um beispielsweise Autobahnen bauen zu können. Da regt sich komischerweise kaum jemand auf. Aber wenn es um Sozialwohnungen geht (genau wie bei den ach so bösen Bürgergeldempfängern), macht man ein großes Fass auf.

Ich finde es daher eher unglaublich dass wir immer die Ärmsten und deren Belange schimpfen, statt mal die wirklichen Probleme in diesem Land zu adressieren. Steuerschlupflöcher für Reiche, extrem ungleiche Vermögensverteilung und Bildung, das sind die Dinge, die man angehen müsste, um zukunftsfähig zu sein. Das sind Dinge, die in Skandinavien und vielen anderen Regionen ganz normal sind. Bei uns tut man so als würde der Sozialismus ausbrechen, wenn mal jemand die oberen 2% addressiert. Wir kamen übrigens vor 30 Jahren sehr gut mit einem Immobilienkonzern in den oberen DAX Indizes aus. Wieviel sind es heute nach der Privatisierungswelle, die viele schon vergessen zu haben scheinen.
the harder we fight the higher the wall
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Katjuscha:

Früher in den 80/90er Jahren gab es übrigens auch

 
18.10.26 12:45
In SPD und Union genügend Politiker, die vor der Privatisierungswelle warnten, insbesondere was Grund und Boden betrifft. Leute wie Vogel, Geißler etc. waren sicherlich keine Sozialisten. Für die waren trotzdem „Enteignungen“ ein ganz normales verfassungsgemäßes Mittel.
the harder we fight the higher the wall
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unbiassed:

Man bezahlt einen

 
18.10.26 14:27
Verkehrswert, aber der Marktpreis kann nur dort entstehen wo ein Markt ist. Einfach einen Inhaberwechsel der Wohnung wird kein ausreichender gesetzlicher Grund sein. Das wird durch Gerichte teuer zum scheitern kommen. Wenn man alle Bauvorschriften der letzten 5 Jahren streicht, die Gewst für den ersten Eigengebrauch streicht hat man einen brodelnden Wohnungsbaumarkt aber es gibt dann leider weniger Beamte in irgendwelchen Bauministerien die von ihren Parteien rundum versorgt werden  
Antworten
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#32059

Highländer49:

Hypoport

 
19.10.26 10:20
Die Hypoport-Aktie meldet sich mit einem kräftigen Lebenszeichen zurück. Nach dem jüngsten Mehrjahrestief sprang der Kurs innerhalb einer Woche um +15,31% auf 77,95 €. Bullische Divergenzen im RSI und MACD sowie ein frisches RSI-Crossover stützen die Erholung. Der übergeordnete Abwärtstrend und das bärische MACD-Signal mahnen jedoch weiterhin zur Vorsicht.
www.finanznachrichten.de/...t-die-trendwende-gelungen-486.htm
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unbiassed:

Es geht los Realitäts

 
20.10.26 16:55
schockwellen:

Ines Schwerdtner kündigt Mieterhöhungen & Sanierungstopp für die enteigneten Wohnungen in #Berlin an!

Man braucht 16 Mrd. und hat –4 Mrd. Haushalt. Es läuft also über Zinskredite, aber da die Zinsen so hoch sind, müssen die Mieten "moderat erhöht" werden.

Wie man Rücklagen für Sanierungen bilden will, während man die Miete für die Schuldrückzahlungen nutzen möchte, konnte nicht erläutert werden. Es wird obendrauf also einen Renovierungs- und Sanierungsstopp geben.

So gewählt, so bekommen..
Antworten
Trash:

Das Thema wird völlig

 
20.10.26 17:02
überbewertet. Es handelt sich hier um nicht mehr als eine realitätsferne Schnapsidee, um künstlich politische "Relevanz" zu erzeugen , ausgehend von einer extremen Partei, die mE nicht weniger irrelevant ist als eine AFD. Weder die Immobilienbranche, noch der Bund werden tatenlos zusehen, wie der Zukunftsstandort Berlin uninvestierbar wird und der ohnehin klamme Haushalt völlig ruiniert wird ohne jedweden Mehrwert.  
Antworten
unbiassed:

Die Freiheit stirbt Zentimeterweise

2
20.10.26 17:38
und wir stumpfen ab:

Die Forderung nach radikalen Eingriffen in den Mietmarkt – wie Mietstopps und strikte Obergrenzen, die von Wirtschaftsverbänden, Parteien der Mitte und dem Eigentümerverband lange als „sozialistisch“, „verfassungswidrig“ und „völlig realitätsfern“ abgetan wurden – wurde über fast ein Jahrzehnt hinweg in der politischen Arena debattiert, bevor sie in Form des Berliner Mietendeckels tatsächlich Gesetz wurden.
Der zeitliche Verlauf lässt sich in drei Phasen unterteilen:
Die Entstehung der Forderung (ca. 2011–2013): Mit dem rasanten Anstieg der Mieten in Großstädten wie Berlin begannen linke Parteien (insbesondere Die Linke) sowie Mieterinitiativen, radikale Instrumente wie einen gesetzlichen Mietenstopp oder absolute Mietenobergrenzen zu fordern. Zu diesem Zeitpunkt galt die Forderung im politischen Diskurs und vonseiten der etablierten Parteien (CDU, FDP, aber auch große Teile der SPD) als wirtschaftsfeindlich, investitionszerstörend und rechtlich undurchsetzbar.
Die Phase der scharfen Entwaffnung (2015): Als Reaktion auf den massiven öffentlichen Druck und die anhaltenden linken Forderungen versuchte die große Koalition im Bund das Thema abzufedern, indem sie 2015 die bundesweite Mietpreisbremse einführte. Diese war jedoch voller Ausnahmeregelungen und greift bis heute nur bei Neuvermietungen, weshalb die radikaleren Forderungen nach einem echten „Deckel“ von links weiter aufrechtchterhalten wurden. 
Der Durchbruch und das jähe Ende (Juni 2019 bis Januar 2020): Rund 8 bis 9 Jahre nach den ersten laut werdenden Forderungen spitzte sich die Lage in Berlin (unter der R-R-G-Koalition aus SPD, Linken und Grünen) so zu, dass der Senat im Juni 2019 ankündigte, den radikalen Mietendeckel – inklusive Mietstopp und Mietensenkungen für den Bestand – trotz verfassungsrechtlicher Bedenken umzusetzen. Im Januar 2020 wurde er vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen. 
Von der ersten, als realitätsfremd verlachten Forderung der politischen Ränder bis zur gesetzlichen Umsetzung vergingen somit knapp 8 bis 10 Jahre
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