„Das Risiko eines Preisrückgangs am deutschen Immobilienmarkt wird immer größer“
Schließlich ist man unter dem Schlagwort „Makroprudenzielle Aufsicht“ in vielen Ländern dazu übergegangen, den Banken jeweils aktuelle Vorgaben zu machen, bis zu welcher Beleihungsgrenze sie Immobilienkredite vergeben dürfen. Nicht nur in den Niederlanden, erprobt wurde dieses Konzept in Asien. Solche Schritte der Regulierung werden unter Ökonomen als eine Möglichkeit diskutiert, Risiken für die Finanzstabilität zu verringern, wenn die Geldpolitik entweder sehr locker ist oder als Instrument zu grob erscheint.
Vermieden werden soll ein Teufelskreis, der in einer Krise mündet. Der Mechanismus geht so: Bei niedrigen Zinsen steigen die Preise für Immobilien, deshalb können sie höher beliehen werden und werden noch teurer, bis die Blase platzt. Auch in Deutschland hat der Ausschuss für Finanzstabilität, in dem unter anderem Claudia Buch von der Bundesbank sitzt, im vorigen Jahr der Bundesregierung empfohlen, bis Ende 2016 das gesetzliche Instrumentarium für eine solche Begrenzung vorzubereiten – damit man es hat, wenn man es braucht. „Die Vorbereitungsarbeiten zur Umsetzung laufen, einschließlich intensiver Abstimmungen“, heißt es beim Bundesfinanzministerium.
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