Die kleine Kursrallye dürfte sich schnell als Strohfeuer erweisen. Fällt der Kurs in den nächsten Tagen unter 1,50 Euro, dann ist die Aktie wieder im alten Abwärtstrend. Die Aussagen zum Einstieg des französischen Partners sind doch sehr vage. Welche Summe? Zu welchen Bedingungen? Die beiden Kapitalerhöhungen (2009 und 2010) und der Wandler waren Notoperationen, die das Überleben sicherten oder soll man sagen: das Sterben verlängern? Der Stimmanteil der Großaktionäre ist jedenfalls ganz schön rückläufig, das muß man im Auge behalten. Und wenn nicht ein knackiger zweistelliger Mio.-Betrag aus dem Einstieg der Franzosen resultiert, dann ist Holland, pardon: Herrmann in Not. Übrigens imponieren mir die Ankündigungen "Strategische Partner gefunden" gar nicht.
Bitte, konkret Roß und Reiter nennen! Wer erinnert sich nicht mit Grausen an die vielen "Letters of Intend", die vor allem zu Zeiten des Neuen Marktes ihre Blüten trieben?
Die Aktionärsbriefe auf der Homepage reißen Mitte 2008 plötzlich ab, als es gerade interessant wurde. Auch sonst wirkt dort vieles stümperhaft und zurecht geschustert. Geldmangel? Schließlich ist der letzte operative Gewinn auch schon ein paar Jahre her!
GWB geizt auf der Homepage nicht mit positiven Attributen und verweist immer wieder auf seine langjährigen Erfahrungen. Die gibt es, unbestritten - aber es sind keine guten. Auch nicht für die Aktionäre. Wer's nicht glaubt, schaue sich den Chart seit Börsengang an.