Höchstrichter kippen Haustürkredite
Deutschland. Immobilienkredite, die an der Tür vermittelt wurden, sind auch noch nach Jahren kündbar.
KARLSRUHE / MÜNCHEN (red/ag). In Deutschland fiel ein mit Spannung erwartetes Höchstgerichtsurteil zu Haustür-Immobilienkrediten: An der Tür vermittelte Kredite zur Finanzierung von Immobilienkäufen können nach einem Urteil des deutschen Bundesgerichtshofes (BGH) auch nach Jahren noch widerrufen werden.
In seinem Urteil erklärte das Gericht in Karlsruhe das verbraucherfreundliche Haustürwiderrufgesetz auch für solche Geschäfte für anwendbar. Das Urteil betrifft Fälle, in denen Verbrauchern zu Hause oder am Arbeitsplatz von Maklern Immobilienkäufe vermittelt worden waren. Die Käufe wurden durch Kredite finanziert, die ihrerseits mit Hypotheken oder Grundschulden abgesichert wurden. Der jeweilige Kredit sollte mit Steuervorteilen und Mieteinnahmen abbezahlt werden.
Nach Meinung von Experten trifft das Urteil besonders die HypoVereinsbank, deren Vorgängerinstitut Hypo-Bank mit externen Vermittlern zusammenarbeitet hatte, die Bankkunden Finanzierungen für überteuerte Immobilien verkauften. Der Kurs der HVB brach sofort nach Bekanntwerden der Juristenentscheidung kräftig ein.
Ein HVB-Sprecher versuchte zu kalmieren. Das Urteil habe keine nennenswerten finanziellen Auswirkungen auf die Bank, Hochrechnungen, die von Kosten in Milliarden-Höhe als Folge des Urteils ausgingen, seien "vollkommen unrealistisch". Wegen der Hautürkredite drohen der HVB inzwischen laut einem Magazinbericht in den USA zwei Sammelklagen.
Deutschland. Immobilienkredite, die an der Tür vermittelt wurden, sind auch noch nach Jahren kündbar.
KARLSRUHE / MÜNCHEN (red/ag). In Deutschland fiel ein mit Spannung erwartetes Höchstgerichtsurteil zu Haustür-Immobilienkrediten: An der Tür vermittelte Kredite zur Finanzierung von Immobilienkäufen können nach einem Urteil des deutschen Bundesgerichtshofes (BGH) auch nach Jahren noch widerrufen werden.
In seinem Urteil erklärte das Gericht in Karlsruhe das verbraucherfreundliche Haustürwiderrufgesetz auch für solche Geschäfte für anwendbar. Das Urteil betrifft Fälle, in denen Verbrauchern zu Hause oder am Arbeitsplatz von Maklern Immobilienkäufe vermittelt worden waren. Die Käufe wurden durch Kredite finanziert, die ihrerseits mit Hypotheken oder Grundschulden abgesichert wurden. Der jeweilige Kredit sollte mit Steuervorteilen und Mieteinnahmen abbezahlt werden.
Nach Meinung von Experten trifft das Urteil besonders die HypoVereinsbank, deren Vorgängerinstitut Hypo-Bank mit externen Vermittlern zusammenarbeitet hatte, die Bankkunden Finanzierungen für überteuerte Immobilien verkauften. Der Kurs der HVB brach sofort nach Bekanntwerden der Juristenentscheidung kräftig ein.
Ein HVB-Sprecher versuchte zu kalmieren. Das Urteil habe keine nennenswerten finanziellen Auswirkungen auf die Bank, Hochrechnungen, die von Kosten in Milliarden-Höhe als Folge des Urteils ausgingen, seien "vollkommen unrealistisch". Wegen der Hautürkredite drohen der HVB inzwischen laut einem Magazinbericht in den USA zwei Sammelklagen.