Obwohl Hornblower Fischer von den Ermittlungen der Hamburger Justizbehörden gegen Alexander Falk nicht betroffen sei, habe die Staatsanwaltschaft Hamburg substanzielle Geldmittel bei Hornblower Fischer blockiert, so die Bank.
Dabei handele es sich um rund zwei Millionen Euro, die dem Unternehmen auf Grund von berechtigten, seitens der AFH unbestrittenen Forderungen aus einer Rückvergütungsvereinbarung gegenüber der AFH zugeflossen sind.
"Die Blockierung der Gelder durch die Hamburger Justiz beruht ausschließlich auf dem Verdacht, dass die fraglichen Beträge aus den Herrn Falk vorgeworfenen Straftaten resultieren und damit den Vorschriften über die Geldwäsche unterliegen," erklärte Kimpel. Ohne die Blockierung der Gelder wäre die Einleitung der Insolvenz nicht erforderlich gewesen, sagte Kimpel weiter.
Diesen Vorwurf will der Hamburger Oberstaatsanwalt Rüdiger Bagger so nicht gelten lassen. "Es stimmt, dass wir gebeten wurden, die zwecks einer möglichen Vermögensabschöpfung gesperrten Gelder freizugeben. Gegen eine Bankbürgschaft in gleicher Höhe hätten wir dieses auch getan. Anscheinend war aber keine Großbank bereit, diese Bürgschaft zu leisten", sagte Bagger gegenüber manager-magazin.de am Donnerstag.
Der Multimillionär und Verlagserbe Alexander Falk, der seit Pfingsten in einem Hamburger Untersuchungsgefängnis sitzt, kann überdies nicht mit einer baldigen Entlassung rechnen - zu groß scheint die Fluchtgefahr. Laut Informationen aus Bankenkreisen habe der ehemalige Großaktionär der Schweizer Internetholding Distefora nämlich noch kurz vor seiner Verhaftung große Teile seines Vermögens in Sicherheit gebracht.
Unterdessen teilte die BaFin mit, dass durch die Insolvenz der Hornblower Fischer AG keine Kundengelder berührt seien. Trotz der ruhenden Geschäfte sei es dem Unternehmen erlaubt, durch Einschaltung anderer Institute die Weiterbetreuung der Kundendepots sicherzustellen und Beratungsdienstleistungen zu erbringen. Die Tochter Hornblower Fischer & Co Inc., die einen Großteil der Anlegerkonten führt, ist nach BaFin-Erkenntnissen auch nicht insolvent, wie es weiter hieß.
Wie das Magazin meldet, soll Falk Anfang Juni von seinen Konten bei der noblen Privatbank Hauck & Aufhäuser einen zweistelligen Millionenbetrag nach Südafrika verschoben haben. Die Gelder sollen dort auf ein Konto der englischen Großbank Standard Chartered geflossen sein. Falk besitzt in Südafrika bereits seit längerem ein nobles Anwesen
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