unglücklich ausgedrückt, weil Anonym123s Aussage sicherlich nicht Quatsch ist, aber letztlich will KsB2020 ja zurecht sagen, dass man allgemeingültige Aussagen nicht einfach so auf Hellofresh übertragen darf.
Denn nur weil es sicherlich grundsätzlich Hedgefonds gibt, die Longpositionen durch manche Derivatekonstruktionen absichern (ob das wirklich Sinn macht, sei mal dahingestellt, denn viele Experten bezweifeln das), heißt das ja noch lange nicht, dass wir das hier bei Hellofresh sehen.
Schaut man sich mal die Leerverkäufer bei Hellofresh genauer an, dann sind das überweigend klassische Leerverkäufer wie Marshall Wace oder Citadel Advisors. Bei Blackrock könnte man vermuten, dass sie auch Longpositionen halten, wobei ich selbst das etwas bezweifle oder mich zumindest frage, was das für einen Sinn machen soll. Blackrock streut ja sein Portfolio sehr breit, und bei vielen anderen Aktien, in denen sie investiert sind, sieht man keine parallele Shortposition. Und wie gesagt, man muss sich auch manchmal fragen, was solche Absicherungen für einen Sinn ergeben sollen. Habe zu dem Thema schon öfter Expertenmeinungen gelesen/gesehen, wo ganz gut vorgerechnet wurde, dass das eigentlich nix bringt oder in der Strategie keinen Sinn ergibt, weil es natürlich Rendite extrem verringert, erst recht in Zeiten wo Realrendite eine größere Rolle spielt. Aber gut, für so extrem große Konzerne wie Blackrock gehts vielleicht eher darum, das riesige Anlagevolumen in unsicheren Phasen ohne große Risiken eher zu erhalten.
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