Paul Mylonas, über die Ergebnisse des zweiten Quartals 2018
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Zitat:
"Wenden Sie sich an NBG. Wir haben unsere Bilanz in den vergangenen Quartalen kontinuierlich gestärkt. Wir haben notleidende Engagements reduziert, Rückstellungen gebildet und Liquiditätspuffer verstärkt. Diese Elemente sind wichtige Voraussetzungen, um der Bank ein höheres Rentabilitätsniveau zu ermöglichen, indem sie ihre überlegene Liquiditätsposition zur Finanzierung griechischer Unternehmen und privater Haushalte nutzen.
Die Ergebnisse des zweiten Quartals belegen diese Entwicklungen. Unsere Risikokosten wurden auf das vor der Krise beobachtete Niveau gesenkt, obwohl sie durch den Verkauf notleidender unbesicherter Privatkredite in Höhe von 2 Mrd € begünstigt wurden, der eine Kapitalerhöhung um 218 Basispunkte darstellte.
Die zugrunde liegenden Kosten für die Risikoprämie liegen jedoch auch nach Ausschluss solcher Einmalbelastungen bei rund 110 Basispunkten. Die NPE ging im zweiten Quartal um 0,5 Mrd € zurück, wobei mehr als die Hälfte auf negative Entwicklungen und der Rest auf buchhalterische Abschreibungen zurückzuführen war. Tatsächlich haben wir unser Ziel für das Jahr 2018 bereits erreicht und sind dem SSM-Plan um rund 1,3 Milliarden Euro voraus.
Unsere Deckungsquote ist mit 60% nach wie vor die höchste unter den Peers, was die Bemühungen unterstützen wird, die NPE künftig noch schneller zu reduzieren.
Die Liquiditätsposition wurde weiter gestärkt. Nach der Eliminierung von ELA im November 2017 und unseren erfolgreichen Bemühungen zur Erschließung des Großhandels- und Interbankenmarktes liegt unsere LCR-Quote nun bei 117% und unser Liquiditätspuffer reicht aus, um die Möglichkeit von Unternehmensanleihen zu nutzen. Erfreulicherweise haben die inländischen Einlagen im zweiten Quartal trotz der Lockerung der Kapitalverkehrskontrollen den Aufwärtstrend in den letzten beiden Quartalen fortgesetzt.
Zu beachten ist, dass der Verlust der EZB-Berechtigung griechischer Staatsanleihen keine Auswirkungen auf die Liquidität oder die Finanzierungskosten der NBG hatte.
Im zweiten Quartal erreichte der Konzern P-A-T, PAT aus den fortgeführten Geschäftsbereichen ein positives Ergebnis in Höhe von 21 Millionen Euro, ein zweites Quartal in Folge mit einem Gewinn von 41 Millionen Euro im ersten Halbjahr. Im ersten Halbjahr war noch ein Verlust von 59 Millionen Euro zu verzeichnen.
Die Rückkehr zur Rentabilität spiegelt die Senkung der Risikokosten auf ein viel niedrigeres, aber dennoch nachhaltiges Niveau wider, wobei die hohen Deckungsgrade und die besseren Formationstrends berücksichtigt werden. Diese Entwicklung kompensiert den Rückgang des PPI hauptsächlich aufgrund niedrigerer NII und der schlechten Handelsergebnisse."