gut für das Wachstum von Umsatz und Ebit von Hypoport:
"So schön diese Idee auch klingt, so falsch ist sie leider auch. Denn die These von der Wertbeständigkeit der Immobilien ist ein Mythos. Das wissen alle, die mal ein Haus in einem Landstrich gekauft haben, wo später einmal eine Windkraftanlage oder eine Autobahn gebaut wurde. Und selbst Großstädter sind davor nicht gefeit. Gerade in Zeiten, in denen so viele Anleger Zuflucht im Betongold suchen, fangen auch die Hauspreise beträchtlich an zu schwanken. Selbst für Experten wird es immer schwerer, den wahren Wert einer Immobilie zu bestimmen. Mit einem Investment in Wohneigentum waren in vielen Städten seit 2010 zweistellige Wertsteigerungen pro Jahr möglich. In den deutschen Metropolen zogen die Preise seitdem um 50, 70, sogar 100 Prozent an. Größenordnungen, von denen Immobilienkäufer vor ein paar Jahren nicht einmal zu träumen wagten. Doch geht es deshalb so weiter?
Wie 2008 in Amerika
Momentan schon, denn wie immer in solchen Boomphasen gilt: Wenn es steil bergauf geht, wollen plötzlich alle an den Wertsteigerungen teilhaben. Jeder, der es sich irgendwie leisten kann, denkt über eine Umwandlung von Geld in Steine nach. Deswegen preschen noch mehr Käufer in den Markt. Teils in der Erwartung weiter steigender Preise, teils in der Annahme, mit einem Haus ein Pfand in der Hand zu haben, das man bewohnen oder wieder zu Geld machen kann. In Letzterem besteht der große Irrtum. Deshalb ist der Haus- und Wohnungskauf ungemein gefährlicher als jedes Investment am Aktien- oder Anleihemarkt."
www.faz.net/aktuell/finanzen/...en-seien-koennen-14931083.html