Hat unsere Regierung Ahnung von Wirtschaft....


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hartmoney:

Hat unsere Regierung Ahnung von Wirtschaft....

 
09.07.01 09:41
G7-Finanzminister sehen positive Signale für die Konjunktur


Nach dem weltweiten Rückgang des Wirtschaftswachstums sehen die Finanzminister der sieben größten Industriestaaten wieder Anlass zu Optimismus. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hat die Konjunktur-Aussichten in Deutschland optimistisch bewertet. Auf dem Treffen der G7-Finanzminister am Wochenende in Rom sagte Eichel, die Bundesrepublik befinde sich möglicherweise wieder in einem leichten Aufwärtstrend.



Reuters/afp BERLIN/ROM. Nach dem weltweiten Rückgang des Wirtschaftswachstums sehen die Finanzminister der sieben größten Industriestaaten wieder Anlass zu Optimismus. Gesunde wirtschaftliche Fundamente und die enge internationale Kooperation seien eine solide Basis für die Wiederbelebung der Weltwirtschaft, hieß es in einem in Rom veröffentlichten Papier. US-Finanzminister Paul O'Neill sagte, er rechne "sehr bald" mit einem Wachstumsschub der US-Wirtschaft. Er erwarte bereits für das Jahr 2002 wieder ein Wachstum von drei Prozent.
Dies wird nach den Worten von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) einen positiven Effekt auf die Eurozone haben. Dagegen warnte der britische Finanzminister Gordon Brown, die Weltkonjunktur habe "ihr Tief noch nicht erreicht". Nach Einschätzung von EU-Finanzkommissar Pedro Solbes dürfte das Wirtschaftswachstum in Europa im laufenden Jahr unter 2,5 % liegen.

Zudem bezeichnete Eichel die jüngsten deutschen Zahlen zur Inflation, zum Auftragseingang und zu den Exportperspektiven als positive Signale. In einem Interview mit n-tv sagte Eichel: "Der Gipfel der Inflationsrate ist bereits überschritten." Wenn die Preissteigerungen nachließen, kämen auch die positiven Entlastungseffekte der Steuerreform zur Geltung und stärkten die Binnenkonjunktur.

Erstmals wieder mehr Auftragseingänge

Im Mai hatte die deutsche Industrie erstmals in diesem Jahr mehr Aufträge erhalten als im Vormonat. Die Inflationsrate war im Juni nach einem Rekordhoch im Mai von 3,5 % im Vergleich zum Vorjahr wieder auf 3,1 % gesunken. Die Wachstumsrate in Deutschland wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Wirtschaftsforschern nur noch 1,2 bis 1,7 % betragen. 2000 waren es noch drei Prozent.

Auch Schröder drückte auf dem SPD-Landesparteitag in Berlin seine Zuversicht aus, in den kommenden Monaten zu einem höheren Wirtschaftswachtum zu kommen: "Die Nachfrage stabilisierende Wirkung der Steuerreform wird man auch noch in diesem Jahr erleben", sagte er. Erneut lehnte der Kanzler über Kredite finanzierte staatliche Wachstumshilfen oder das Vorziehen der weiteren Steuerreformstufen ab. Keiner, der dies fordere, sage ehrlich, wie ein solcher Schritt zu finanzieren sei. Daher bleibe nur die Vermutung, dass dies nur durch durch Sozialabbau oder durch neue Schulden geschehen werde: "Das gibt es mit uns nicht."

Der bayerische SPD-Chef Wolfgang Hoderlein hingegen verlangte von Schröder im Magazin "Focus" ein Konjunkturprogramm, falls sich die wirtschaftliche Entwicklung bis zum Winter nicht entscheidend verbessere. In diesem Fall müsse der Sparkurs von Finanzminister Eichel durchbrochen, staatliche Investitionen verstärkt und die letzte Stufe der Steuerreform vorgezogen werden: "An dieser Flanke gewinnen wir die Bundestagswahl - oder wir verlieren sie."

IG-Metall-Chef Klaus Zwickel rief die Bundesregierung zu einem Umsteuern in der Wirtschafts- und Finanzpolitik und zu einer Steigerung der Staatsausgaben auf. Der "Super-Illu" sagte der Gewerkschafter, Sparen mit Maß sei sinnvoll: "Aber Schulden mit einem sinnvollen Ziel, das scheint mir im Moment die bessere Handlungsalternative zu sein." Jedoch müsse die Bundesregierung schnell handeln, weil solche Maßnahmen nur zeitverzögert griffen. "Entschließt sich die Bundesregierung zu spät, die Konjunktur zu stützen, müsste sie befürchten, dass die Wirkungen erst nach der Bundestagswahl sichtbar werden." Davon profitiere dann womöglich eine Nachfolge-Regierung.

Auch der als möglicher Kanzlerkandidat der Union gehandelte bayerische Ministerpräsident Stoiber forderte Schröder in der "Welt am Sonntag" zu schnellem Handeln auf: "Die Bundesregierung muss noch in diesem Sommer klare Korrekturen vorlegen." Sitze der Bundeskanzler die Probleme weiter aus, werde es in diesem Jahr nur ein Wachstum von einem Prozent geben. "Die wirtschaftspolitischen Fehler der Regierung tragen zur Euro-Schwäche, Inflation, Reallohnverlust und damit zur Vernichtung von Kapital bei", sagte Stoiber.

Antworten
JOHN MILLNER:

nein o.T.

 
09.07.01 09:42
Antworten
boomer:

Klare Antwort: NEIN o.T.

 
09.07.01 09:42
Antworten
CrashPanther:

Diese Regierung

 
09.07.01 09:54
ist meiner Meinung nach die unfähigste, unentschlossendste und unsozialste, die Deutschland seit 1945 gesehen hat. Keine positiven Impulse, Beeinflussung der Marktwirtschaft siehe Fall Phillip Holzmann, Infineon, Belastung des Mittelstandes durch Abschaffung oder Einschränkung von Investitionsförderungen.

Good trades
CP
Antworten
mob1:

Machts doch besser.

 
09.07.01 10:05
SPD / Eichel sagt sparen.
Gewerkschaft sagt nicht sparen.
CDU sagt Neuverschuldung wieder aufnehmen und damit unsere
Einsparungen zurückschrauben, die dann später um so häftiger
ausfallen werden.
Was sagt der Sprecher der Wirtschaft : sparen.

Einfaches Ergebnis --> Wirtschaft und SPD liegen
sinngemäß auf einer Linie.
... Und das ist gut so.

Gruesse
MOB
Antworten
boomer:

MOB, dabei muß man die Interessenlage berücksich-

 
09.07.01 10:47
tigen!

Die Bundesregierung ist nach Paragrah 1 StWG  (und anderen Gesetzen) verpflichtet für

- ein angemessenes, stetiges Wirtschaftswachstum,
- Vollbeschäftigung,
- Preisstabilität,
- außenwirtschaftliches Gleichgewicht
zu sorgen.
Hinzu kommt noch der Umweltschutz als anerkanntes Ziel.

Das sind gesamtwirtschaftliche Ziele im Interesse der breiten Bevölkerung und nicht im Interesse einzelner Gruppen.

Demgegenüber steht Art. 110 GG, dass der Haushaltsplan ausgeglichen sein muß.

ALLERDINGS kann die Bundesregierung gemäß Art. 109 GG zur Abwehr einer Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts zu Mitteln der Globalsteuerung und Verschuldung greifen.

Der vielgeschmähte Kohl hat sich nach der Wiedervereinigung mit seiner Neuverschuldung also nur system- und gesetzeskonform verhalten.

Schulden sind auch betriebswirtschaftlich gesehen, nichts per se "SCHLECHTES".
Sie können für Neuinvestitionen, Mehrumsatz und höhere Gewinne sorgen.

Volkswirtschaftlich, d.h. im Interesse der Mehrheit, kann sich eine Neuverschuldung für z.B. Leistungsanreize, Steuersenkungen usw. ähnlich auswirken, nämlich zur z.B. zur Konjunkturankurbelung.

Hiermit beende ich erst einmal die Ausführungen, da es auf viele sowieso ätzend wirkt.
Es sollen nur Denkanstöße sein.

MfG
Antworten
ecki:

Ich will auch den Schuldenkanzler wieder haben!

 
09.07.01 10:52
Staatsverschuldung hochschrauben. Find ich gut.
Maastrichtkriterien? Was soll der Scheiß!
Nach uns die Sintflut und Schulden sind schön. Ab nach Ballermann. Das Leben ist fun.
Antworten
boomer:

Tja ecki, so einfach ist alles!?

 
09.07.01 11:02
Die Staatseinnahmen sinken gewaltig dank abflachender Konjunktur!

Durch vorgezogene Steuersenkungen, Anreize für Zukunftstechnologie-Unternehmen usw. könnte man die kunjunkturelle Entwicklung wieder ankurbeln.

Folge: Bei wiederum steigendem BIP würde die Beschäftigung und die Steuereinnahmen überproportional steigen.

Usw., usw.
Antworten
mob1:

Ich erinnere nur

 
09.07.01 11:30
an die schöne Uhr, die in der Gegend herumsteht, und neben
der Zeit noch unsere Staatsverschuldung jede Sekunde aktualisiert.
Ich habe keine Lust, einen Haufen Steuern zu bezahlen und das nur
um die Zinsen dieser Schulden zu bedienen. Schaut euch die Uhr an,
weiß nicht mehr wo, gibt's auch im Net, aber euch wird garantiert
ganz warm und nicht ums Herz!

Bedankt Euch nebenbei noch bei Amerika, die durch das gezielte Auffüllen
Ihrer Ölreserven über den europäischen Markt die hiesige Konjunktur
ganz absichtlich unter Druck setzen, um den Europäern die Lust auf
zukünftige Konkurrenz zu Amiland zu nehmen.
Rechnet doch mal das Wachstum für einen konstanten
Ölpreis für vor 'nem halben Jahr aus, haben wir locker die
Prognosen der Bundesregierung.

Gruesse
MOB
Antworten
jopius:

von was hat die überhaupt eine Ahnung ! o.T.

 
09.07.01 11:44
Antworten
boomer:

Hi MOB, überbewertest Du nicht den Effekt der

 
09.07.01 11:45
Steigerung des Rohölpreises?

Bei steigenden Preisen wird sparsamer mit dem Produkt umgegangen, z.B. ist der Benzinverbrauch mengenmäßig bei uns enorm zurückgegangen.

Warum schwächt sich die Konjunktur ab???
Dafür gibt es tausende von Gründen, z.B. auch viele, viele psychologischer Art.

Zu Deiner Steuerbelastung: Aufgrund sinkender Steuereinnahmen kommt Eichel demnächst in arge Schwierigkeiten und dann (zu spät) bei steigender Arbeitslosigkeit WIRD er bzw. Schröder handeln müssen.

MfG  
Antworten
ecki:

Deutsche Ausfuhren in die USA steigen deutlich

 
09.07.01 11:52
Steigende Zahlen kann das Statistische Bundesamt in Wiesbaden für den deutschen Außenhandel melden. Die heute vorgelegten April-Zahlen zeigen einen deutlichen Trend. Sowohl Ein- wie auch Ausfuhren ziehen stark an. Im Jahresvergleich fällt besonders der Handel mit den USA ins Auge. Die deutschen Ausfuhren sind im Vergleich zu April 2000 um 25,3% auf 10,6 Mrd. DM angewachsen. Insgesamt stiegen die Ausfuhren um 16,5% auf 103,1 Mrd. DM. Geringer fällt das Wachstum für den europäischen Markt aus. Hier schlägt ein Plus von 12,2% auf 59,4 Mrd. DM zu Buche. Die Ausfuhrzahlen seit Jahresbeginn liegen um 14,2% höher als im Vorjahr und belaufen sich auf 415,2 Mrd. DM.

Das Niveau der deutschen Einfuhren erhöhte sich um 17% auf 92,6 Mrd. DM, wobei die Einfuhren aus dem Bereich der EU mit einem Zuwachs von 19,6% auf 49,5 Mrd. DM besonders ins Gewicht fielen. Die ersten vier Monate des Jahres sorgten für Gesamteinfuhren mit einem Volumen von 365,9 Mrd. DM. Das entspricht einer Steigerung von 12,5%.

Autor: Oliver Mies, 11:20 09.07.01


Da kann die Regierung natürlich nur mittelbar was dafür.

Also Boomer nicht nur miesmachen sondern anpacken. Ohne 10 Jahre Aubau Ost würde Deutschland wenigerSchulden haben, unabhängig von Kohl oder Schröder. Nun ist es aber so, und letztlich ist es doch besser zusammen mit den Ossis, als an Mauer und Grenze mit den Panzern zu stehen. Aber die Friednesdividende müssen wir halt erst erarbeiten.
Antworten
boomer:

aber ecki, die Erfolge der Exportwirtschaft be-

 
09.07.01 12:02
streitet doch niemand! Vor allem Pkw-Hersteller bezogen auf die USA.

.. und wenn der Euro erst bei 0,70 liegt, werden die noch bedeutend erfolgreicher sein!


MfG

PS: Wenn die Exportwirtschaft nicht so erfolgreich wäre, dann hätten wir noch

........(aber das wißt Ihr ja selbst).


Antworten
boomer:

Hi ecki, kleine Ergänzung zu Deiner Meldung:

 
09.07.01 12:07
" Die deutschen Einfuhren aus den USA legten im April den Angaben zufolge 19,6 Prozent zum Vorjahresmonat zu. Innerhalb der Europäischen Union stiegen insbesondere die Importe aus Großbritannien (plus 35,3 Prozent)."
Quelle:
www.reuters.de/...icle.jhtml?type=economicsnews&StoryID=108513  
Antworten
mob1:

@boomer

 
09.07.01 12:13
Export - Import ! Ich sag nur
Euro - Dollar.

es ist natürlich richtig, daß eine
Vielzahl von Faktoren, nicht zuletzt
die überspannte Zinspolitik von  
Freund Greenspan, zu diesem Ergebnis
führen. Was sicher problematisch wäre,
ist zulange in Warteposition zu verharren
und nichts zu tun, wie auch zu früh oder
zu lang zu handeln ( Bsp Greenspan).
Das Handeln, sprich eine ja nur kurzfristige
Stabilisierung der Konjunktur durch staatliche
Finanzierung ist legitim und in der Tat auch richtig
und zwingend notwendig, aber noch nicht im derzeitigem
Stadium. Sollte sich in 2 - 3 Monaten nicht ein
Anzeichen der Besserung, zumindest an den Frühindikatoren,
erkennen lassen, wird der Druck auf die Bundesregierung
sicherlich wachsen den Haushalt über den Haufen zu werfen.
Das was dann wieder als Umfallen tituliert oder Sieg
der Opposition dargelegt wird ist jetzt gefundenes Fressen
für diese, da bei gutem "Verkauf" dieser Ansicht wieder
ein paar Wählerstimmen dazukommen, sollte denn auch wirklich
ein Notprogramm aufgelegt werden.

Der Rückgang im Verbrauch, gerade auch von Benzin liegt i.d.R.
an den geringeren Ausgaben der privaten Haushalte. Der eigentliche
Wirtschaftsmotor, ( zumindest der, welcher es m.M. nach seinen sollte)
- der Mittelstand, ist angewiesen auf diese Notwendigkeit und es tut
halt richtig weh. So sprcht zumindest dieser Teil meines Umfeldes,
und ich sehe keinen Grund dem nicht Glauben zu schenken.

Gruesse
MOB
Antworten
boomer:

Stimmt, MOB, der Benzinpreis ist für kleine und

 
09.07.01 12:30
mittlere Unternehmen und auch für Berufspendler eine Katastrophe, aber sind nicht ca. 76% des Benzinpreises alleine STEUERN?
Vielleicht sollte man den Steueranteil am Benzin einmal senken, statt die Autofahrer zu melken?

Konjunkturprogramme alter Prägung (wie in der sozialliberalen Koalition) will doch auch niemand. Die wirken aufgrund des Erkenntnis-, Entscheidungs- und Wirkungslags nur pro- und nicht antizyklisch.
.. und um einmal unsachlich zu werden, mit der Erkenntnis hat es der (populäre)
gelernte Deutschlehrer Eichel in wirtschaftspoltischen Fragen auch nicht so eilig.

MfG
Antworten
CrashPanther:

Ein sehr interessanter Artikel wurde heute

 
10.07.01 13:53

dazu von DPA veröffentlicht :

10.07.2001 13:10

Arbeitgeberpräsident greift Schröder an: Keine Ahnung von Wirtschaft

BERLIN (dpa-AFX) - Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) "eklatante Unkenntnis über ökonomische Zusammenhänge" vorgeworfen. Mit seiner Forderung nach mehr Engagement der Wirtschaft bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze und beim Überstundenabbau habe der Kanzler diese "eklatante Unkenntnis" dokumentiert. "Wir haben seit Jahren ein historisch niedriges Überstunden-Volumen, gerade einmal etwas mehr als eine Überstunde pro Woche und Beschäftigten. Unser Problem sind nicht zu viele Überstunden, sondern steigende Kurzarbeit", sagte Hundt dem Kölner "Express (Dienstagausgabe)./DP/hn/

Quelle: DPA-AFX

Nachzulesen unter Arbeitgeberpräsident greift Schröder

Good trades
CP
Antworten
hjw2:

Keine bekannt, die Ahnung hätte oder hat..hehe o.T.

 
10.07.01 13:56
Antworten
boomer:

doch, hjw, Helmut Schmidt und Schiller, aber die

 
10.07.01 14:06
hatten aufgrund ihres Sachverstands dauernd enorme Probleme mit ihrer Partei.
Davor Ludwig Erhard und Adenauer darfst Du nicht vergessen; ohne Erhard wären wir nach dem Willen der Alliierten eine Planwirtschaft und es gäbe keine DM.

MfG
Antworten
CrashPanther:

Das politische Dream-Team überhaupt

 
10.07.01 14:12

waren folgende beiden Politiker :

Helmut Schmidt (SPD) und Franz-Josef Strauss (CSU)


Aber leider sehe ich derzeit keine politische Größe
in Deutschland, die auch nur annähernd an deren
politischen als auch ökonomischen Sachverstand
heranreicht.

Good trades
CP
Antworten
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