Viel wurde gerätselt und prognostiziert, nun zeigt eine Analyse tatsächlicher Immobilienkäufe und -verkäufe: Die Preise für Wohneigentum sind in der Coronakrise spürbar gesunken. Im Vergleich zum Februar wurden Eigentumswohnungen im März und April 7,5 Prozent günstiger verkauft. Die Preise lagen deutschlandweit im Durchschnitt bei 2776 Euro pro Quadratmeter. Im Februar waren es 3002 Euro. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern gingen die Preise um 1,8 Prozent von 2200 auf 2160 Euro pro Quadratmeter zurück, zeigt eine Analyse der Firma On-Geo auf Basis von 20.000 Transaktionen seit März.
Die Ergebnisse der bislang unveröffentlichten Studie liegen dem Handelsblatt vor. „Die Corona-Pandemie hat zu einer kurzfristigen Schockreaktion bei Wohnimmobilienpreisen geführt“, sagt Sanjo Nitschke, Leiter der Analyse bei On-Geo.
On-Geo ist ein Datendienstleister für den Immobilienmarkt. Nach eigenen Angaben nutzen 85 Prozent aller Sparkassen und Banken in Deutschland die Produkte des Münchener Unternehmens zur Immobilienbewertung. Jährlich ermittelt es die Werte für mehr als 1,5 Millionen Immobilien.
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