relativiert sich ja bei Hypoport zunehmend. Alleine gestern gab es einen Handelumsatz von ca. fast 350k. Sofern Sparta weiter abbaut, sollte diese Kennziffer auch ansteigen. Ansonsten kann man bei Hypoport in der Tat sehr gelassen sein. Unternehmensspezische Risiken bzw. böse Überraschungen, wie sie in den letzten Jahren leider wiederholt auftraten, sehe ich aktuell nicht. Den laufenden Rückgang der Onlineerlöse (Tagesgeldkonten) schein man kostenneutral aufzufangen und Sanierungserfolge im Versicherungsbereich sind sichtbar, was man schön an der überproportionalen Steigerung der Roherträge im Verhältnis zum Umsatzwachstum sehen kann. Wenn dieser Bereich nicht mehr schrumpft und Verluste generiert, sondern gewinnträchtig wächst, kann man sich ausmalen, wo dann die Ebitmarge im Bereich PK stehen wird.
Die spannenste Frage für mich ist aktuell, ob wir im deutschen Finanzierungsmarkt nunmehr einen Paradigmenwechsel sehen und hier der Markt nun für die nächsten Jahre nun insgesamt beginnt zu wachsen. Ich hatte mich in den letzten Jahren immer gewundert, dass der Markt seit Jahren stagniert, aber hier hatte ich wohl die Trägheit makroökonischer Entwicklungen unterschätzt, d.h. wie lange es dauert, bis die Angebotsseite auf den jahrelangen Nachfrageüberhang reagiert. Wahrscheinlich mussten die Preise so weit steigen, dass sich jetzt auch Neubauten wieder lohnen.
Sollte der Markt - wie im Q1 - zu sehen war, tatsächlich 10% p.a. wachsen, würde dies die Neubewertung von Hypoport erheblich beschleunigen. Bin ja in meinen Szenarien immer von einem Umsatzwachstum von 10% p.a. ausgegangen. Analog mit einem wachsenden Markt kann Hypoport aber mit 20% p.a. wachsen und die Skaleneffekte viel schneller realisieren. 20% Umsatzwachstum die nächsten 3 Jahre unterstellt, würde schon 2017 zu Umsätzen von ca. 200 Mill. führen und nicht wie von mir erwartet 2020.
The vision to see, the courage to buy and the patience to hold