Ein Krieg oder der Tod eines Menschen hat letzlich nicht viel mit der jeweiligen Religion zu tun.
Die Relegion und ihre Schriften waren immer das Instrument der jeweilig Machtinnehabenden. Und mit jedem eigennützigem Ziel wurden die Religion um weitere Zusätze oder neue Auslegungen der alten Schriften/Gesetze geändert.
Eine Urschrift gibt es nicht und somit gibt es keine Urreligion!
Nehmen wir als Beispiel den den Koran.
Er dient als eine der wichtigsten Rechtsquellen des Islams.
Zuerst durfte/sollte alles, was sich in ihm befindet, nicht schriftlich aufgenommen werden, was sich später änderte.
Es dürfte jedem auffallen, das dieses Werk viel zu umfassend ist, als das es einer aufgenommen haben könnte. Daneben muss die Schriftform über eine grosse Anzahl von Jahren aufgezeichnet worden sein. Jeder seiner Verfasser hat mehr oder weniger eigene Gedanken hinzugefügt usw...
Eine weitere Rechtsquelle des Islams sind die Prophetentraditionen, wie das beispielhafte Handeln und Leben Mohammeds. Es gab sicher einen Propheten oder mehrere Mohammed/s, doch letzlich waren er/sie auch nur Menschen, die ihr Leben der Verbreitung des Glaubens/Irrglaubens hingegeben haben. (war sicher auch sehr einträglich)
Aber selbst diese Quellen reichten oft nicht aus, um alle Rechtsfragen, die mit dem Lauf der Welt zunahmen und somit auf ganz andere Probleme stiessen, ausreichend zu klären.
So spielten Auslegungen der Schriften durch Analogieschluss (qiyas) und der Konsens der (Rechts-)Gelehrten (ijma) eine immer wichtigere Rolle. Somit ist auch die immer gehobenere Stellung der Rechtsgelehrten im Islam (ulema) zu erklären. Aber selbst hier gibt es im Islam letzlich keine definierte höchste Intanz für die Gläubigen. Dazu kommt noch, dass ein Muslime sich zu allerletzt nur seinem Gott gegenüber verantworten muss. So ist es aber in jeder Religion.
Ihr sagt, der Dschihad kann "nicht von jedem Moslem ausgerufen werden. Vielmehr darf nur eine religiöse Instanz, nach der Beratung von Islamgelehrten, den heiligen Kampf ausrufen. Dabei müssen die Islamgelehrten zu dem Schluss kommen, dass die Religion und das Volk bedroht sind und die Anwendung von Gewalt zur Selbstverteidigung unabdingbar ist."
Dann nennt mir mal die "religiöse Instanz" die dies nach Beratung der Rechtsgelehrten darf. Wobei der Wortlaut "eine" (nicht die) relegiöse Instanz schon richtig ist. Es gibt nämlich zahlreiche solcher religiösen Instanzen, die dies dürften und könnten, aber letzlich keine, die man als die letzte oberste Instanz für alle (wie bspw. bei der Katholischen Kirche) bezeichnen könnte.
Bsp.:
Ausgangspunkt- So gibt es Schiitten und Sunniten, wobei es allein unter den Sunniten vier verschiedene Rechtsschulen exestieren.
Dabei haben bei den Sunniten die Gelehrten der AL-Azhar-Universität in Kairo traditionell eine Vorrangstellung. Ihre Gutachten (Fatwa- Meinung zu einer Rechtsfrage) für einzelne Gläubige oder staatliche Stellen werden besonders aufmerksam wahrgenommen.
Der derzeitige Scheich der AL-Azhar-Universität, Tantawi, hat nach den Terroranschlägen in den USA geäussert, das "Mut bedeute, Freiheit zu verteidigen und nicht Unschuldige anzugreifen." Was sich mit obigen Aussagen decken würde. Sie ist aber auch nicht eindeutig, denn sie sagt nicht das der Angriff auf Unschuldige Unrecht ist.
Eine andere Fatwa (Rechtsgutachten)Des Scheichs Qardawi, ein Ägypter aus Qautar, bezeichnet Selbstmordanschläge aber als gerechtfertigt.
Er verbot in einer Fatwa vom letzten Wochenende allen Muslimen jegliche Zusammenarbeit mit den Amerikanern, ich denke er meinte auch alle ihre Verbündeten, sollte es zu einem Vergeltungsschlag gegen Afghanistan kommen.
Nun noch zu der Fatwa, die Vorgestern in Afghanistan abgehalten wurde.
Diese wurde auch "Rat der Tausend" genannt, obwohl es nur ein paar hundert waren. Dabei handelte es sich aber nicht um einen Rat von erlesenen Gelehrten, wie es sonst der Fall ist, sondern unter den Teilnehmern waren viele Stammesführer und Dorfälteste der von den Taliban kontrollierten Gebieten in Afghanistan.
Dies ist ansich eine ehrenwerte Sache, da sie letzlich mit den Auswirkungen des "Rechtsgutachtens" zu leben haben. Allerdings bleibt festzuhalten, das diese Teilnehmer seit Jahrzehnten Krieg führen, gegen die Truppen der Ex-Sowjetunion gekämpft haben und letzlich eigentlich nur Not und Elend kennen.
Daneben haben diese Teilnehmer doch gar keine Ahnung, auf was sie sich letzlich eingelassen haben. Informationen werden nur von den Taliban oder per Mund zu Mundpropaganda wahrgenommen. Das dieser Informationsfluss gezielt gelenkt wird und nur sehr einseitig ist, sollte auch klar sein. Die Menschen dort sind M.E. völlig ahnungslos und denken, "da kommen wieder ein Paar wie die Russen damals und mischen sich in unsere Angelegenheiten ein, und denen werden wir es schon zeigen."
"Was unser Kriegsheld Osama, der uns im Krieg tatkräftig unterstüzt hat, hat ein bei seinem ausgerufenen Krieg gegen die Amerikaner bei einem Anschlag ein paar Amerikaner getötet? Na die haben es nicht anders verdient und bei uns sterben auch laufend Menschen im Krieg, das ist nun mal so und die Amerikaner sind eh nur Heiden, Juden und Christen und wollen unsere Macht (Islam) zerstören! Na dann soll er eben woanders hingehen, wenn die wirklich so stark sind und uns den Arsch aufreissen könnten. Aber immer Gesicht bewahren, er muss nicht, sondern er sollte, wenn er Unrecht getan hat!"
Ihr redet hier immer von Religion und Ihren Gesetzen und religiösen Instanzen die über den heiligen Krieg entscheiden.
Man macht mal die Augen auf, da führt jeder seinen eigenen Krieg und religiöse Vorschriften werden so gedreht wie sie gerade gebraucht werden und sind einfach MIttel zum Zweck. Irgendeine religiöse Instanz bezeichnet es immer als Recht oder nicht völlig Unrecht, so wie sie es gerade brauch. Letztlich ist es auch nur um die Muslime schade, die von Nicht-Muslimen getötet werden.
Und die anderen Religionen sind und waren keinen Deut besser!!!
Ich bin sozusagen ein Ungläubiger, aber was ist das eigentlich?
Ich versuche die mich an den moralischen und ethischen Grundgedanken zu orientieren, die unsere Kultur/Gesellschaft als "gutes Rechtsempfinden" auffasst. Bin ich deswegen ein schlechter Mensch oder ungläubig? Nein!
Viele dieser Grungedanken stammen direkt aus einer Religion oder sind deren Grundgedanken abgeleitet. Den ganzes restlichen Wirrwarr brauche ich nicht, weil ich denke, mich auch so gut in der Welt zurechtzufinden.
Wer denkt er braucht dazu eine Religion, der soll ihr folgen, aber nicht versuchen mich und andere da hineinzupressen oder als schlechtere Menschen zu bezeichnen.
Nicht der Islam ist schlecht, sondern vielen Menschen dort geht es dreckig und sie brauchen etwas, um dies zu ertragen oder ihnen wird vorgegaukelt, das der Glaube sie davon erlösen wird. Würde es ihnen besser gehen, hätten diese fanatischen Glaubensführer und Kriegshetzer auch keine Chance und würden wie unsere christliche Kirche wesentlich ruhiger treten, weil sie keine Macht entsprechende Macht mehr hätten. Von Bildung ganz zu schweigen, den diese ist nicht umsonst ein Grundrecht in vielen Staaten. Problem, kein Mensch strebt nach Bildung und Wissen, bevor andere bei uns selbstverständliche Grundrechte erfüllt sind.
Wie hier schon einmal erwähnt.
Karl Marx: Religion ist das Opium fürs Volk!
Mein Rechtsempfinden zu allen Terroristen, fanatischen Glaubensführern die zum Krieg aufrufen usw.
"Alles Verbrecher die bestraft werden müssen!"
Wie?
Keine Ahnung, aber Osama Bin Laden ist ein Mörder, egal ob er nun diesen oder andere Anschläge verübt hat, und er hat ein riesiges Gefolge das durch ihn zusammengehalten und unterhalten wird, was nicht besser ist, auch wenn sie zu dumm sind, um zu verstehen was sie eigentlich tun. Er und einige andere müssen gefasst und bestraft werden und wenn die Taliban ihm Unterschlupf gewähren und ihn wider besserem Wissens verteidigen, dann werden einige Wohl oder Übel dabei Schaden leiden, was ich nicht hoffe.
Der Tod Adolf Hitlers hätte den Krieg wesentlich verkürzt!
Letzlich hat er sich feige ins innerste Land zurückgezogen und die letzten Kriegstage noch zigtausende Menschen für sich geopfert, um dann feige aus dem Leben zu treten. Osama Bin Laden ist genauso ein feiger Verbrecher. Hätte er die selben Möglichkeiten wie Hitler, würde er ohne Zweifel einen offenen Krieg gegen die USA und vielleicht auch gegen den Rest der Welt beginnen.
Das muss reichen, obwohl es das Ganze nur anreisst.
Aber hört mir mit eurem beschissenen "heiligen Krieg" und wer ihn ausrufen darf aus oder was die Religion rechtfertigt oder nicht.
MfG Make