Calmund: Die Haarprobe
war nicht von Daum
Leverkusen-Manager Reiner Calmund – er hat heute für einen Paukenschlag gesorgt. Im Kokain-Prozess gegen Ex-Bayer-Trainer Christoph Daum sagte er aus: Bei der Probe habe es sich nicht um Daums eigene Haare gehandelt. Das jedenfalls berichtet die Nachrichtenagentur ddp aus dem Kölner Landgericht.
Warum hat der Fast-Bundestrainer die Haare vertauscht? Laut Calmund hatte Daum Angst vor einem positiven Ergebnis. Der Grund: Er hatte wenige Monate zuvor auf einer Party Kokain genommen. So Daum zu Calmund.
Aber von wem ist dann die Haarprobe?
Laut Calmund war es Daums Bruder, der seine Haare für die Analyse zur Verfügung gestellt hat.
Christoph Daum: Hat er bei der Haarprobe betrogen?
Es geht um den Tag der Haarprobe, der Daums Sturz als Fast-Bundestrainer und Trainer bei Leverkusen einleitete. Um den geheimnisvollen 9. Oktober 2000...
Calmund sagte vor seiner Aussage: „Emotional ein schwerer Gang, Daum war schließlich mal ein Freund. Doch als Zeuge werde ich alle Fragen beantworten.“
Sein Wort hat Gewicht. Reiner Calmund (53), Manager von Bayer Leverkusen. Holte Daum 1996 als Trainer. Wurde von dessen Kokain-Sturz im Herbst 2000 „schwer getroffen“
Calmund hat sich schon damals alles Wichtige notiert.
Seit Monaten sind zahlreiche, teilweise unglaubliche Theorien über diesen 9. Oktober in Umlauf.
Bei der Abnahme der Haarprobe (unter notarieller Aufsicht) ist es Daum mit einem Trick gelungen, die Haare seines Bruders abzugeben. Über einen solchen Plan berichtete der „Spiegel“. Die Frage: Warum hatten die Haare des Bruders (ein Sozialpädagoge) dann einen Kokain-Wert von 72 Nanogramm (=Dauer-Kokser)?
Wurde die Haarprobe auf dem Transport vertauscht? Es dauerte immerhin fünfeinhalb Stunden von der Entnahme im Stadion bis zur Ankunft im Gerichtsmedizinischen Institut in Köln. Auch deshalb, weil Calmund im Restaurant „Haus am Park“ erst einmal zu Mittag speiste. Draußen im Auto warteten Fahrer und Notars-Gehilfin mit der Probe. War alles korrekt?
Der Schwurgerichtssaal im Koblenzer-Landgericht. Das linke Kreuz kennzeichnet, wo Daum (zwischen seinen Anwälten) sitzt. In der Mitte der Zeugenstand für Calmund
Wurde im Institut geschlampt? Der Chef, Professor Käferstein, ist heute in Koblenz ebenfalls als Zeuge geladen. Daum hat ihn von seiner Schweigepflicht entbunden. Aber was wird er aussagen?
Zwar war alles korrekt – die Abnahme, der Transport und auch der Wert von 72 Nanogramm. Warum aber wiesen dann Daums Schamhaare (eine Probe wurde gleichzeitig entnommen) nur einen Wert von 2,1 Nanogramm auf? Eine rätselhafte Diskrepanz.
Fragen über Fragen. Calmund hat uns dem Geheimnis heute immerhin einen Schritt näher gebracht.
Quelle:bild.de
Gruß
war nicht von Daum
Leverkusen-Manager Reiner Calmund – er hat heute für einen Paukenschlag gesorgt. Im Kokain-Prozess gegen Ex-Bayer-Trainer Christoph Daum sagte er aus: Bei der Probe habe es sich nicht um Daums eigene Haare gehandelt. Das jedenfalls berichtet die Nachrichtenagentur ddp aus dem Kölner Landgericht.
Warum hat der Fast-Bundestrainer die Haare vertauscht? Laut Calmund hatte Daum Angst vor einem positiven Ergebnis. Der Grund: Er hatte wenige Monate zuvor auf einer Party Kokain genommen. So Daum zu Calmund.
Aber von wem ist dann die Haarprobe?
Laut Calmund war es Daums Bruder, der seine Haare für die Analyse zur Verfügung gestellt hat.
Christoph Daum: Hat er bei der Haarprobe betrogen?
Es geht um den Tag der Haarprobe, der Daums Sturz als Fast-Bundestrainer und Trainer bei Leverkusen einleitete. Um den geheimnisvollen 9. Oktober 2000...
Calmund sagte vor seiner Aussage: „Emotional ein schwerer Gang, Daum war schließlich mal ein Freund. Doch als Zeuge werde ich alle Fragen beantworten.“
Sein Wort hat Gewicht. Reiner Calmund (53), Manager von Bayer Leverkusen. Holte Daum 1996 als Trainer. Wurde von dessen Kokain-Sturz im Herbst 2000 „schwer getroffen“
Calmund hat sich schon damals alles Wichtige notiert.
Seit Monaten sind zahlreiche, teilweise unglaubliche Theorien über diesen 9. Oktober in Umlauf.
Bei der Abnahme der Haarprobe (unter notarieller Aufsicht) ist es Daum mit einem Trick gelungen, die Haare seines Bruders abzugeben. Über einen solchen Plan berichtete der „Spiegel“. Die Frage: Warum hatten die Haare des Bruders (ein Sozialpädagoge) dann einen Kokain-Wert von 72 Nanogramm (=Dauer-Kokser)?
Wurde die Haarprobe auf dem Transport vertauscht? Es dauerte immerhin fünfeinhalb Stunden von der Entnahme im Stadion bis zur Ankunft im Gerichtsmedizinischen Institut in Köln. Auch deshalb, weil Calmund im Restaurant „Haus am Park“ erst einmal zu Mittag speiste. Draußen im Auto warteten Fahrer und Notars-Gehilfin mit der Probe. War alles korrekt?
Der Schwurgerichtssaal im Koblenzer-Landgericht. Das linke Kreuz kennzeichnet, wo Daum (zwischen seinen Anwälten) sitzt. In der Mitte der Zeugenstand für Calmund
Wurde im Institut geschlampt? Der Chef, Professor Käferstein, ist heute in Koblenz ebenfalls als Zeuge geladen. Daum hat ihn von seiner Schweigepflicht entbunden. Aber was wird er aussagen?
Zwar war alles korrekt – die Abnahme, der Transport und auch der Wert von 72 Nanogramm. Warum aber wiesen dann Daums Schamhaare (eine Probe wurde gleichzeitig entnommen) nur einen Wert von 2,1 Nanogramm auf? Eine rätselhafte Diskrepanz.
Fragen über Fragen. Calmund hat uns dem Geheimnis heute immerhin einen Schritt näher gebracht.
Quelle:bild.de
Gruß