Hinter der Panik


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Hinter der Panik

 
19.09.01 11:29
Dr. Georg Thilenius :
Hinter der Panik

Die Verkaufspanik der letzten Wochen lief so ab, wie derartige Ereignisse üblicherweise ablaufen: Die Kurse sinken unter hohen Umsätzen. Die zittrigen Hände verkaufen aus Angst und die starken Hände, die einen günstigen Moment zum Einstieg erwarten, sind noch nicht da. Sie wollen tiefere Kurse sehen. So ging es bis zu Montag dieser Woche.

Am Montag waren die Umsätze nach wie vor hoch, die Kurse sanken plötzlich jedoch nicht weiter. Hier zeigt sich, daß auf der stark erniedrigten Basis auf einmal Aufnahmebereitschaft der starken Hände, also der professionellen Investoren bestand.

Der Ablauf eines solchen Ausverkaufs ist immer derselbe: Am Ende der Verkaufspanik bleiben die Umsätze weiter hoch, die Kurse gehen jedoch nicht weiter zurück. Das ist dann in der Regel das Ende der Verkaufspanik. Denn dann erscheinen professionelle Investoren, die alles Material aufnehmen was auf den Markt kommt.

Da durch die Katastrophen des Dienstags der Handel jedenfalls in USA in den letzten Tagen nicht stattfinden konnte, kann man dieses Phänomen des Montags nur mit der allergrößten Vorsicht betrachten. Es ist durchaus denkbar, daß angesichts des ganzen Ausmaßes der Katastrophe in USA und möglicher Militärschläge sich das Kursniveau weiter ermäßigt. Sollte aber die Tendenz vom Montag anhalten, dürfte damit der Boden der laufenden Korrektur erreicht sein. Denn hohe Umsätze bedeuten, daß viele Leute zu diesem Niveau kaufen.

Der langfristige Investor sollte sich das Verhältnis von Umsätzen und Kursrückgängen bzw. Gewinnen in der nächsten Zeit sehr sorgfältig ansehen, unabhängig von weltpolitischen Turbulenzen. Sollte sich herausstellen, daß über einen längeren Zeitraum die Umsätze hoch bleiben und die Kurse nicht mehr weiter sinken, wäre dies das Zeichen für das endgültige Erreichen des Bodens. Sollte diese Entwicklung die nächsten zwei Wochen anhalten könnten, wir tatsächlich ab Anfang Oktober zunächst langsam dann aber zum Jahresende hin verstärkt höhere Kurse sehen.

Dr. Georg Thilenius


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