Mittwoch 15. Mai 2002, 11:01 Uhr
ROUNDUP: AUSBLICK: Am Mittwochnachmittag 3 Mal US-Konjunkturdaten
WASHINGTON (dpa-AFX) - Bei den für diesen Mittwoch anstehenden Zahlen zur US-Industrieproduktion gehen Volkswirte von einem erneuten Anstieg aus. Die Daten werden für 15.15 Uhr (MESZ) erwartet. Unsicherheit besteht allerdings unter den Experten noch über die Frage, ob es sich bei dieser positiven Tendenz um eine nachhaltige Entwicklung handelt. Am Dienstag hatten die US-Einzelhandelsumsätze für April mit einem unerwartet starken Anstieg positiv überrascht.
Ökonomen prognostizieren im Durchschnitt einen Anstieg der industriellen Erzeugung in den Vereinigten Staaten im April um 0,4 Prozent. Das wäre der vierte Anstieg der Industrieproduktion in monatlicher Folge. Allerdings würde sich die Zuwachsrate damit zum März abschwächen; in diesem Monat hatte die US-Industrieproduktion um 0,7 Prozent zugelegt. Die Kapazitätsauslastung sollte dabei den Schätzungen zufolge von März auf April von 75,4 Prozent auf 75,6 Prozent steigen.
VERARBEITENDE GEWERBE SOLLTE SICH STABILISIERT HABEN
Eine Reihe von Erhebungen lege nahe, dass sich das Verarbeitende Gewerbe nach den starken Produktionsrückgängen im Jahr 2001 wieder stabilisiert hat, hieß es bei den Volkswirten von Lehman Brothers (NYSE: LEH - Nachrichten) . Das lasse auf einen erneuten Anstieg der US-Industrieproduktion schließen. Die Lehman-Experten verwiesen auf Pläne der Autohersteller, ihre Produktion zu erhöhen sowie auf einen Anstieg der Ordereingänge in der Hochtechnologie-Branche.
Allerdings sei es wohl noch zu früh zu entscheiden, ob es sich bei den positiven Tendenzen um eine dauerhafte Entwicklung handele oder ob dies nur ein vorübergehendes Phänomen sei. Der eigentliche Test für den Aufschwung der Industrie sei die Dauerhaftigkeit der nächsten Monate, hieß es. Es bleibe abzuwarten, inwieweit die Erholung durch den Lagerzyklus getragen sei und durch erhöhte Nachfrage.
KÜNFTIG VERLANGSAMUNG DES LAGERABBAUS
Die ebenfalls für diesen Mittwoch (14.30 Uhr MESZ) angekündigten Daten zum März-Geschäftslagerbestand in den USA sollten einen Rückgang um 0,2 Prozent zeigen, nach einem Minus von 0,1 Prozent im Februar. Ein weitere Verminderung dieses Inventars wäre der 14. Rückgang in monatlicher Folge. Der Lagerabbau sollte sich verlangsamen, während das Wirtschaftswachstum sich beschleunigt, erklärte Mickey Levy von Banc of America Securities in New York. Im zweiten Quartal dürfte jedoch der Beitrag von Lagereffekten zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts geringer ausfallen als im ersten.
Um 14.30 Uhr (MESZ) wird auch der US-Verbraucherpreisindex für April vorgelegt. Volkswirte gehen von einem Anstieg der Konsumentenpreise um 0,4 Prozent aus, nach einer Inflationsrate von 0,3 Prozent im März. Die Kernrate, die die volatilen Lebensmittel- und Energiekosten unberücksichtigt lässt, dürfte demnach bei plus 0,2 Prozent liegen nach plus 0,1 Prozent im März./FX/av/rw/aa
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