Heute tagen die Euro-Währungshüter
Eine Leitzinssenkung dürfte noch auf sich warten lassen, meinen die Experten.
Heute, Donnerstag, tritt die Europäische Zentralbank in Frankfurt zu ihrer ersten Ratssitzung im Neuen Jahr zusammen. Sie dürften, so die Meinung der Experten, die Leitzinsen vorerst unverändert bei 3,25 Prozent belassen. Auf diesem Niveau liegen die Leitzinsen in Euroland seit Anfang November 2001. Die Währungshüter in Frankfurt werden zunächst die neuen Konjunktur- und Inflationsdaten abwarten, heißt es.
Zahmer als die Fed
Die meisten Ökonomen halten aber eine Zinssenkung in den ersten drei Monaten des Jahres für wahrscheinlich. Offen ist das Ausmaß: einige Experten rechnen mit einer Rücknahme der Leitzinsen um 0,5 Prozentpunkte, andere rechnen mit mit einer Senkung um ein Viertel.
Im Vorjahr waren die Leitzinsen in der Euro-Zone um 1,5 Prozent-Punkte gesenkt worden. Die europäische Geldpolitik war damit deutlich "zahmer" gewesen als jene in den USA, was immer wieder für Kritik an den Frankfurter Währungshütern sorgte. US-Notenbank-Chef Alan Greenspan hatte im Vorjahr gegen die sich abzeichnende Rezession in den USA mit insgesamt elf Zinssenkungsschritten angekämpft. Insgesamt wurden die US-Leitzinsen im Vorjahr um 4,75 Prozentpunkte auf 1,75 Prozent gesenkt.
EZB-Präsident Wim Duisenberg bezeichnete gestern in einem Zeitungsartikel das aktuelle Leitzinsniveau in der Euro-Zone als "angemessen". Weiter offen läßt Duisenberg, wann er in den Ruhestand wechseln wird. "Wenn ich mich entschieden habe, werde ich das öffentlich bekanntgeben", sagte er der italienischen Tageszeitung "La Republica".
An den Devisenmärkten konnte der Euro am Mittwoch vom weitgehend reibungslosen Bargeldtausch deutlich profitieren. Der Kurs der Gemeinschaftswährung stieg gegenüber dem US-Dollar von 88,13 Cent am vergangenen Freitag auf 90,38 Cent (siehe auch Seite 5). Deutlich zulegen konnte die Gemeinschaftswährung auch gegenüber dem japanischen Yen, dem britischen Pfund und dem Schweizer Franken.
Eine Leitzinssenkung dürfte noch auf sich warten lassen, meinen die Experten.
Heute, Donnerstag, tritt die Europäische Zentralbank in Frankfurt zu ihrer ersten Ratssitzung im Neuen Jahr zusammen. Sie dürften, so die Meinung der Experten, die Leitzinsen vorerst unverändert bei 3,25 Prozent belassen. Auf diesem Niveau liegen die Leitzinsen in Euroland seit Anfang November 2001. Die Währungshüter in Frankfurt werden zunächst die neuen Konjunktur- und Inflationsdaten abwarten, heißt es.
Zahmer als die Fed
Die meisten Ökonomen halten aber eine Zinssenkung in den ersten drei Monaten des Jahres für wahrscheinlich. Offen ist das Ausmaß: einige Experten rechnen mit einer Rücknahme der Leitzinsen um 0,5 Prozentpunkte, andere rechnen mit mit einer Senkung um ein Viertel.
Im Vorjahr waren die Leitzinsen in der Euro-Zone um 1,5 Prozent-Punkte gesenkt worden. Die europäische Geldpolitik war damit deutlich "zahmer" gewesen als jene in den USA, was immer wieder für Kritik an den Frankfurter Währungshütern sorgte. US-Notenbank-Chef Alan Greenspan hatte im Vorjahr gegen die sich abzeichnende Rezession in den USA mit insgesamt elf Zinssenkungsschritten angekämpft. Insgesamt wurden die US-Leitzinsen im Vorjahr um 4,75 Prozentpunkte auf 1,75 Prozent gesenkt.
EZB-Präsident Wim Duisenberg bezeichnete gestern in einem Zeitungsartikel das aktuelle Leitzinsniveau in der Euro-Zone als "angemessen". Weiter offen läßt Duisenberg, wann er in den Ruhestand wechseln wird. "Wenn ich mich entschieden habe, werde ich das öffentlich bekanntgeben", sagte er der italienischen Tageszeitung "La Republica".
An den Devisenmärkten konnte der Euro am Mittwoch vom weitgehend reibungslosen Bargeldtausch deutlich profitieren. Der Kurs der Gemeinschaftswährung stieg gegenüber dem US-Dollar von 88,13 Cent am vergangenen Freitag auf 90,38 Cent (siehe auch Seite 5). Deutlich zulegen konnte die Gemeinschaftswährung auch gegenüber dem japanischen Yen, dem britischen Pfund und dem Schweizer Franken.