Haarprobe von Daum wurde vertauscht!!!!


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Cem:

Haarprobe von Daum wurde vertauscht!!!!

 
05.03.02 14:20
Calmund: Die Haarprobe
war nicht von Daum  

 
Leverkusen-Manager Reiner Calmund – er hat heute für einen Paukenschlag gesorgt. Im Kokain-Prozess gegen Ex-Bayer-Trainer Christoph Daum sagte er aus: Bei der Probe habe es sich nicht um Daums eigene Haare gehandelt. Das jedenfalls berichtet die Nachrichtenagentur ddp aus dem Kölner Landgericht.
Warum hat der Fast-Bundestrainer die Haare vertauscht? Laut Calmund hatte Daum Angst vor einem positiven Ergebnis. Der Grund: Er hatte wenige Monate zuvor auf einer Party Kokain genommen. So Daum zu Calmund.

Aber von wem ist dann die Haarprobe?

Laut Calmund war es Daums Bruder, der seine Haare für die Analyse zur Verfügung gestellt hat.

 

Christoph Daum: Hat er bei der Haarprobe betrogen?  

Es geht um den Tag der Haarprobe, der Daums Sturz als Fast-Bundestrainer und Trainer bei Leverkusen einleitete. Um den geheimnisvollen 9. Oktober 2000...
Calmund sagte vor seiner Aussage: „Emotional ein schwerer Gang, Daum war schließlich mal ein Freund. Doch als Zeuge werde ich alle Fragen beantworten.“

 

Sein Wort hat Gewicht. Reiner Calmund (53), Manager von Bayer Leverkusen. Holte Daum 1996 als Trainer. Wurde von dessen Kokain-Sturz im Herbst 2000 „schwer getroffen“  
Calmund hat sich schon damals alles Wichtige notiert.

Seit Monaten sind zahlreiche, teilweise unglaubliche Theorien über diesen 9. Oktober in Umlauf.

Bei der Abnahme der Haarprobe (unter notarieller Aufsicht) ist es Daum mit einem Trick gelungen, die Haare seines Bruders abzugeben. Über einen solchen Plan berichtete der „Spiegel“. Die Frage: Warum hatten die Haare des Bruders (ein Sozialpädagoge) dann einen Kokain-Wert von 72 Nanogramm (=Dauer-Kokser)?

Wurde die Haarprobe auf dem Transport vertauscht? Es dauerte immerhin fünfeinhalb Stunden von der Entnahme im Stadion bis zur Ankunft im Gerichtsmedizinischen Institut in Köln. Auch deshalb, weil Calmund im Restaurant „Haus am Park“ erst einmal zu Mittag speiste. Draußen im Auto warteten Fahrer und Notars-Gehilfin mit der Probe. War alles korrekt?

 

Der Schwurgerichtssaal im Koblenzer-Landgericht. Das linke Kreuz kennzeichnet, wo Daum (zwischen seinen Anwälten) sitzt. In der Mitte der Zeugenstand für Calmund  
 Wurde im Institut geschlampt? Der Chef, Professor Käferstein, ist heute in Koblenz ebenfalls als Zeuge geladen. Daum hat ihn von seiner Schweigepflicht entbunden. Aber was wird er aussagen?

Zwar war alles korrekt – die Abnahme, der Transport und auch der Wert von 72 Nanogramm. Warum aber wiesen dann Daums Schamhaare (eine Probe wurde gleichzeitig entnommen) nur einen Wert von 2,1 Nanogramm auf? Eine rätselhafte Diskrepanz.

Fragen über Fragen. Calmund hat uns dem Geheimnis heute immerhin einen Schritt näher gebracht.

Quelle:bild.de

Gruß
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FranzS:

So ein Kasperltheater, unglaublich einfach!!!

 
05.03.02 14:28
Who cares, anyway!!
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Luki2:

Daum-Prozess: Zweifel an Herkunft von Schamhaaren

 
11.03.02 17:27


Daum-Prozess: Zweifel an Herkunft von Schamhaaren

Koblenz (dpa) - Die Staatsanwaltschaft hat im Koblenzer Kokain-Prozess gegen den Fußballlehrer Christoph Daum Zweifel an der Herkunft von Schamhaaren geäußert, die im Oktober 2000 für eine Zweitanalyse am Kölner Institut für Rechtsmedizin durchgeführt wurde.

«Für mich ist nicht klar, von wem die Schamhaare stammen. Wir wollen die Herkunft der Haare umfassend klären», eröffnete Staatsanwalt Jörg Angerer den 21. Verhandlungstag. Zudem seien vier Schamhaare des heute 48-jährigen Daum im Besitz seines Anwalts geblieben, als am 25. Oktober 2000 die Probe unter notarieller Aufsicht übergeben worden sei, monierten die Staatsanwaltschaft. Kopf- und Schamhaaranalyse sollten einen Befund über Daums Drogengebrauch liefern.

Daum-Verteidiger Rolf Stankewitz reagierte mit sichtlicher Bestürzung und stellte die Frage, ob die Staatsanwaltschaft Daums Rechtsbeiständen Betrug unterstellen wolle. Daum selbst hatte im Prozessverlauf ausgesagt, er habe zur Gegenkontrolle der Erstanalyse eine weitere Probe von Schamhaaren unter falschem Namen untersuchen lassen wollen. Hieraus schien die Staatsanwaltschaft ihre Bedenken gezogen zu haben.

In einer Erklärung griff die Verteidigung noch einmal die Aussage von Reiner Calmund auf, die der Manager von Daums früherem Arbeitgeber Bayer Leverkusen vor einer Woche gemacht hatte. Calmunds Äußerungen seien identisch mit den Einlassungen Daums. Die Daum-Anwälte stellten fest, der heute beim türkischen Spitzenclub Besiktas Istanbul tätige Sportlehrer habe in seiner Zeit bei Bayer Leverkusen «ein äußerst realitätsorientiertes Verhalten» gezeigt, Auffälligkeiten, die auf einen dauerhaften Kokainkonsum hindeuteten, habe es keine gegeben. Der Vorsitzende Richter Ulrich Christoffel kündigte an, hierzu am 19. März Daums ehemaligen Assistenten Roland Koch und Bayer-Physiotherapeut Dieter Trzolek als Zeugen zu befragen.

Die Verteidigung bezeichnete es als «letzten möglichen Hilfeschrei» ihres Mandanten Daum, dass der Angeklagte angesichts eines Höchstwerts bei der Erstanalyse von der Möglichkeit des Vertauschens der Kopfhaare gesprochen habe. Der Kölner Rechtsmediziner Herbert Käferstein hatte, so Calmund vor einer Woche, dem Bayer-Manager vertraulich mitgeteilt, bei der Analyse der Daum-Kopfhaare habe es sich «um einen der höchsten Werte gehandelt, die wir hier hatten».

Eine Vernehmung von zwei Redakteuren einer Kölner Tageszeitung ergab keine Aufschlüsse, führte aber zu einem verbalen Geplänkel zwischen Gericht und Verteidigung. Als einer der Befragten sagen sollte, ob sein in einem Artikel zu Daum verwendetes Material selbst recherchiert gewesen sei und damit das journalistische Zeugnisverweigerungsrecht zum Schutz von Informanten entfalle, fuhr die Verteidigung dazwischen und beanstandete die Frage. Der beisitzende Richter entgegnete, er halte den Widerspruch der Verteidigung für «albern». Als das Gericht den Beschluss fasste, die Frage zuzulassen, wurde dies von der Verteidigung erneut beanstandet.

Daum, dem der illegale Erwerb von jeweils 3 bis 5 Gramm Kokain in 63 Fällen sowie die Anstiftung zur Beschaffung von 100 Gramm der Droge zur Last gelegt wird, kam sich am Montag fehl im Gerichtssaal vor. «Wenn man sieht, was heute los war, dann kann ich auch in der Türkei bleiben», kommentierte er den schleppenden Verlauf der Verhandlung.

 

Q:  16:39 am 11.03.2002 - Die Welt
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preisfuchs:

upps waren es etwa meine haare? o.T.

 
11.03.02 17:50
Antworten
Heinz:

times have changed

 
11.03.02 18:26
früher: "ich hab' noch einen Koffer in Berlin"
huete:  "ich hab' noch vier Sackhaare bei meinem Anwalt"
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