Soros - Bush schuld an schwachem Dollar
Die Bush Regierung sei Schuld an dem Dollar Verfall.
"Es gibt kein Vertrauen in das Management der Weltwirtschaft durch die Bush Administration. Das ist eine Abstimmung gegen das Vertrauen der Investoren aus aller Welt," erklärt der 72 jährige Milliardär George Soros.
Auf einer Rede vor dem House of Lords Economic Affairs Committee sagte Soros: "Die Bush Administration folgt einer Politik, die ganz ähnlich jener von Reagan aus den frühen 80er Jahren ist, ein wachsendes Budgetdefizit, expansive Verteidigungsetats und eine Finanzierung, die aus dem Ausland kommt."
Soros lies ähnliche Kritik bereits in der letzten Woche während einer Rede in London auf die Bush Regierung rieseln. (BörseGO berichtete)
Der Euro als Gemeinschaftswährung sei nicht ausreichend, um den Wert, den der Dollar zur Zeit trägt, aufzunehmen, während die Stärke des Yen die japanische Wirtschaftserholung schädige.
"Zuvor konnte die Erstarkung des japanischen Yen auf die aufflammende Wirtschaft zurückgeführt werden. Aber jetzt geht der japanische Markt wieder zurück, was bedeutet, dass sich die Leute aus Angst nach Hause zurückziehen," sagt Soros. Soros kommentiert hierbei den jüngsten Wertverfall des Dollar gegenüber dem Euro auf 99 cents.
Soros wird noch deutlicher mit seiner Kritik an der aktuellen US-Regierung und nennt die jüngste Schwäche des Dollar lapidar den "Bush Bear Market."
EDS mit Entlassungen
Der Computer Service Anbieter Electronic Data Systems (EDS) wird 2000 Mitarbeiter, oder 1.4 Prozent der Belegschaft, entlassen. Dies sei nötig, um einen Ausgleich gemessen an laufenden Verträgen zu schaffen.
EDS, die weltweit 140,000 Mitarbeiter beschäftigen, plant die meisten Entlassungen in Nordamerika. Periodisch würden Mitarbeiter eingestellt und wieder entlassen. Dies sei ein laufender Prozess, um die Beschäftigung an die anfallende Arbeit anzupassen.
"Das ist nicht ungewöhnlich in unserem Geschäft," erklärt ein Unternehmenssprecher
Kurssprünge an der Nasdaq mit Begründung
Stellent, ein Managementsoftwareprovider, konnte zuletzt 7,7% auf 4,73$ gewinnen nach dem die Verlustplanzahlen von 29 Cents/Aktie auf 21-24 Cents/Aktie für das Q1 reduziert hatte. Dabei solle ein Umsatz von 17 Mio $ erzielt werden.
Die Aktien Netzwerkausrüsters PLX Technologies verloren zuletzt fast 12% auf 3,25$, nach dem man die Umsatzerwartungen für das Q2 auf 7,7-8,2 Mio $ reduziert hatte. Sowohl auf pro forma als auch GAAP Basis gehe man von einem Verlust in besagtem Quartal aus. Im Anschluss an diese Meldung senkten die Analysten von Merrill Lynch ihr Rating von „strong buy“ auf „neutral“. Nach Ansicht der Experten werde das Unternehmen in den kommenden 6 bis 8 Quartalen Verluste erwirtschaften. Zuvor war man von 10 Mio $ Umsatz für das Q2 ausgegangen.
Die Aktien von Onyx Software konnten zuletzt fast 11% auf 3,49$ gewinnen nach dem das Unternehmen angekündigt hatte, voraussichtlich die Erwartungen der Wall Street für das laufende Q2 zu übertreffen. Hier wird ein Verlust von 3 Cents/Aktie erwartet. Das Unternehmen rechnet nun hingegen mit einem Erreichen des Break Even bei einem Umsatz von 18 Mio $. Vor allem das Lizenzgeschäft sei zuletzt sehr stark gewesen und trage maßgeblich zum hohen sequentiellen Wachstum bei.
Nachbörsliche Gewinnwarnungen im Techsegment
Der Softwarehersteller Midway Games warnte nach Börsenschluss davor, dass der Umsatz im Q2 nur 28-30 Mio $ anstelle der zuvor erwarteten 40-50 Mio $ betragen werde. Für das Gesamtjahr gehe man nur noch von 295-310 Mio $ anstelle der zuvor geschätzten 330-340 Mio $ aus. Analysten schätzen die beiden Umsatzzahlen auf 42,4 Mio $ für das Q2 und 323,7 Mio $ für das Gesamtjahr. Vor den Nachrichten verloren MWY Aktien 13 Cents auf 7,99$.
Das Softwareunternehmen Epiphany erwartet für das Q2 nur noch einen Umsatz von 19 Mio $ und einen Verlust von 18 Cents/Aktie. Analysten waren bislang von 23,2 Mio $ Umsatz und 16 Cents/Aktie Verlust ausgegangen. Vor einem Jahr betrug der Umsatz im Q2 32,3 Mio $.
Openwave Systems, ein Unternehmen aus dem Wirelessbereich, erwartet für das Q4 einen Umsatz von 64-71 Mio $ und eine Umsatzrendite von 70-75% sowie einen Verlust ohne Sonderposten von 17-22 Cents/Aktie. Analysten waren bislang von einem Verlust von 9 Cents/Aktie im Schnitt ausgegangen
Weitere nachbörsliche Quartalszahlen
(©BörseGo - www.boerse-go.de)
Das Halbleiterunternehmen SpeedFam-IPEC meldete für das Q4 einen Verlust von 5 Mio $ oder 16 Cents/Aktie und einen Umsatz von 27,1 Mio $. Ohne Sondereffekte betrug der Verlust 24 Cents/Aktie, was den Analystenschätzungen, die mit 23-29 Cents/Aktie Verlust gerechnet hatten, entsprach.
Das IT-Unternehmen Inrange warnte die Investoren davor, dass man im Q2 einen Verlust von 1-3 Cents/Aktie erwarte und nicht wie die Analysten mit einem Gewinn von 2 Cents/Aktie rechnen würde. Auch würde der Umsatz nur 50-52 Mio $ betragen, zuvor war man von 62 Mio $ Umsatz ausgegangen. Als Ursache für den schwachen Ausblick nannte man die sehr niedrigen IT-Ausgaben.
I2 Technologies: Weiterer Umsatzeinbruch
Der Hersteller von Unternehmenssoftware I2 Technologies geht davon aus, im Q2 einen Umsatz von 117-120 Mio $ bei einem Verlust von 85-88 Mio $ erwirtschaften zu können. Noch im Juni hatte der I2 Präsident Bill Beecher davor gewarnt, dass die Umsätze im Q2 niedriger als die 168 Mio $, welche man im Q1 umgesetzt hatte, ausfallen würden. ITWO Aktien gewannen heute 2,04% auf 1,50$.
WorldCom-Skandal: Umfassende Stellungnahme
Der CEO des skandalgeschüttelten Telkoriesen WorldCom, John Sidgmore, versprach heute, dass er alles in seiner Macht mögliche unternehmen werde, um die Ursachen der Falschbuchung von 3,8 Milliarden $ ausfindig zu machen, welche den Bestand des zweitgrößten US-Carriers hinter AT&T gefährden.
Sidgmore denke im Moment nicht daran, einen Insolvenzantrag zu stellen. Vielmehr verhandle man mit Gläubigerbanken, um neue Kredite zu erlangen, welche man zum Überleben dringend benötigen würde.
Sein Unternehmen werde auch eng mit der SEC zur Sachverhaltsaufklärung zusammen arbeiten, versprach Sidgmore. Inwieweit der Ex-CEO Ebbers in die Sache verwickelt sei, könne man nicht sagen, eine interne Untersuchung könne aber mehrere Monate in Anspruch nehmen. Er gehe aber nicht davon aus, dass weitere schockierende Nachrichten zutage gefördert würden. Auch habe sein Unternehmen alle bedeutenden Kunden behalten können und man arbeite weiter hartnäckig daran, diese zum Stillhalten zu bewegen.
Die Aktien steigen zur Stunde um 100 Prozent auf 12 cents.
Nasdaq: Marktanalyse und Stimmen
(©BörseGo - www.boerse-go.de)
Tag für Tag scheint sich der Aktienmarkt in dieser Zeit anzuschicken, stets neue Mehrjahrestiefs in wichtigen Indizes auszuloten. Heute machte der S&P´s 500 Index von sich Reden, der auf das tiefste Niveau seit Januar 1998 fiel. Die Tiefstände vom letzten September, als im Zuge des Schocks durch die Terroranschläge alle von einer „einmaligen Kaufchance“ sprachen, sind bei vielen Aktien längst weiter unterboten wurden. Auch der Nasdaq Composite wolle dem breiten Abwärtstrend an den Börsen nicht im Wege stehen und verlor weitere 3,28% auf 1357 Punkte, nach dem er den ganzen Tag im negativen Terrain verharrt hatte.
Der Nasdaq 100 Index gab 3,46% auf 963 Punkte ab. Deutlich zulegen konnten die Aktien von WorldCom (+67%), Juniper Networks (+11%) und Check Point Software (+4%). Verluste im zweistelligen Prozentbereich gab es hingegen bei Andrx, Brocade, Yahoo, Vitesse und VeriSign (alle zwischen 10 und 16%).
Das Handelsvolumen war mit 2,691 Milliarden gehandelten Aktien erneut sehr hoch. 23% aller Aktien konnten zulegen, 69% verzeichneten Kursverluste. Nur 33 Aktien erreichten neue Hochs, aber 304 Aktien fielen auf neue Tiefs. An der Spitze der meist gehandelten Aktien lagen Cisco Systems (117 Mio, -4,05%), Sun Microsystems (94 Mio, -6,99%), Intel (77 Mio, -5,53%), Oracle und Applied Materials.
Bei den Techindizes gab es heute nur deutliche Kursverlierer, angefangen mit dem SOX (-5,15%) und den Netzwerken (-3,51%) über die Telkos (-4,29%), Computeraktien (-3,48%), Softwareaktien (-2,90%), Internets (-5,44%) bis zu den Biotechs (-4,21%).
„Um das Geschehen mit einem Wort zu erfassen: Es ist alles sehr „nervös““, erklärte Gary Wedbush, der Handelsdirektor von Wedbush Morgan in Los Angeles. „Es gibt keinen Grund für die Investoren, Aktien zu kaufen, und die Verkäufer werden Tag für Tag mit niedrigeren Kursen für ihr Handeln belohnt“, meinte er.
„Wir befinden uns in einer neuen Situation wieder. Ständig suchen wir nach etwas, was die Märkte drehen könnte, aber wir finden einfach nichts“, so Robert Arancio von Lehman Brothers
Die Bush Regierung sei Schuld an dem Dollar Verfall.
"Es gibt kein Vertrauen in das Management der Weltwirtschaft durch die Bush Administration. Das ist eine Abstimmung gegen das Vertrauen der Investoren aus aller Welt," erklärt der 72 jährige Milliardär George Soros.
Auf einer Rede vor dem House of Lords Economic Affairs Committee sagte Soros: "Die Bush Administration folgt einer Politik, die ganz ähnlich jener von Reagan aus den frühen 80er Jahren ist, ein wachsendes Budgetdefizit, expansive Verteidigungsetats und eine Finanzierung, die aus dem Ausland kommt."
Soros lies ähnliche Kritik bereits in der letzten Woche während einer Rede in London auf die Bush Regierung rieseln. (BörseGO berichtete)
Der Euro als Gemeinschaftswährung sei nicht ausreichend, um den Wert, den der Dollar zur Zeit trägt, aufzunehmen, während die Stärke des Yen die japanische Wirtschaftserholung schädige.
"Zuvor konnte die Erstarkung des japanischen Yen auf die aufflammende Wirtschaft zurückgeführt werden. Aber jetzt geht der japanische Markt wieder zurück, was bedeutet, dass sich die Leute aus Angst nach Hause zurückziehen," sagt Soros. Soros kommentiert hierbei den jüngsten Wertverfall des Dollar gegenüber dem Euro auf 99 cents.
Soros wird noch deutlicher mit seiner Kritik an der aktuellen US-Regierung und nennt die jüngste Schwäche des Dollar lapidar den "Bush Bear Market."
EDS mit Entlassungen
Der Computer Service Anbieter Electronic Data Systems (EDS) wird 2000 Mitarbeiter, oder 1.4 Prozent der Belegschaft, entlassen. Dies sei nötig, um einen Ausgleich gemessen an laufenden Verträgen zu schaffen.
EDS, die weltweit 140,000 Mitarbeiter beschäftigen, plant die meisten Entlassungen in Nordamerika. Periodisch würden Mitarbeiter eingestellt und wieder entlassen. Dies sei ein laufender Prozess, um die Beschäftigung an die anfallende Arbeit anzupassen.
"Das ist nicht ungewöhnlich in unserem Geschäft," erklärt ein Unternehmenssprecher
Kurssprünge an der Nasdaq mit Begründung
Stellent, ein Managementsoftwareprovider, konnte zuletzt 7,7% auf 4,73$ gewinnen nach dem die Verlustplanzahlen von 29 Cents/Aktie auf 21-24 Cents/Aktie für das Q1 reduziert hatte. Dabei solle ein Umsatz von 17 Mio $ erzielt werden.
Die Aktien Netzwerkausrüsters PLX Technologies verloren zuletzt fast 12% auf 3,25$, nach dem man die Umsatzerwartungen für das Q2 auf 7,7-8,2 Mio $ reduziert hatte. Sowohl auf pro forma als auch GAAP Basis gehe man von einem Verlust in besagtem Quartal aus. Im Anschluss an diese Meldung senkten die Analysten von Merrill Lynch ihr Rating von „strong buy“ auf „neutral“. Nach Ansicht der Experten werde das Unternehmen in den kommenden 6 bis 8 Quartalen Verluste erwirtschaften. Zuvor war man von 10 Mio $ Umsatz für das Q2 ausgegangen.
Die Aktien von Onyx Software konnten zuletzt fast 11% auf 3,49$ gewinnen nach dem das Unternehmen angekündigt hatte, voraussichtlich die Erwartungen der Wall Street für das laufende Q2 zu übertreffen. Hier wird ein Verlust von 3 Cents/Aktie erwartet. Das Unternehmen rechnet nun hingegen mit einem Erreichen des Break Even bei einem Umsatz von 18 Mio $. Vor allem das Lizenzgeschäft sei zuletzt sehr stark gewesen und trage maßgeblich zum hohen sequentiellen Wachstum bei.
Nachbörsliche Gewinnwarnungen im Techsegment
Der Softwarehersteller Midway Games warnte nach Börsenschluss davor, dass der Umsatz im Q2 nur 28-30 Mio $ anstelle der zuvor erwarteten 40-50 Mio $ betragen werde. Für das Gesamtjahr gehe man nur noch von 295-310 Mio $ anstelle der zuvor geschätzten 330-340 Mio $ aus. Analysten schätzen die beiden Umsatzzahlen auf 42,4 Mio $ für das Q2 und 323,7 Mio $ für das Gesamtjahr. Vor den Nachrichten verloren MWY Aktien 13 Cents auf 7,99$.
Das Softwareunternehmen Epiphany erwartet für das Q2 nur noch einen Umsatz von 19 Mio $ und einen Verlust von 18 Cents/Aktie. Analysten waren bislang von 23,2 Mio $ Umsatz und 16 Cents/Aktie Verlust ausgegangen. Vor einem Jahr betrug der Umsatz im Q2 32,3 Mio $.
Openwave Systems, ein Unternehmen aus dem Wirelessbereich, erwartet für das Q4 einen Umsatz von 64-71 Mio $ und eine Umsatzrendite von 70-75% sowie einen Verlust ohne Sonderposten von 17-22 Cents/Aktie. Analysten waren bislang von einem Verlust von 9 Cents/Aktie im Schnitt ausgegangen
Weitere nachbörsliche Quartalszahlen
(©BörseGo - www.boerse-go.de)
Das Halbleiterunternehmen SpeedFam-IPEC meldete für das Q4 einen Verlust von 5 Mio $ oder 16 Cents/Aktie und einen Umsatz von 27,1 Mio $. Ohne Sondereffekte betrug der Verlust 24 Cents/Aktie, was den Analystenschätzungen, die mit 23-29 Cents/Aktie Verlust gerechnet hatten, entsprach.
Das IT-Unternehmen Inrange warnte die Investoren davor, dass man im Q2 einen Verlust von 1-3 Cents/Aktie erwarte und nicht wie die Analysten mit einem Gewinn von 2 Cents/Aktie rechnen würde. Auch würde der Umsatz nur 50-52 Mio $ betragen, zuvor war man von 62 Mio $ Umsatz ausgegangen. Als Ursache für den schwachen Ausblick nannte man die sehr niedrigen IT-Ausgaben.
I2 Technologies: Weiterer Umsatzeinbruch
Der Hersteller von Unternehmenssoftware I2 Technologies geht davon aus, im Q2 einen Umsatz von 117-120 Mio $ bei einem Verlust von 85-88 Mio $ erwirtschaften zu können. Noch im Juni hatte der I2 Präsident Bill Beecher davor gewarnt, dass die Umsätze im Q2 niedriger als die 168 Mio $, welche man im Q1 umgesetzt hatte, ausfallen würden. ITWO Aktien gewannen heute 2,04% auf 1,50$.
WorldCom-Skandal: Umfassende Stellungnahme
Der CEO des skandalgeschüttelten Telkoriesen WorldCom, John Sidgmore, versprach heute, dass er alles in seiner Macht mögliche unternehmen werde, um die Ursachen der Falschbuchung von 3,8 Milliarden $ ausfindig zu machen, welche den Bestand des zweitgrößten US-Carriers hinter AT&T gefährden.
Sidgmore denke im Moment nicht daran, einen Insolvenzantrag zu stellen. Vielmehr verhandle man mit Gläubigerbanken, um neue Kredite zu erlangen, welche man zum Überleben dringend benötigen würde.
Sein Unternehmen werde auch eng mit der SEC zur Sachverhaltsaufklärung zusammen arbeiten, versprach Sidgmore. Inwieweit der Ex-CEO Ebbers in die Sache verwickelt sei, könne man nicht sagen, eine interne Untersuchung könne aber mehrere Monate in Anspruch nehmen. Er gehe aber nicht davon aus, dass weitere schockierende Nachrichten zutage gefördert würden. Auch habe sein Unternehmen alle bedeutenden Kunden behalten können und man arbeite weiter hartnäckig daran, diese zum Stillhalten zu bewegen.
Die Aktien steigen zur Stunde um 100 Prozent auf 12 cents.
Nasdaq: Marktanalyse und Stimmen
(©BörseGo - www.boerse-go.de)
Tag für Tag scheint sich der Aktienmarkt in dieser Zeit anzuschicken, stets neue Mehrjahrestiefs in wichtigen Indizes auszuloten. Heute machte der S&P´s 500 Index von sich Reden, der auf das tiefste Niveau seit Januar 1998 fiel. Die Tiefstände vom letzten September, als im Zuge des Schocks durch die Terroranschläge alle von einer „einmaligen Kaufchance“ sprachen, sind bei vielen Aktien längst weiter unterboten wurden. Auch der Nasdaq Composite wolle dem breiten Abwärtstrend an den Börsen nicht im Wege stehen und verlor weitere 3,28% auf 1357 Punkte, nach dem er den ganzen Tag im negativen Terrain verharrt hatte.
Der Nasdaq 100 Index gab 3,46% auf 963 Punkte ab. Deutlich zulegen konnten die Aktien von WorldCom (+67%), Juniper Networks (+11%) und Check Point Software (+4%). Verluste im zweistelligen Prozentbereich gab es hingegen bei Andrx, Brocade, Yahoo, Vitesse und VeriSign (alle zwischen 10 und 16%).
Das Handelsvolumen war mit 2,691 Milliarden gehandelten Aktien erneut sehr hoch. 23% aller Aktien konnten zulegen, 69% verzeichneten Kursverluste. Nur 33 Aktien erreichten neue Hochs, aber 304 Aktien fielen auf neue Tiefs. An der Spitze der meist gehandelten Aktien lagen Cisco Systems (117 Mio, -4,05%), Sun Microsystems (94 Mio, -6,99%), Intel (77 Mio, -5,53%), Oracle und Applied Materials.
Bei den Techindizes gab es heute nur deutliche Kursverlierer, angefangen mit dem SOX (-5,15%) und den Netzwerken (-3,51%) über die Telkos (-4,29%), Computeraktien (-3,48%), Softwareaktien (-2,90%), Internets (-5,44%) bis zu den Biotechs (-4,21%).
„Um das Geschehen mit einem Wort zu erfassen: Es ist alles sehr „nervös““, erklärte Gary Wedbush, der Handelsdirektor von Wedbush Morgan in Los Angeles. „Es gibt keinen Grund für die Investoren, Aktien zu kaufen, und die Verkäufer werden Tag für Tag mit niedrigeren Kursen für ihr Handeln belohnt“, meinte er.
„Wir befinden uns in einer neuen Situation wieder. Ständig suchen wir nach etwas, was die Märkte drehen könnte, aber wir finden einfach nichts“, so Robert Arancio von Lehman Brothers