Trennung ist das Beste"
"Ich kenne Eddie Jordan und weiß wie er handelt. Deshalb bin ich nicht überrascht. Das Gerücht kursierte im Fahrerlager schon seit mehreren Monaten," sagte Ralf Schumacher und meinte zu den möglichen Kündigungsgründen: "Es ist immer problematisch, gegen die Mühlen im Team zu mahlen. Da fehlt ihm die Unterstützung." Die Trennung sei für "Heinz-Harald, auch wenn er das heute nicht so sieht, das Beste".
Schnelle Sinneswandlung
Vor dem Hintergrund, dass beide Seiten erst vor einem Monat beim Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring nach Einlösung einer Option die Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit bis einschließlich 2002 bestätigt hatten, erscheint die Kündigung absurd und grotesk. "Ich möchte mithelfen, Jordan zu einem Top-Team zu machen", hatte Frentzen noch beim britischen Grand Prix erklärt.
Trulli trumpft bei Jordan auf
Nach einem ordentlichem Start mit sechs WM-Zählern in den ersten vier Rennen verlief die Saison immer schlechter für Frentzen. Technische Defekte, Pech und eine Rennpause in Montreal als Folge seines Unfalls in Monaco führten dazu, dass der Vize-Weltmeister von 1997 seither keinen einzigen Punkt mehr holte. Vor Hockenheim liegt er in der Fahrerwertung nur auf Rang elf. Hinzu kommt, dass sein italienischer Teamkollege Jarno Trulli als Neunter (9 Punkte) und mit einer beeindruckenden 9:1-Bilanz im direkten Qualifying-Bereich Frentzen immer stärker in den Hintergrund drängte.