Alexis Tsipras verliert keine Zeit. Einen Tag nach dem Rücktritt des Wirtschaftsministers Dimitris Papadimitriou und dessen Gattin Rania Antonopoulou, der Vizeministerin für Arbeit und Soziales, hat der griechische Premier am Mittwochabend sein Kabinett umgebildet. Er ersetzte nicht nur das ausgeschiedene Minister-Ehepaar, das trotz Millionenvermögen einen staatlichen Mietzuschuss kassierte und darüber am Montag stolperte. Auch das für die Flüchtlingspolitik zuständige Migrationsministerium bekommt einen neuen Chef.
Fachlich kann Dragasakis, der an der renommierten London School of Economics Volkswirtschaftslehre und politische Wissenschaften studierte, für das Wirtschaftsressort als qualifiziert gelten. Freunde beschreiben Dragasakis als „überzeugten Marxisten“, aber auch als Pragmatiker, der „auf dem Boden der Realität“ stehe.
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