Grundlegend für eure Anlageentscheidung sind...


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SchwarzerLor.:

Grundlegend für eure Anlageentscheidung sind...

 
15.07.02 21:33
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coppara:

SchwarzerLord, das Geld....das Geld! :-) o.T.

 
15.07.02 21:35
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SchwarzerLor.:

@coppara

 
15.07.02 21:38
Natürlich: Vorrausgesetzt, man hat Geld zum Investieren. Sonst kann man nur diebische Freude empfinden, wenn man gezwungenermaßen an solchen Tagen abseits stehen darf an der Beobachterlinie.
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vega2000:

Grundlegend für eure Anlageentscheidung sind

 
15.07.02 21:46
in erster Linie noch genügend Geld zu haben, das ich anlegen kann.
<img src=/images/voting.png border=0> Grundlegend für eure Anlageentscheidung sind... 720797
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das Zentrum d.:

nen bischen Lektüre für euch

 
15.07.02 21:50
Es gibt viele Möglichkeiten, an der Börse zu gewinnen oder zu verlieren. Irgendeine Aktie wird sich immer gerade als Kursrakete erweisen, und ebenso rasch werden Sie eine Aktie finden, die in Ungnade gefallen ist. Graham zitierte mit Vorliebe Horaz: „Vieles harrt der Wiedergeburt, was schon dahinstarb; vieles wird hinsterben, was jetzt an Worten in Geltung ist.“ Die meisten Leute, darunter auch Investmentmanager, springen von einer Strategie zur anderen, weichen im Zuge dessen vom eingeschlagenen Kurs ab und lassen sich letztendlich, von Unsicherheit und Gier geleitet, durch die stürmischen Gewässer der Finanzwelt treiben.

Warren Buffett wurden die Lehren Grahams zur Religion. Durch ihn gelangte Warren zu der Überzeugung, dass man den Zweifeln, die ein Kursverfall selbst bei den wagemutigsten Börsen-Kämpfern aufkommen lassen kann, standhalten sollte. Die Erkenntnis, dass das Gute jene heimsucht, die darauf warten können und wissen, was sie tun, mag ein wenig biblisch anmuten, doch genau diese Erkenntnis hat Warren in Grahams Philosophie des streng unternehmensbezogenen Investierens gefunden. Und Warren hat diese spezielle Strategie mit dem Eifer eines nach Mekka ziehenden Pilgers verfolgt. In Zeiten, in denen diese Strategie keinerlei Chancen bietet, also nicht anwendbar ist, lehnt Warren sich zurück und wartet. Sicher ist auch, dass er niemals sehr lange warten musste, bis ihm der Markt eine genau auf ihn zugeschnittene Chance zu bieten hatte, in deren Rahmen er seine besondere Strategie des Business Perspective Investing in die Praxis umsetzen konnte.

Warren vergleicht seine Strategie mit einem Ballspiel, bei dem nur perfekte Würfe pariert werden. Warren wartet mit dem Schläger in der Hand aufmerksam auf den perfekten Wurf, und nur wenn dieser kommt, wird er mit seinem „Schläger der unternehmensbezogenen Investierens“ zum Schlag ausholen.

Ganz gewiss wird nach einer Vielzahl von Würfen und ein bis zwei Jahren des Wartens auf den perfekten Wurf – das ist ein Unternehmen mit Verbrauchermonopol und ausgezeichnetem Management, das zu einem phantastischen Preis zu haben ist – der Ball in idealer Flugbahn auf Warren zukommen und von ihm kraftvoll pariert werden. Ein voller Erfolg für den Schlagmann und eine weitere Milliarde Dollar für das Berkshire – Hathaway – Team.

Können Sie soviel Geduld aufbringen? Die meisten Menschen wollen eine Investmentchance lieber gestern als heute wahrnehmen. Nehmen wir an, Sie hätten gerade eine Million Euro geerbt. Eine der ersten Fragen, die Sie sich stellen sollten, lautet: „Wie soll ich dieses Geld anlegen?“ Würde ich ihnen darauf antworten, Sie sollten sich daraufsetzen und warten, bis Sie auf ein Wertpapier stoßen, das zu einem attraktiven Kurs zu haben ist, so würden Sie mich wahrscheinlich für verrückt halten. Ihr Wertpapiermakler würde Ihnen sicher eine ganze Palette von Ideen unterbreiten. Das hat seinen guten Grund: Wenn er Ihnen diese vielen guten Ideen nicht unterbreitet, werden Sie so lange suchen, bis Sie jemanden finden, der Ihnen diese Ideen liefert.

Fondsmanager und Einzelanleger haben allesamt ihre Schwierigkeiten mit dem geduldigen Warten auf den perfekten Wurf. Sie wissen zweifelsohne, wie ein perfekter Wurf auszusehen hat, doch Warten ist eine Beschäftigung, der man auf Flughäfen nachgeht. Nach einiger Zeit schickt ihre Ungeduld sie auf die Reise und lässt sie in Gedanken neue Vorstellungen des perfekten Wurfes entwickeln. Bevor sie sich dessen bewusst werden, haben sie die alten Vorstellungen über Board geworfen und stürmen dem neuesten Trend hinterher.

Würden die Leute ihre Ehepartner in der gleichen Weise auswählen wie ihre Aktien, so würde keine Ehe auch nur eine Woche halten. Können Sie sich vorstellen, sämtliche wünschenswerten Eigenschaften eines zukünftigen Ehepartners aufzulisten und sich dann nur eine Frist von einer Woche einzuräumen, um den geeigneten Kandidaten oder die geeignete Kandidatin zu finden? Gewiss würden Sie das nicht tun. Und jedem, der Ihnen einen derartigen Vorschlag unterbreitet, würden Sie erklären, er sei verrückt. Doch genau das passiert in der Finanzwelt unentwegt. Sie wissen, dass das stimmt, denn wenn ich ihnen morgen eine Million Euro in die Hand drückte, würden Sie sich sofort auf den Weg machen, um eine Anlagemöglichkeit zu finden. Vielleicht würden Sie sich um ein Einlagenzertifikat bei ihrer Hausbank bemühen oder Ihren Wertpapiermakler aufsuchen, der überglücklich ein ganzes Spektrum von Ideen vor ihnen ausbreiten würde. Tag für Tag würden Sie in der Financel Times über irgendeine Aktie lesen, deren Wert im letzten Halbjahr auf das doppelte gestiegen ist, und Sie würden sich fragen, warum Sie auf diesen Zug nicht aufgesprungen sind. Nur eines ist wichtig: Sie müssen dieses Geld arbeiten lassen.

Inmitten eines Anlageprozesses seine Anlagestrategie zu ändern hat große Ähnlichkeit damit, während der Ausbildung das angestrebte Berufsziel zu ändern. Nehmen wir an, Sie studieren Medizin und lesen nach vierjähriger Ausbildung über einen Rechtsanwalt, der einige Millionen Euro verdient hat. Sie gelangen zu dem Schluss, Anwälte würden besser verdienen, und wollen nun Anwalt werden. Sie brechen Ihr Medizinstudium ab und inskribieren an der juristischen Fakultät. Nach ein oder zwei Jahren entdecken Sie, dass Absolventen eines Wirtschaftsstudiums enorme Gewinne an der Börse erzielen, und beschließen, Betriebswirt statt Rechtsanwalt zu werden. Sie brechen Ihr Studium der Rechtswissenschaften ab und schreiben sich an der Wirtschaftsuniversität ein. Dieses Szenario ließe sich beliebig fortsetzen, und Sie würden im Endergebnis mit leeren Händen dastehen. Wären Sie bei Ihrem Medizinstudium geblieben, wären Sie nun Arzt und würden gutes Geld verdienen. Gleiches gilt für die Geschäftswelt. Sie werden ebenso wenig erleben, dass Ford Motor Company sich in der Herstellung von Computern versucht, wie Sie erleben werden, dass IBM den Schritt zum Automobilbau wagen wird. Jeder geht seinen eigenen Weg, jeder führt seine eigenen Produkte, und jeder hat Jahre damit verbracht, sein Geschäft zu erlernen.

Gleiches gilt für Anlagestrategien. Es erfordert viele Jahre, bis man die Feinheiten seines Berufes erlernt hat und in der Lage ist, echte Investitionschancen von Gelegenheiten zu unterscheiden, die bloß in die Irre führen. Sind Sie ein Market – Timer, ein Arbitrageur, ein Daytrader, ein Stratege für Wachstum auf sich entwickelnde Märkten, ein Graham – Anhänger vom alten Schlag oder ein Buffettologe neuren Typs? Jede Strategie folgt ihren Regeln, und der ständige Wechsel zwischen den einzelnen Theorien gleicht der immer wiederkehrenden Wiederholung des ersten Schuljahres.

Warren Buffett hat sich dieser Theorie des Wartens auf den perfekten Wurf so sehr verschrieben, dass er im Jahr 1971, als der Markt boomte, seinen Investmentfonds auflöste und seinen Anlegern erklärte, die von ihm verfolgte Strategie sei auf den Markt, mit dem sie es nun zu tun hätten, nicht länger anwendbar. Anstatt es mit einer anderen Strategie weiter zu versuchen, bei der er sich nicht sattelfest fühlte, liquidierte er die Gesellschaft und bezahlte seine Anleger aus.
Der Markt boomte noch weitere zwei Jahre, und viele Anleger verdienten sich auf dieser atemberaubenden Fahrt goldene Nasen. Warren hingegen wartete ab und beobachtete die Szene von außerhalb des Spielfeldes. Eines Tages war es soweit. Der Markt brach zusammen, und die Aktienkurse stürzten wie Felsbrocken in die Tiefe. Niemand anderer als Warren wartete gut vorbereitet auf diese Situation an der Talsohle dieses Abgrundes der Angst. Und plötzlich verschleuderte man – wie er es auszudrücken pflegte – an der Wall Street so manches. Seiner Strategie des unternehmensbezogenen Investierens folgend, holte er mit seinem „Geld“ – Schläger aus und traf einige unglaubliche Bälle. Sein wahrscheinlich größter Treffer während dieser Zeit war die Washington Post.

Grundsätzlich geht es hier darum, an der einmal gewählten Strategie festzuhalten und nicht ins Wanken zu geraten, sondern standhaft zu bleiben, wenn alle ungläubigen Thomase „Feuer“ schreien und von Board springen. Umgekehrt bedeutet die aber auch, dass Sie sich dann, wenn alle Welt hinter jedem Felsen eine Goldader vermutet, in Ihren Kaufentscheidungen ein solides Urteil nach dem Prinzip des unternehmensbezogenen Investierens bilden und sich nicht vom verrückten Enthusiasmus der breiten Masse anstecken lassen.

Üben Sie sich in Geduld und warten Sie auf den Wurf, der die Kaufgelegenheit darstellt. Er wird kommen. Und denken Sie daran, dass die gewinnträchtigsten Würfe nicht in einer optimistischen Börsensituation kommen, sonder dann, wenn sich am Aktienmarkt Pessimismus breit macht.
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coppara:

Ach so vega :-)

 
15.07.02 21:53
SchwarzerLord -es war doch ironisch gemeint:-)

Ja übrigens, weist Du warum wir jetzt dort stehen wo wir jetzt stehen?
-die drittletzte Antwort......


:-)
coppi
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SchwarzerLor.:

coppara, das weiß ich doch.

 
16.07.02 14:53
Ob deine Analyse zutreffend ist? Zumindest ein hoher %-Anteil ist wohl ausschlaggebend für die Hausse gewesen. Allerdings kamen starke Fondszuflüsse, eine starke Konjunktur, ein generell neues Aktiengefühl der Deutschen u.a. hinzu.  
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SchwarzerLor.:

Bilanzen: Mehr Schein als Sein.

 
02.08.02 10:54
B I L A N Z E N

Mehr Schein als Sein

Von Ulric Papendick und Dietmar Student

Nicht nur in Amerika wird bei den Bilanzen getrickst und getäuscht. manager magazin hat die Zahlenwerke deutscher Spitzenfirmen untersucht - das Resultat ist eine Sammlung von Schlichen und Finten.

Bis zur Hauptversammlung am 19. März wollte Ralf Dörper noch warten. Vielleicht würde das Aktionärstreffen im Düsseldorfer Congresscenter ja endlich Klarheit bringen.

Der Analyst der WestLB Panmure wollte wissen, wie es um die Finanzen von Babcock Borsig bestellt ist, nachdem der Oberhausener Industriekonzern angekündigt hatte, sich ausgerechnet von seiner wertvollsten Beteiligung zu trennen, dem Schiffsbauer HDW. Welche Geschäfte binden wie viel Kapital? Wie wirkt der Werftenverkauf auf Liquidität und Nettoschulden?

Die Fragen blieben Fragen, und Dörper handelte: In der Woche nach der Hauptversammlung stellte die WestLB die Beobachtung des M-Dax-Werts Babcock Borsig ein; Verbindlichkeiten und Risiken des Unternehmens seien nicht transparent genug, lautete die Begründung.

Diese Einschätzung teilt Dörper mit vielen Börsianern: Die Traditionsfirma ist, bilanztechnisch betrachtet, ein schwarzes Loch. Immer wieder hatten die Babcock-Manager in den vergangenen Jahren an ihren Zahlen gefeilt, je nachdem, was gerade geschönt und geschont werden musste - mal das Eigenkapital, mal der Gewinn. Ständige Verkäufe und Käufe von Firmen - bei den Anlegern komplettierte sich das Bild: Nix is fix bei Babcock; alles fließt (Cash ausgenommen). Nur wohin?

Klar: Oberhausen ist nicht Houston. Und dennoch: Enron scheint plötzlich ganz nah. Der Bilanzskandal um den texanischen Energiehändler hat den Blick geschärft für die Probleme vor der eigenen Tür. Auch in Deutschland hat das Tricksen und das Täuschen System. "Die Grenze des Legalen verschiebt sich", beobachtet der Saarbrücker Bilanzprofessor Karlheinz Küting, "das ist kein amerikanisches Phänomen."

Zwar gehen die hiesigen Firmenlenker meist nicht mit jener kriminellen Energie zu Werke, die den Enron-Managern angelastet wird. Deutsche Konzerne wie Siemens oder die Telekom praktizieren legale Kniffe.

Mal werden Abschreibungsfristen wie Gummi gedehnt oder Milliardenschulden aus dem offiziellen Zahlenwerk verbannt; mal werden Vorräte zu hoch und Risiken zu niedrig bewertet. Das Ergebnis ist stets dasselbe: Von Wahrheit und Klarheit der Bilanzen kann hier zu Lande ebenso wenig die Rede sein wie in den Vereinigten Staaten.

Ein Stück weit sind die Konzernführer selbst Getriebene. In ihrem steten Drang, den Börsenwert zu steigern, haben sie sich auf ein Spiel eingelassen, das Arthur Levitt, der ehemalige Chef der US-Börsenaufsicht SEC, "earnings game" genannt hat.

Und das funktioniert so: Erst füttern die Manager die Analysten mit eher zurückhaltenden Prognosen für das nächste Quartalsergebnis; dann präsentieren sie Zahlen, die stets einen Tick besser sind.

Der amerikanische Konzern General Electric (GE) beherrscht dieses Spiel mit beängstigender Perfektion. Über Jahre hinweg begeisterte er die Anleger mit zweistelligem Gewinnwachstum. Nur einmal in den vergangenen zehn Jahren verfehlte GE das vorhergesagte Vierteljahresergebnis - um einen Penny je Aktie.

Quelle: www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,193613,00.html
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SchwarzerLor.:

Bilanzen: Mehr Schein als Sein. -> Teil 2

 
02.08.02 10:56
B I L A N Z E N

Mehr Schein als Sein (2)

Von Ulric Papendick und Dietmar Student

Shareholder-Value made in the USA, auf deutsche Verhältnisse nicht übertragbar? Sicherlich nicht eins zu eins. Aber auch deutsche Vorstände spielen das Gewinnspiel mit. "Das heutige Börsenumfeld verlangt nach ständig steigenden Gewinnen", sagt Preussag-Finanzvorstand Rainer Feuerhake. Der Druck auf die Manager, "entsprechende Zahlen zu liefern", habe enorm zugenommen.

Quelle: www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,193613-2,00.html
Mit aller Macht versuchen die Manager, die prognostizierten Ergebnisse zu erreichen; oder, besser noch, zu übertreffen. Deutsche Konzernlenker seien zunehmend bereit, "aggressive Bilanzierungsmethoden" anzuwenden, stellt der Hamburger Professor Eberhard Scheffler fest.

Es geht schließlich auch um ihre eigene Börse. Immer mehr Firmen bezahlen ihre Führungskräfte mit Optionen, deren Wert von der Entwicklung des Aktienkurses abhängt; allein im vergangenen Jahr ließen sich 140 Unternehmen Optionsprogramme genehmigen. Wer den Kurs zur rechten Zeit nach oben treibt, kassiert kräftig.

Den Zahlenjongleuren kommt ein weiterer Trend zupass: die Angleichung der deutschen Rechnungslegung an internationale Usancen - und die Konfusion in der Phase des Übergangs. Mittlerweile bilanzieren die Dax-Konzerne und die am Neuen Markt notierten Firmen entweder nach den amerikanischen Regeln US-GAAP oder nach IAS; ab 2005 werden diese "International Accounting Standards" europaweit zur Pflicht.

Auch deutsche Firmen wollen ausländische Anleger für ihre Aktien begeistern - und die verlangen einen internationalen Bilanzstandard.

Über hundert Jahre war hier zu Lande nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) bilanziert worden. Das einseitig auf den Gläubigerschutz ausgerichtete HGB erlaubte, stille Reserven zu bilden und nach Belieben aufzulösen - eine Fundgrube für Bilanzverschönerer en détail und en gros.

Doch auch die neuen Statuten bieten Gestaltungsmöglichkeiten. Die Firmen erhalten Spielräume, gegen die ordinäre HGB-Kniffe wie Schülerstreiche wirken.

Der Wirrwarr an Rechensystemen führt dazu, dass nur noch wenige Fachleute eine Bilanz verstehen. Selbst die großen institutionellen Investoren haben resigniert. "Ich muss mich auf die Wirtschaftsprüfer verlassen", sagt Udo Rosendahl, Fondsmanager der Deutsche-Bank-Tochter DWS, "ich kann ja nicht alle Zahlen selbst nachprüfen."

Aber die Kontrolle durch die WP-Gesellschaften fällt eher lasch aus. Zu groß ist die Abhängigkeit der Zunft von lukrativen Beratungsaufträgen, als dass die Prüfer bei kreativer Buchführung allzu penetrant nachhaken würden.

Eine übergeordnete Behörde, die die Einhaltung der Regeln kontrolliert, gibt es bisher nur in den USA. Es ist dort die Börsenaufsicht SEC. Aber auch die wirkt mit der Aufgabe, den Wahrheitsgehalt sämtlicher Bilanzen zu untersuchen, offenkundig überfordert, siehe Enron.

Ein Spiel ohne Schiedsrichter hat sich entwickelt - ein Spiel, das Firmenlenkern mit unlauteren Absichten ideale Chancen eröffnet, Anleger zu bluffen und zu blenden.

manager magazin hat gemeinsam mit Experten der Universitäten in Saarbrücken und Münster die Zahlenwerke deutscher Unternehmen untersucht. Das Ergebnis zeigt: Auch die Großen tarnen und täuschen, wo es nur geht.
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SchwarzerLor.:

Hoch damit. o.T.

 
18.10.02 07:38
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