HV-Bericht Medion AG
Am 22. Mai 2001 fand die dritte ordentliche Hauptversammlung der Medion AG statt, die im Zeichen des guten Wachstums des Unternehmens und des Aufstiegs zur Nummer 4 im Nemax 50 zu sehen ist. Der Vorstand lud die Aktionäre und deren Vertreter sowie die Gäste ins Messehaus West der Messe Essen ein, um über das Rumpfgeschäftsjahr vom 1.7.2000 bis zum 31.12.2000 zu berichten und auch die Zahlen für das erste Quartal 2001 vorzulegen, die am Morgen der HV veröffentlicht worden waren. Unter den Gästen befand sich auch Michael Neugebauer, der für GSC Research berichtet.
Die Hauptversammlung am 31. Oktober 2000 hatte beschlossen, das Geschäftsjahr des Unternehmens auf das Kalenderjahr umzustellen und ein Rumpfgeschäftsjahr einzulegen. Diese Maßnahme wurde auch auf die Tochterunternehmen angewendet, so dass ein entsprechender Konzernabschluss erstellt worden ist. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden auch die Zahlen des Konzernabschlusses für den Zeitraum 1. Juli 1999 bis 30. Juni 2000 vorgelegt.
Bericht des Vorstands
Nach Eröffnung der Versammlung und der Abhandlung der Formalien durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Dr. Stützle freute sich Vorstand Brachmann zu Beginn seines Beitrags über das gute Zahlenwerk, das er für das Rumpfgeschäftsjahr wie auch für das erste Quartal vorlegen konnte. Die Geschäfte haben sich weiter positiv entwickelt, inzwischen erhielt man sogar Auszeichnungen für bestimmte Produkte.
Auch der Kurs habe sich besser gehalten als der Nemax 50. Seit der Emission legte er um 400 Prozent zu, und inzwischen ist die Medion AG die Nummer 4 im Nemax 50 geworden. Die vergleichweise erfreuliche Kursstabilität wurde denn auch belohnt, als bei Kursen um 70 Euro wieder Käufe von Seiten der Investoren einsetzten. Die Planzahlen konnten bis jetzt stets eingehalten werden, so dass die Kursentwicklung auch unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten ist.
Die Strategie der Vergangenheit hat sich nach den Worten von Herrn Brachmann bewährt, weshalb insbesondere den Großkunden guter Service geboten werden kann. Durch gezielte Vermarktungsaktionen seien diese wiederum in der Lage, das Image beim Kunden aufzuwerten. Die Medion AG sei also zudem in der Lage, Großkonzernen Massenvertriebskanäle zu eröffnen.
Anschließend legte das Vorstandsmitglied Herr Eigen die Bilanzzahlen vor. Zuvor gab er Trendzahlen des Konsumentenmarkts kund, die für das Geschäft der Medion AG entscheidend sind. So habe der Markt für Consumerelectronic ein Wachstum von 16 Prozent zu verzeichnen gehabt. Die Marktforschung erwarte für die nächste Zeit eine weitere Steigerung der Branchenumsätze um 10 Prozent auf über 43 Mrd. DM.
Vor diesem Hintergrund konnte der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr um 53 Prozent auf 2,028 Mrd. DM gesteigert werden, wovon 76 Prozent im Bereich Multimedia generiert wurden, aus dem eine Umsatzsteigerung von 904 auf 1,541 Mrd. DM resultiert. Am meisten wurden dabei große TV-Geräte, DVD-Spieler und Digital-Kameras abgesetzt.
Der Jahresüberschuss hatte bei 28,7 Mio. Euro gelegen, das DVFA-Ergebnis pro Aktie stieg von 0,7 auf 1,2 Euro. Daher soll eine Dividende von 0,5 Euro je Aktie gezahlt werden. Trotz der Steigerung der Geschäftstätigkeit konnten erfreulicherweise die Verwaltungs- und Betriebskosten im Verhältnis zur Gesamtleistung reduziert werden. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Ergebnis zwischen 1,19 und 1,84 Euro je Aktie erwartet.
Im Bereich Investor Relations findet laut Herrn Eiger hinsichtlich aller Belange des Unternehmens ein kontinuierlicher Austausch mit den Investoren statt. So wurden inzwischen über die Medion AG von Banken 14 Research Reports erstellt. Von der DSW in Düsseldorf sei man als "beste Neuemission des Jahres 1999" ausgezeichnet worden.
Im ersten Quartal des laufenden Jahres konnte der Umsatz um 40 Prozent von 340 auf 478 Mio. Euro gesteigert werden, der Quartalsüberschuss erhöhte sich von 9,4 Mio. auf 16,1 Mio. Euro, das Ergebnis je Aktie betrug 0,67 gegenüber 0,39 Euro. Die Strategie, große Handelsketten zu beliefern, sei aufgegangen und habe maßgeblich zu diesem Ergebnis beigetragen, so der Vorstand.
Im ersten Quartal 2001 wurden 441.000 Euro an Investitionen getätigt, und die Gesellschaft ging verstärkt den Ausbau der IT-Infrastruktur an. Das zweite Quartal sei ebenfalls gut angelaufen. Inzwischen wurde auch eine US-Tochter gegründet, wie Herr Eigen darlegte
Danach ging Herr Brachmann auf die mittelfristige Wachstumsstrategie ein. Das Ziel sei es, weitere Handelsketten für Elektronik als Partner zu gewinnen. Dies glückte u.a. (ohne dass diese explizit beim Namen genannt wurden) inzwischen z.B. bei Expert und EP.
Im Ausland stieg der Umsatz von 187 auf 503 Mio. DM und erreichte damit 15,7 Prozent vom Gesamtumsatz. Die Medion ist inzwischen in 10 Ländern aktiv und hat Tochterunternehmen in Frankreich und England gegründet. Es werde strikt auf ein weltweites Qualitätsmanagement geachtet, um die höchstmögliche Kundenzufriedenheit zu erreichen. Bestimmte Produkte, wie z.B. PC’s, konnten in letzter Zeit sogar Testsiege für sich verbuchen, so Herr Brachmann weiter. Mittelfristig möchte man im Ausland einen Anteil am Gesamtumsatz von 20 bis 25 Prozent erzielen.
Mit neuen Produkten sollen weiterhin 200 Mio. DM an Umsätzen generiert werden, wobei schon jetzt sicher sei, dass die Digitaltechnik den größten Beitrag an neuen Diensten und Programmen liefern wird.
Im Bereich der neuen Medien profitiert Medion nach den Worten von Herrn Brachmann von der zunehmenden Nutzung des Internets, in deren Rahmen wiederum die Medion von einer Kooperation mit AOL profitiert. Bei ISDN sei Medion inzwischen größter Anschlussvermarkter, ADSL sei daher ein neues strategisches Dienstleistungsziel. WAP, GPRS und UMTS werden künftige Marktfelder für Hardware und Services sein.
Bei e-commerce ist derzeit ein starkes Wachstum in Deutschland und England zu verzeichnen. Wie die Marktforschung ermittelt hat, wurden Produkte für ca. 4 Mrd. US-Dollar über das Internet bestellt, und mit zunehmender Bandbreite wird hier eine Vervielfachung erwartet. Bei Medion habe man sich auf diesen Trend eingestellt, weshalb eine neue Location unter www.medionshop.de gelauncht worden ist.
Neben der bestehenden Allianz mit AOL wurde auch die Allianz mit HP verstärkt. Zusätzlich zum Verkauf auch von all-in-one-Geräten wird z.B. der HP Pavillion 721 mit Produkten von Medion ausgestattet. Dieser PC allein hat in den USA derzeit einen Marktanteil von 40 Prozent. Dies alles münde in einer hohen international zu beobachtenden Akzeptanz der Produkte, liefere einen hohen Track Record bei Umsatz und Gewinn und biete ein gutes Wachstumspotenzial in allen Bereichen.
Vor Beginn der Diskussion erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Stützle ergänzend zur Tagesordnung, dass in TOP 5 die Amtszeit der Aufsichtsräte auf 5 Jahre verlängert und in TOP 7 eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln vorgenommen werden soll durch Umwandlung eines Teils der Kapitalrücklage mittels Ausgabe neuer Aktien. Diese sollen im Verhältnis 1:1 ausgegeben werden, und so werde auch der Effekt einer optischen Halbierung des derzeitigen Aktienkurses eintreten.
Allgemeine Aussprache
Als Erste erklärte Frau Demke von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK), die Medion AG sei ein Garant für Stabilität und habe bisher erfolgreich den Stürmen des Kapitalmarkts trotzen können. Die Umsätze konnten deutlich gesteigert werden, und das Unternehmen befindet sich nunmehr unter den TOP 10 des Neuen Markts und ist einer der solidesten Werte dort. Nun folge ein Aktiensplit und eine erfreuliche Dividendenzahlung.
Dann fragte Frau Demke, inwieweit IPC Archtech, 4MBO und Gericom Konkurrenten von Medion sind, wenn überhaupt, und ob im Markt schon Tendenzen zu erkennen sind, dass das After-Sales-Konzept kopiert wird. Des Weiteren wollte sie wissen, ob man auch mit Wal-Mart kooperiert und wie im Übrigen die Strategie für den US-Markt aussieht. Zudem erkundigte sie sich nach der Entwicklung der Kooperation mit der Telekom und danach, ob die Suche nach einem neuen Standort im Ruhrgebiet bereist erfolgreich war. Insgesamt erwarte die SdK nach den Worten von Frau Demke, dass die Aktie der Medion AG deren Aktionären auch weiterhin Freude machen wird.
Anschließend meinte Herr Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), die Zahlen des Rumpfgeschäftsjahres seien "gar nicht schlecht", und diese erziele so manches Unternehmen am Neuen Markt noch nicht einmal innerhalb eines ganzen Jahres. Auch hinter den Quartalszahlen für 2001 braucht sich seiner Ansicht nach Medion nicht zu verstecken. Allerdings frage er sich, ob dieses Tempo bis zum Geschäftsjahresende auch durchgehalten werden kann.
Nachdem die Expansion in die Staaten eigentlich erst später angegangen werden sollte, fragte Herr Hechtfischer, warum dies doch schon jetzt geschieht, und er vermutete, dass der Vorstand mit seinen Planungen in der Vergangenheit vielleicht schon weiter gekommen ist als gedacht, darüber aber noch nichts verlautbaren lassen wollte.
Zudem wunderte sich Herr Hechtfischer darüber, dass die Namen der Geschäftspartner, die neu hinzugewonnen wurden, im Geschäftsbericht nicht genannt wurden. Ferner wollte er wissen, wie hoch der Marktanteil des HP Pavillion im Vergleich zu den USA in Deutschland ist, welche Produkte es künftig bei Medion geben wird, die im Fokus stehen, und ob das Lieferproblem hinsichtlich DSL bei der Telekom für Medion nicht eher ein Problem darstellt.
Schließlich interessierte Herrn Hechtfischer noch, wo Medion am Jahresende stehen wird. Außerdem hätte er gerne die Planzahlen unter Berücksichtigung der Steuerreform erhalten. Dann meinte er, auch er sehe ein Kursziel von 120 Euro, wie es im März in einer neuerlichen Studie genannt worden war, und er wünschte weiterhin viel Erfolg.
Antworten
Zunächst antwortete Herr Brachmann auf die diesbezügliche Frage von Frau Demke, die angesprochenen Firmen seien keine direkten Konkurrenten, zumal diese nicht über die Einkaufssynergien verfügen, die man bei Medion aufgebaut hat. Wie er weiter versicherte, ist man in der komfortablen Situation, dass man mit den richtigen Vertriebskanälen allen anderen einen entscheidenden Schritt voraus ist.
Auch beim Service könne man alle anderen Konkurrenten schlagen, die eben oft nicht in der Lage sind, mit einer einzigen Support-Hotline alle Fragen zu klären. Die weltweite Einkaufsmacht von Medion sei eindeutig größer. Es sei daher auch keine spürbare Kopie des After-Sales-Services zu verzeichnen. Ergänzend komme hinzu, dass gerade wegen der Größe die Konkurrenten bei den Großhandelsketten nicht die gleiche Kundenzufriedenheit bieten können, so dass insgesamt ein deutlicher Vorsprung verbleibt.
Hierzu ergänzte Herr Eigen, die Abarbeitung im Call-Center müsse ständig funktionieren und zwar mit einer sehr hohen prozentualen Quote aller Anfragen, die bearbeitet werden. Ansonsten sei die Gefahr sehr schnell auflaufender unbearbeiteter Anfragen in vierstelliger Höhe gegeben. Das Outsourcing dieser Dinge berge also ein zu hohes Risiko unbearbeiteter Rückläufer in sich.
Bezüglich der Strategie für die USA wurde geantwortet, man befinde sich dort immer noch in einer Testphase. Hier möchte man an einem Standort wie Chicago in angemieteten Räumlichkeiten das Verbraucherverhalten kennen lernen und dann über entprechende Schritte entscheiden. In Deutschland sei Wal-Mart zwar Kunde, doch wäre es falsch, nunmehr in den USA direkt auf dieses Unternehmen zuzugehen. Die bisher selbst designten Produkte werden dort zwar auch schon vermarktet, jedoch noch nicht in nennenswertem Umfang, so der Vorstand.
In Chicago wurde daher 1 Mio. Dollar in ein Call-Center und in weitere Räumlichkeiten investiert, um nun für ca. 1 Jahr den Verbrauchermarkt in den Staaten kennen lernen zu können. Umsätze in diesem Markt haben die Analysten bisher jedenfalls noch nicht berücksichtigt. Außerdem wolle man in den Staaten wie auch in Deutschland mehrere Preissegmente abdecken und den Markt nicht von einem der beiden möglichen Enden her bedienen, wie dies bei Compaq im Hochpreissegment der Fall ist, wo inzwischen ein downsizing stattgefunden hate. Umgekehrt sei eine Kooperation mit HP umso besser, je schneller innovative Produkte im Markt platziert werden können.
Medion steige in der Tat nun auch in die Vermarktung von DSL auf breiter Basis ein. Die Probleme der Telekom hinsichtlich der Lieferengpässe werden in den nächsten Monaten beseitigt sein.
Was den Ausblick auf die künftige Absatz- und Umsatzentwicklung in Planzahlen angeht, so können diese nach den Worten von Herrn Eigen nicht wie im Maschinenbau gemeldet werden, da nach einem built-to-order-System produziert wird, wenn der Auftrag eingegangen ist. Wenn der Auftrag da ist, dann kann auf der anderen Seite über das in 18 Jahren gewachsene Beschaffungsnetzwerk auch schnell geliefert werden, das insbesondere in Europa schon sehr gut funktioniert. In diesem Licht seien auch die Investitionen in Höhe von 5 bis 7 Mio. DM in das Management-Info-System zu sehen.
Im Übrigen sei noch kein neuer Standort in NRW gefunden. Die Suche gestalte sich eher schwierig, da man immerhin ein Grundstück in der Größenordnung von 50 bis 100.000 qm in der Nähe eines Flughafens braucht. Derzeit finden Verhandlungen mit mehreren Städten statt.
Schließlich ergänzte Herr Brachmann noch zur Produktstrategie, man müsse als Anbieter mit dem Kunden mitwachsen. Es sei sehr wichtig zu erkennen, wann der Markt im Allgemeinen die nächste Konvergenzstufe erreicht und die Akzeptanz von Produkten in der Masse beginnt. In dieser Hinsicht sei es ausgemachtes Ziel von Medion, die analoge Welt mit der digitalen zu verbinden und neue Produkte und Services zu liefern. Dies umzusetzen erfordere dann aber auch eine deutlich verstärkte Vertriebsmannschaft, um eine gute Beratung sicherstellen zu können, beschloss Herr Brachmann seine Erläuterungen.
Abstimmungen
Die Präsenz wurde mit 67,39 Prozent (16.174.950 Aktien) vom Grundkapital festgestellt, vom Vorstand waren 13.562.509 Aktien angemeldet worden. Alle Tagesordnungspunkte wurden bei einer nur sehr geringen Anzahl an Gegenstimmen angenommen.
Im Einzelnen waren dies die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 14.954.875,87 Euro für das Rumpfgeschäftsjahr und einer hieraus zu zahlenden Dividende von 0,50 Euro auf 24,0 Mio. Aktien und des Vortrags des verbleibenden Rests von 2.954.875,87 Euro auf neue Rechnung (TOP 2), die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat (TOP 3 und 4) sowie die Verlängerung der Amtszeit des Aufsichtsrats auf 5 Jahre und die Neuwahl des Aufsichtsrats (TOP 6).
Des Weiteren wurde eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und eine Satzungsänderung beschlossen, die vorsieht, das Grundkapital um 24 Mio. Euro auf 48 Mio. Euro zu erhöhen durch Umwandlung eines Teilbetrags von 24 Mio. Euro der in der Bilanz ausgewiesenen Kapitalrücklage (TOP 7). In Top 8 schließlich wurde die Märkische Revision GmbH Wirtschaftprüfungsgesellschaft Essen zum Abschlussprüfer bestimmt.
Fazit und Schlusswort
Die Medion AG ist eines der wenigen Unternehmen, die ihren Platz im Neuen Markt von Anfang an richtig besetzt und auch weiterhin verdient haben, da die Entwicklung der Gesellschaft und die vorgelegten Zahlen nun bereist zum dritten Mal für sich sprechen.
Unter dem Gesichtspunkt der richtigen Ausrichtung auf eine höchst mögliche Kundenzufriedenheit haben denn auch die einschlägigen Presseorgane die Produkte unter die Lupe genommen, auch im Ausland. Die Abdeckung der gesamten Wertschöpfungskette und die Beherrschung des After-Sales-Bereichs sind dabei ein Mosaikstein des Erfolgs. Das Unternehmen rangiert in Produkttests auf den vorderen Plätzen, im französischen Pendant der deutschen "Stiftung Warentest" wurde bei einem Vergleichstest eines PC‘s unter 16 PC-Herstellern sogar Platz 1 vergeben.
Mit dieser nun bereits als erfolgreich bewiesenen Geschäftsstrategie ist daher zu erwarten, dass Medion auch bei den kommenden starken Consumer-Trends an erster Stelle vor anderen Unternehmen den Markt wird bedienen können, die eben nicht über ein in 18 Jahren gewachsenes Beschaffungsnetzwerk verfügen. Die Aktie sollte daher in keinem langfristig ausgerichteten Depot fehlen. Nach Ausgabe der Berichtigungsaktien im Rahmen des Splits im Verhältnis 1:1 wird die Aktie demnächst auch wieder optisch günstiger zu haben sein.
Kontaktadresse
Medion AG
Freiherr-vom-Stein-Straße 131
45473 Mülheim/Ruhr
Tel.: 0208/765-5
Fax: 0208/765-7
Internet: www.medion.com
Investor Relations
Anne-Kathrin Müller
Tel.: 0208/765-6500
Fax: 0208/765-6510
Email: aktien@medion.com
Am 22. Mai 2001 fand die dritte ordentliche Hauptversammlung der Medion AG statt, die im Zeichen des guten Wachstums des Unternehmens und des Aufstiegs zur Nummer 4 im Nemax 50 zu sehen ist. Der Vorstand lud die Aktionäre und deren Vertreter sowie die Gäste ins Messehaus West der Messe Essen ein, um über das Rumpfgeschäftsjahr vom 1.7.2000 bis zum 31.12.2000 zu berichten und auch die Zahlen für das erste Quartal 2001 vorzulegen, die am Morgen der HV veröffentlicht worden waren. Unter den Gästen befand sich auch Michael Neugebauer, der für GSC Research berichtet.
Die Hauptversammlung am 31. Oktober 2000 hatte beschlossen, das Geschäftsjahr des Unternehmens auf das Kalenderjahr umzustellen und ein Rumpfgeschäftsjahr einzulegen. Diese Maßnahme wurde auch auf die Tochterunternehmen angewendet, so dass ein entsprechender Konzernabschluss erstellt worden ist. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden auch die Zahlen des Konzernabschlusses für den Zeitraum 1. Juli 1999 bis 30. Juni 2000 vorgelegt.
Bericht des Vorstands
Nach Eröffnung der Versammlung und der Abhandlung der Formalien durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Dr. Stützle freute sich Vorstand Brachmann zu Beginn seines Beitrags über das gute Zahlenwerk, das er für das Rumpfgeschäftsjahr wie auch für das erste Quartal vorlegen konnte. Die Geschäfte haben sich weiter positiv entwickelt, inzwischen erhielt man sogar Auszeichnungen für bestimmte Produkte.
Auch der Kurs habe sich besser gehalten als der Nemax 50. Seit der Emission legte er um 400 Prozent zu, und inzwischen ist die Medion AG die Nummer 4 im Nemax 50 geworden. Die vergleichweise erfreuliche Kursstabilität wurde denn auch belohnt, als bei Kursen um 70 Euro wieder Käufe von Seiten der Investoren einsetzten. Die Planzahlen konnten bis jetzt stets eingehalten werden, so dass die Kursentwicklung auch unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten ist.
Die Strategie der Vergangenheit hat sich nach den Worten von Herrn Brachmann bewährt, weshalb insbesondere den Großkunden guter Service geboten werden kann. Durch gezielte Vermarktungsaktionen seien diese wiederum in der Lage, das Image beim Kunden aufzuwerten. Die Medion AG sei also zudem in der Lage, Großkonzernen Massenvertriebskanäle zu eröffnen.
Anschließend legte das Vorstandsmitglied Herr Eigen die Bilanzzahlen vor. Zuvor gab er Trendzahlen des Konsumentenmarkts kund, die für das Geschäft der Medion AG entscheidend sind. So habe der Markt für Consumerelectronic ein Wachstum von 16 Prozent zu verzeichnen gehabt. Die Marktforschung erwarte für die nächste Zeit eine weitere Steigerung der Branchenumsätze um 10 Prozent auf über 43 Mrd. DM.
Vor diesem Hintergrund konnte der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr um 53 Prozent auf 2,028 Mrd. DM gesteigert werden, wovon 76 Prozent im Bereich Multimedia generiert wurden, aus dem eine Umsatzsteigerung von 904 auf 1,541 Mrd. DM resultiert. Am meisten wurden dabei große TV-Geräte, DVD-Spieler und Digital-Kameras abgesetzt.
Der Jahresüberschuss hatte bei 28,7 Mio. Euro gelegen, das DVFA-Ergebnis pro Aktie stieg von 0,7 auf 1,2 Euro. Daher soll eine Dividende von 0,5 Euro je Aktie gezahlt werden. Trotz der Steigerung der Geschäftstätigkeit konnten erfreulicherweise die Verwaltungs- und Betriebskosten im Verhältnis zur Gesamtleistung reduziert werden. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Ergebnis zwischen 1,19 und 1,84 Euro je Aktie erwartet.
Im Bereich Investor Relations findet laut Herrn Eiger hinsichtlich aller Belange des Unternehmens ein kontinuierlicher Austausch mit den Investoren statt. So wurden inzwischen über die Medion AG von Banken 14 Research Reports erstellt. Von der DSW in Düsseldorf sei man als "beste Neuemission des Jahres 1999" ausgezeichnet worden.
Im ersten Quartal des laufenden Jahres konnte der Umsatz um 40 Prozent von 340 auf 478 Mio. Euro gesteigert werden, der Quartalsüberschuss erhöhte sich von 9,4 Mio. auf 16,1 Mio. Euro, das Ergebnis je Aktie betrug 0,67 gegenüber 0,39 Euro. Die Strategie, große Handelsketten zu beliefern, sei aufgegangen und habe maßgeblich zu diesem Ergebnis beigetragen, so der Vorstand.
Im ersten Quartal 2001 wurden 441.000 Euro an Investitionen getätigt, und die Gesellschaft ging verstärkt den Ausbau der IT-Infrastruktur an. Das zweite Quartal sei ebenfalls gut angelaufen. Inzwischen wurde auch eine US-Tochter gegründet, wie Herr Eigen darlegte
Danach ging Herr Brachmann auf die mittelfristige Wachstumsstrategie ein. Das Ziel sei es, weitere Handelsketten für Elektronik als Partner zu gewinnen. Dies glückte u.a. (ohne dass diese explizit beim Namen genannt wurden) inzwischen z.B. bei Expert und EP.
Im Ausland stieg der Umsatz von 187 auf 503 Mio. DM und erreichte damit 15,7 Prozent vom Gesamtumsatz. Die Medion ist inzwischen in 10 Ländern aktiv und hat Tochterunternehmen in Frankreich und England gegründet. Es werde strikt auf ein weltweites Qualitätsmanagement geachtet, um die höchstmögliche Kundenzufriedenheit zu erreichen. Bestimmte Produkte, wie z.B. PC’s, konnten in letzter Zeit sogar Testsiege für sich verbuchen, so Herr Brachmann weiter. Mittelfristig möchte man im Ausland einen Anteil am Gesamtumsatz von 20 bis 25 Prozent erzielen.
Mit neuen Produkten sollen weiterhin 200 Mio. DM an Umsätzen generiert werden, wobei schon jetzt sicher sei, dass die Digitaltechnik den größten Beitrag an neuen Diensten und Programmen liefern wird.
Im Bereich der neuen Medien profitiert Medion nach den Worten von Herrn Brachmann von der zunehmenden Nutzung des Internets, in deren Rahmen wiederum die Medion von einer Kooperation mit AOL profitiert. Bei ISDN sei Medion inzwischen größter Anschlussvermarkter, ADSL sei daher ein neues strategisches Dienstleistungsziel. WAP, GPRS und UMTS werden künftige Marktfelder für Hardware und Services sein.
Bei e-commerce ist derzeit ein starkes Wachstum in Deutschland und England zu verzeichnen. Wie die Marktforschung ermittelt hat, wurden Produkte für ca. 4 Mrd. US-Dollar über das Internet bestellt, und mit zunehmender Bandbreite wird hier eine Vervielfachung erwartet. Bei Medion habe man sich auf diesen Trend eingestellt, weshalb eine neue Location unter www.medionshop.de gelauncht worden ist.
Neben der bestehenden Allianz mit AOL wurde auch die Allianz mit HP verstärkt. Zusätzlich zum Verkauf auch von all-in-one-Geräten wird z.B. der HP Pavillion 721 mit Produkten von Medion ausgestattet. Dieser PC allein hat in den USA derzeit einen Marktanteil von 40 Prozent. Dies alles münde in einer hohen international zu beobachtenden Akzeptanz der Produkte, liefere einen hohen Track Record bei Umsatz und Gewinn und biete ein gutes Wachstumspotenzial in allen Bereichen.
Vor Beginn der Diskussion erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Stützle ergänzend zur Tagesordnung, dass in TOP 5 die Amtszeit der Aufsichtsräte auf 5 Jahre verlängert und in TOP 7 eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln vorgenommen werden soll durch Umwandlung eines Teils der Kapitalrücklage mittels Ausgabe neuer Aktien. Diese sollen im Verhältnis 1:1 ausgegeben werden, und so werde auch der Effekt einer optischen Halbierung des derzeitigen Aktienkurses eintreten.
Allgemeine Aussprache
Als Erste erklärte Frau Demke von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK), die Medion AG sei ein Garant für Stabilität und habe bisher erfolgreich den Stürmen des Kapitalmarkts trotzen können. Die Umsätze konnten deutlich gesteigert werden, und das Unternehmen befindet sich nunmehr unter den TOP 10 des Neuen Markts und ist einer der solidesten Werte dort. Nun folge ein Aktiensplit und eine erfreuliche Dividendenzahlung.
Dann fragte Frau Demke, inwieweit IPC Archtech, 4MBO und Gericom Konkurrenten von Medion sind, wenn überhaupt, und ob im Markt schon Tendenzen zu erkennen sind, dass das After-Sales-Konzept kopiert wird. Des Weiteren wollte sie wissen, ob man auch mit Wal-Mart kooperiert und wie im Übrigen die Strategie für den US-Markt aussieht. Zudem erkundigte sie sich nach der Entwicklung der Kooperation mit der Telekom und danach, ob die Suche nach einem neuen Standort im Ruhrgebiet bereist erfolgreich war. Insgesamt erwarte die SdK nach den Worten von Frau Demke, dass die Aktie der Medion AG deren Aktionären auch weiterhin Freude machen wird.
Anschließend meinte Herr Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), die Zahlen des Rumpfgeschäftsjahres seien "gar nicht schlecht", und diese erziele so manches Unternehmen am Neuen Markt noch nicht einmal innerhalb eines ganzen Jahres. Auch hinter den Quartalszahlen für 2001 braucht sich seiner Ansicht nach Medion nicht zu verstecken. Allerdings frage er sich, ob dieses Tempo bis zum Geschäftsjahresende auch durchgehalten werden kann.
Nachdem die Expansion in die Staaten eigentlich erst später angegangen werden sollte, fragte Herr Hechtfischer, warum dies doch schon jetzt geschieht, und er vermutete, dass der Vorstand mit seinen Planungen in der Vergangenheit vielleicht schon weiter gekommen ist als gedacht, darüber aber noch nichts verlautbaren lassen wollte.
Zudem wunderte sich Herr Hechtfischer darüber, dass die Namen der Geschäftspartner, die neu hinzugewonnen wurden, im Geschäftsbericht nicht genannt wurden. Ferner wollte er wissen, wie hoch der Marktanteil des HP Pavillion im Vergleich zu den USA in Deutschland ist, welche Produkte es künftig bei Medion geben wird, die im Fokus stehen, und ob das Lieferproblem hinsichtlich DSL bei der Telekom für Medion nicht eher ein Problem darstellt.
Schließlich interessierte Herrn Hechtfischer noch, wo Medion am Jahresende stehen wird. Außerdem hätte er gerne die Planzahlen unter Berücksichtigung der Steuerreform erhalten. Dann meinte er, auch er sehe ein Kursziel von 120 Euro, wie es im März in einer neuerlichen Studie genannt worden war, und er wünschte weiterhin viel Erfolg.
Antworten
Zunächst antwortete Herr Brachmann auf die diesbezügliche Frage von Frau Demke, die angesprochenen Firmen seien keine direkten Konkurrenten, zumal diese nicht über die Einkaufssynergien verfügen, die man bei Medion aufgebaut hat. Wie er weiter versicherte, ist man in der komfortablen Situation, dass man mit den richtigen Vertriebskanälen allen anderen einen entscheidenden Schritt voraus ist.
Auch beim Service könne man alle anderen Konkurrenten schlagen, die eben oft nicht in der Lage sind, mit einer einzigen Support-Hotline alle Fragen zu klären. Die weltweite Einkaufsmacht von Medion sei eindeutig größer. Es sei daher auch keine spürbare Kopie des After-Sales-Services zu verzeichnen. Ergänzend komme hinzu, dass gerade wegen der Größe die Konkurrenten bei den Großhandelsketten nicht die gleiche Kundenzufriedenheit bieten können, so dass insgesamt ein deutlicher Vorsprung verbleibt.
Hierzu ergänzte Herr Eigen, die Abarbeitung im Call-Center müsse ständig funktionieren und zwar mit einer sehr hohen prozentualen Quote aller Anfragen, die bearbeitet werden. Ansonsten sei die Gefahr sehr schnell auflaufender unbearbeiteter Anfragen in vierstelliger Höhe gegeben. Das Outsourcing dieser Dinge berge also ein zu hohes Risiko unbearbeiteter Rückläufer in sich.
Bezüglich der Strategie für die USA wurde geantwortet, man befinde sich dort immer noch in einer Testphase. Hier möchte man an einem Standort wie Chicago in angemieteten Räumlichkeiten das Verbraucherverhalten kennen lernen und dann über entprechende Schritte entscheiden. In Deutschland sei Wal-Mart zwar Kunde, doch wäre es falsch, nunmehr in den USA direkt auf dieses Unternehmen zuzugehen. Die bisher selbst designten Produkte werden dort zwar auch schon vermarktet, jedoch noch nicht in nennenswertem Umfang, so der Vorstand.
In Chicago wurde daher 1 Mio. Dollar in ein Call-Center und in weitere Räumlichkeiten investiert, um nun für ca. 1 Jahr den Verbrauchermarkt in den Staaten kennen lernen zu können. Umsätze in diesem Markt haben die Analysten bisher jedenfalls noch nicht berücksichtigt. Außerdem wolle man in den Staaten wie auch in Deutschland mehrere Preissegmente abdecken und den Markt nicht von einem der beiden möglichen Enden her bedienen, wie dies bei Compaq im Hochpreissegment der Fall ist, wo inzwischen ein downsizing stattgefunden hate. Umgekehrt sei eine Kooperation mit HP umso besser, je schneller innovative Produkte im Markt platziert werden können.
Medion steige in der Tat nun auch in die Vermarktung von DSL auf breiter Basis ein. Die Probleme der Telekom hinsichtlich der Lieferengpässe werden in den nächsten Monaten beseitigt sein.
Was den Ausblick auf die künftige Absatz- und Umsatzentwicklung in Planzahlen angeht, so können diese nach den Worten von Herrn Eigen nicht wie im Maschinenbau gemeldet werden, da nach einem built-to-order-System produziert wird, wenn der Auftrag eingegangen ist. Wenn der Auftrag da ist, dann kann auf der anderen Seite über das in 18 Jahren gewachsene Beschaffungsnetzwerk auch schnell geliefert werden, das insbesondere in Europa schon sehr gut funktioniert. In diesem Licht seien auch die Investitionen in Höhe von 5 bis 7 Mio. DM in das Management-Info-System zu sehen.
Im Übrigen sei noch kein neuer Standort in NRW gefunden. Die Suche gestalte sich eher schwierig, da man immerhin ein Grundstück in der Größenordnung von 50 bis 100.000 qm in der Nähe eines Flughafens braucht. Derzeit finden Verhandlungen mit mehreren Städten statt.
Schließlich ergänzte Herr Brachmann noch zur Produktstrategie, man müsse als Anbieter mit dem Kunden mitwachsen. Es sei sehr wichtig zu erkennen, wann der Markt im Allgemeinen die nächste Konvergenzstufe erreicht und die Akzeptanz von Produkten in der Masse beginnt. In dieser Hinsicht sei es ausgemachtes Ziel von Medion, die analoge Welt mit der digitalen zu verbinden und neue Produkte und Services zu liefern. Dies umzusetzen erfordere dann aber auch eine deutlich verstärkte Vertriebsmannschaft, um eine gute Beratung sicherstellen zu können, beschloss Herr Brachmann seine Erläuterungen.
Abstimmungen
Die Präsenz wurde mit 67,39 Prozent (16.174.950 Aktien) vom Grundkapital festgestellt, vom Vorstand waren 13.562.509 Aktien angemeldet worden. Alle Tagesordnungspunkte wurden bei einer nur sehr geringen Anzahl an Gegenstimmen angenommen.
Im Einzelnen waren dies die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 14.954.875,87 Euro für das Rumpfgeschäftsjahr und einer hieraus zu zahlenden Dividende von 0,50 Euro auf 24,0 Mio. Aktien und des Vortrags des verbleibenden Rests von 2.954.875,87 Euro auf neue Rechnung (TOP 2), die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat (TOP 3 und 4) sowie die Verlängerung der Amtszeit des Aufsichtsrats auf 5 Jahre und die Neuwahl des Aufsichtsrats (TOP 6).
Des Weiteren wurde eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und eine Satzungsänderung beschlossen, die vorsieht, das Grundkapital um 24 Mio. Euro auf 48 Mio. Euro zu erhöhen durch Umwandlung eines Teilbetrags von 24 Mio. Euro der in der Bilanz ausgewiesenen Kapitalrücklage (TOP 7). In Top 8 schließlich wurde die Märkische Revision GmbH Wirtschaftprüfungsgesellschaft Essen zum Abschlussprüfer bestimmt.
Fazit und Schlusswort
Die Medion AG ist eines der wenigen Unternehmen, die ihren Platz im Neuen Markt von Anfang an richtig besetzt und auch weiterhin verdient haben, da die Entwicklung der Gesellschaft und die vorgelegten Zahlen nun bereist zum dritten Mal für sich sprechen.
Unter dem Gesichtspunkt der richtigen Ausrichtung auf eine höchst mögliche Kundenzufriedenheit haben denn auch die einschlägigen Presseorgane die Produkte unter die Lupe genommen, auch im Ausland. Die Abdeckung der gesamten Wertschöpfungskette und die Beherrschung des After-Sales-Bereichs sind dabei ein Mosaikstein des Erfolgs. Das Unternehmen rangiert in Produkttests auf den vorderen Plätzen, im französischen Pendant der deutschen "Stiftung Warentest" wurde bei einem Vergleichstest eines PC‘s unter 16 PC-Herstellern sogar Platz 1 vergeben.
Mit dieser nun bereits als erfolgreich bewiesenen Geschäftsstrategie ist daher zu erwarten, dass Medion auch bei den kommenden starken Consumer-Trends an erster Stelle vor anderen Unternehmen den Markt wird bedienen können, die eben nicht über ein in 18 Jahren gewachsenes Beschaffungsnetzwerk verfügen. Die Aktie sollte daher in keinem langfristig ausgerichteten Depot fehlen. Nach Ausgabe der Berichtigungsaktien im Rahmen des Splits im Verhältnis 1:1 wird die Aktie demnächst auch wieder optisch günstiger zu haben sein.
Kontaktadresse
Medion AG
Freiherr-vom-Stein-Straße 131
45473 Mülheim/Ruhr
Tel.: 0208/765-5
Fax: 0208/765-7
Internet: www.medion.com
Investor Relations
Anne-Kathrin Müller
Tel.: 0208/765-6500
Fax: 0208/765-6510
Email: aktien@medion.com