Heimliche Verkäufe - Sonera und seine T-Aktien


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Heimliche Verkäufe - Sonera und seine T-Aktien

 
26.08.01 18:13
Sonntag, 26. August 2001

Heimliche Verkäufe
Sonera und seine T-Aktien  

Der finnische Telekom-Konzern Sonera hat in den vergangenen Wochen 21,9 Millionen T-Aktien zum durchschnittlichen Preis von 25,75 Euro verkauft. Das teilte die Deutsche Telekom in einer Pflichtmitteilung mit. Die Telekom habe Sonera für die Verkaufsaktion von den vereinbarten Haltefristen befreit. Hierdurch habe Sonera sich in der Zeit von Anfang Juli bis Ende August marktschonend von kleinen Aktien-Paketen trennen können. Auf diese Weise habe sich die Anzahl der T-Aktien, die der finnische Konzern gegenwärtig noch bis zum 1. Dezember verkaufen dürfe, auf rund zwölf Millionen Stück verringert.

Damit bestätigte die Deutsche Telekom weitgehend einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Dieser hatte berichtet, Sonera habe mit Zustimmung der Telekom in aller Stille 21 Millionen T-Aktien verkauft. Die Verkäufe seien erst gestoppt worden, als die Deutsche Bank Anfang August 36 Millionen Aktien der Deutschen Telekom auf den Markt geworfen habe.

Sonera hat rund 84 Millionen Aktien im Zuge der Voicestream-Übernahme durch den Bonner Telekom-Riesen erhalten. Auch andere Unternehmen wurden im Zuge dieses Geschäft Großaktionäre der Telekom. Da diese Unternehmen schon sehr früh ankündigten, die Papiere nicht langfristig halten zu wollen, rechneten Händler bald mit möglichen Kursverlusten für die T-Aktie.

Die Befürchtungen bestätigten sich durch die Verkaufsaktion der Deutschen Bank, der Kurs geriet deutlich unter Druck. Sonera erklärte später, sich zwar von seinem Aktienpaket trenen zu wollen. Einen Zeitplan nannte das Unternehmen aber nicht.

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