Ich glaube fest daran, dass die Griechen keine Chance in der EUROraum haben. Die Wünsche sind zwar da in der euroraum weiter zu bleiben, realität sieht leider ganz anders aus. Aus Kosten anderen weiter zu leben ist nicht mehr für rest europas tragbar; das müssen die griechen verstehen. Übrigens wie könnten die GR in der letzten 5 jahren 300 Mrd vernichten? Hatten sie überhaupt anderen einnahmen? 10 Mio Griechen haben nämlich fast 500 Mrd vernichtet ohne eine besserung im lande zu erzielen. Das ist einfach nicht zu erklären und keiner kann das rechtfertigen.
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Das griechische Drama ist um eine Facette reicher. Die ganze Welt fragt sich wohl, wozu der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras letzten Sonntag ein Referendum über die Sparpolitik seines Landes abhielten ließ, welches die Hellenen – wie von ihm selbst empfohlen – mehrheitlich ablehnten, doch jetzt sollen die Forderungen von IWF, EU und EZB weitestgehend erfüllt werden.
Von Andre Eric Keller
Es ist einfach schwer zu begreifen. Manche wittern gar Taktik dahinter. Doch welche Taktik soll das sein? Man kann nicht von Taktik sprechen, wenn man sich zuerst durch das Volk den Rücken stärken lässt und dann doch erst vor den Gläubigern zu Kreuze kriecht. Eigentlich würde so etwas den politischen Selbstmord bedeuten. Mit so einem Manöver hält man sich nicht lange im Sattel, da laufen einem die Wähler in Scharen davon. Es wäre nicht verwunderlich wenn aufgrund dieser "Taktik" noch mehr Menschen in die Politikverdrossenheit abdriften. Denn nachdem die Wähler den Parteien der politischen Mitte, wie etwa den Sozialdemokraten (PASOK) besonders stark – oder auch den Konservativen (Nea Dimokratia) in den letzten Jahren massiv das Vertrauen entzogen haben, wandten sie sich zu einem großen Teil der extremen Linken – aber auch den Kleinparteien im rechten Lager zu. Die Griechen müssen sich ernsthaft fragen, wem sie überhaupt noch ihr Vertrauen schenken können, wenn sie von den Politikern ohnehin immer wieder hinters Licht geführt werden.
Andere sprechen offen von Verrat am griechischen Volk. So einfach wird es wohl auch nicht sein. Nach dem Triumph der Syriza bei der Parlamentswahl im Jänner 2015, wird Tsipras seine Wähler nicht bewusst hinters Licht führen. Eine Partei will solange es geht an der Macht bleiben und ist bestrebt ihre Stärke auszubauen. Da wären wir wieder beim politischen Exodus. Also weder Taktik noch Verrat kann das Motiv für den Sinneswandel sein. Es gibt aber auch eine dritte Variante. Sie klingt vielleicht ein wenig verschwörungstheoretisch aber sie wäre absolut plausibel. Alexis Tsipras und seine Regierung wurden durch die Troika (IWF,EU, EZB) erpresst. Klipp und klar soll gesagt worden sein, dass wenn sich Tsipras den Forderungen nicht unterordnet, werde folgendes passieren: die Banken werden nicht mehr öffnen, die Wirtschaft werde kollabieren und eine Massenverelendung werde einsetzen. Mit dieser Ansage soll Tsipras praktisch in die Knie gezwungen worden sein. Eine andere plausible Erklärung wird es nicht geben.
Und dann war dann noch der Rücktritt von Yanis Varoufakis, dem griechischen Finanzminister. Warum trat dieser zurück, zumal das "Nein" des Referendums eigentlich auch seine Position stärken sollte. War er doch der Hardliner, der gegenüber seinen EU-Kollegen im Sinne des griechischen Volkes standhaft blieb. Es muss im Zuge der "Erpressung" zu einem Deal gekommen sein, dass Varoufakis augenblicklich durch einen neuen Minister abgelöst werden musste. Und wirklich, gleich am nächsten Tag hatte der neue Finanzminister Euklides Tsakalotos schon einen Deal in der Tasche, der weitreichend die Forderungen der Troika erfüllen soll. Und das waren dann fast ident die Sparmaßnahmen die vorher schon zur Debatte standen.
Dieses ganze Manöver zeigt uns, wer die Macht hat, der hat das Sagen. Mit Demokratie hat das gar nichts zu tun, aber wir wissen schon seit langem: die Europäische Union ist eine Autokratie. Die Macht geht garantiert nicht vom Volke aus, sondern von den nichtgewählten Kommissaren samt Kommissionspräsident und der "Draghischen" EZB. Wer hinter dem verbrecherischen IWF steht ist hoffentlich bekannt. So haben die US-Amerikaner gleich zwei Pferde im Rennen um Europa zu unterwerfen; den IWF und die EU/EZB. Griechenland wurde vorgeführt. Das demokratische Referendum ist abolut nichts wert und hätte gar nicht stattfinden brauchen. Wenn dieses griechische Beispiel später noch in anderen EU-Staaten Schule macht, dann gute Nacht! Oder auf griechisch – Kalinichta!
www.contra-magazin.com/2015/07/...ktik-verrat-oder-erpressung/