Volkswirte sehen weitere Zinssenkung im Januar
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Nach Ansicht von führenden Wall-Street-Volkswirten wird die FED im Januar den Leitzins erneut senken. Die aus den Häusern Lehman Brothers und Goldman Sachs stammenden Experten erklärten, nach den Worten des Offenmarktausschusses liege dieser Schritt sehr nahe. Besonders die Worte "schwache und vereinzelte Erholungsanzeichen" sowie "niedrige Inflationsrate" würden darauf hindeuten. Demgegenüber meinte der Volkswirt Ian Shepherdson von High Frequency Economics, daß es keine Senkungen mehr geben werde, da die FED es vermieden habe, auf die schwache Geschäftsbedingungen hinzuweisen.
Anleihestratege: FED rechtfertigt Kursanstiege
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Nach Ansicht des obersten Anleihestrategen von Miller Tabak, Tony Crescenzi, hat die FED in ihren Worten den bullischen Unterton anklingen lassen, den Optimisten von ihr erwartet hatten. Mit ihren Aussagen stellte sie sich auf die Seite der Anleger, die von einem baldigen Wirtschaftsaufschwung ausgehen, so der Experte. Die FED-Politik sei sehr gut bislang, würde sowohl der Wirtschaft als auch den Märkte mittelfristig zu großer Hilfe gereichen. Der jüngste Kursanstieg als Antizipation einer sich erholenden Wirtschaft sei aus dieser Sicht voll gerechtfertigt, dies hätten die Worte von Greenspan & Co gezeigt.
Zinssenkungsende nach "neuer Sprache" der FED?
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Der rennomierte Volkswirt Ian Shepherdson von High Frequency Economics meinte im Anschluß an die FED-Stellungnahme, daß man heute die ersten offiziellen Stimmen darüber, daß die Wirtschaft sich beginne zu erholen, vernommen habe. Der Volkswirt sprach von einer "neuen Sprache", welche die FED nun gewählt habe. Sie sei ein Zeichen dafür, daß die Zinssenkungsrunde nun ein Ende gefunden haben könnte.
Mit den Kommentaren zur niedrigen Inflationsrate wollte die FED entweder den weiteren Handlungsspielraum für Zinssenkungen andeuten oder die Anleihemärkte von ihrer Verunsicherung befreien, meinte Shepherdson.
Auch Mark Keller von A.G.Edwards erklärte, daß nun ein Ende der Zinssenkungsrunde nicht auszuschließen sei. Die FED habe zwar erklärt, daß weitere Unterstützungen für die Wirtschaft notwendig seien. Doch die Senkung um nur 25 statt 50 Basispunkte zeige deutlich, daß es der Wirtschaft bereits wieder besser gehe, so Keller. Investoren hätten durch die Kurssteigerungen der letzten Wochen gezeigt, daß sie der Ansicht sind, daß das Schlimmste bereits hinter ihnen liegen würde.
Comverse und CMGI melden Q-Zahlen
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Comverse spürt rauhen Wind im Telkosegment
Der Hersteller von Kommunikationssystemen und Softwareentwickler, Comverse Technology, meldete nach Börsenschluß, im Q3 die Analystenschätzungen erreicht zu haben, in Zukunft aber 900 Arbeitsplätze (15% der Belegschaft) entlassen zu müssen.
Der operative Gewinn des israelisch-amerikanischen Unternehmens brach infolge eines schwachen Geschäftsklimas für Telkounternehmen binnen Jahresfrist von 68,4 Mio $ auf 20,1 Mio $ oder 11 Cents/Aktie ein, was Analysten erwartet hatten. Auch der Umsatz ging von 318 Mio $ auf 295 Mio $ zurück, Analysten hatten mit 299 Mio $ gerechnet.
CMGI mit deutlichem Umsatz- und Verlustrückgang
Die Internetholding CMGI mußte im Q1/2002 einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 358 Mio $ auf 200,7 Mio $ hinnehmen (Analystenschätzung: 232,1 Mio $), gegenüber dem Vorquartal betrug die Umsatzeinbuße 22%. Gleichzeitig reduzierte man aber auch den operativen Verlust im Jahresvergleich von 896 Mio $ auf 207 Mio $. Im Juli hatte dieser noch über 1 Milliarde $ betragen. Für das laufende Quartal gehe man wieder von einem sequentiellen Umsatzanstieg aus. Mit 19 Cents/Aktie Verlust konnte man die Analystenschätzungen um 10 Cents/Aktie übertreffen.
Eine Gewinnwarnung gab es für das Q2: Hier sollen nur 210-220 Mio $ Umsatz erzielt werden (Analysten: 252 Mio $), den Break-Even wolle man erst in der ersten Jahreshälfte 2003 erreichen.