Das amerikanische "Wall Street Journal" hat eine Zahlen zusammengetragen und aufbreitet, was Griechenland zur Eurzone beiträgt und damit bei einem Grexit mitnähme. Nicht alles ist ganz ernst gemeint. Etwa: rund ein Viertel der Olivenölproduktion, etwa ein Drittel der Küstenlinie (dank der rund 2000 griechischen Inseln), aber nur 1,8 Prozent der Wirtschaftskraft und 3,5 Prozent der Staatsschulden.
+++ 16:58 Varoufakis trifft Notenbank nach Abstimmungsende +++
Wie auch immer das Referendum heute ausgeht, die griechischen Banken warnen, sie stünden vor dem Zusammenbruch, falls die EZB nicht weitere Liquiditätshilfen genehmigt. Je nach Ergebnis könnte sich die Situation noch heute weiter zuspitzen. Finanzminister Varoufakis wird darüber schon am Abend in einem Krisengespräch mit der griechischen Notenbank beraten, wie die BBC berichtet.
+++ 16:25 Athen plant Steueramnestie für Schwarzgeld in der Schweiz +++
Dafür, dass sie viele griechische Steuerflüchtlinge in der Schweiz nicht belangen kann oder will, wird die Athener Regierung wie bereits ihre Vorgänger häufig kritisiert. Jetzt will Griechenland mit einer Amnestie möglichst an viel der dringend benötigten Einnahmen kommen, wie die "NZZ am Sonntag" berichtet. Steuerflüchtlinge sollen nach dem Plan der griechischen Regierung von einer Amnestie profitieren, wenn sie auf undeklariertes Vermögen 21 Prozent Steuern zahlen. Das erfuhr die Zeitung aus informierten Kreisen. Die Schätzungen, wie viel nicht versteuertes griechisches Geld auf Schweizer Konten liegt, reichen von zwei Milliarden bis 200 Milliarden Euro. Die Amnestie könnte der griechischen Regierung also dringend benötigte Mehreinnahmen bringen, wie das Blatt schrieb.
+++ 15:55 Varoufakis: "Bei 'Nein' gibt es einen Deal in 24 Stunden +++
Yanis Varoufakis unterstreicht noch einmal die Verhandlungsmacht, die ein "Nein" bei der Volksabstimmung der griechischen Regierung seiner Ansicht nach geben würde: "Wenn das Resultat "Nein" ist, haben wir innerhalb von 24 Stunden einen Deal mit den Gläubigern", zitiert CNBC den griechischen Finanzminister.
www.n-tv.de/wirtschaft/...rlieren-koennte-article15444811.html